Handball: 3. Liga West
Einen Joker in der Hinterhand: Ahlener SG gastiert beim TuS Spenge

Ahlen -

Die Ahlener SG gastiert am Samstag beim TuS Spenge. Nach dem Ausfall von Kim Voss-Fels muss Trainer Sascha Bertow erneut improvisieren. Doch im Rückraum hat er mit David Wiencek nun eine neue Option.

Donnerstag, 31.01.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 16:24 Uhr
Für ASG-Torwart Andreas Tesch (links) ist die Partie in Spenge nicht nur ein Pflichtspiel. Es ist vor allem ein Privatduell mit Bruder Oliver. Verstärkung erhält die ASG ab sofort durch David Wiencek (kl. Bild links), den Thomas Lammers willkommen heißt.
Für ASG-Torwart Andreas Tesch (links) ist die Partie in Spenge nicht nur ein Pflichtspiel. Es ist vor allem ein Privatduell mit Bruder Oliver. Verstärkung erhält die ASG ab sofort durch David Wiencek (kl. Bild links), den Thomas Lammers willkommen heißt. Foto: René Penno

Als auch dieser Versuch misslang, musste selbst Till Hermann lachen. Der Linksaußen des MTV Großenheidorn war zum x-ten Mal beim Versuch, Andreas Tesch zu überwinden gescheitert. In dieser 53. Minute blieb der Ball unter dem Fuß des ASG-Torhüters stecken, der ebenfalls grinsen musste. „Wir haben uns ein kleines Battle geliefert“, verriet Tesch später. Ein Duell, das er trotz sechs erfolgreicher Würfe von Hermann für sich entschied.

Am Samstagabend (19.15 Uhr) beim TuS Spenge wartet das nächste Privatduell auf den Ahlener Schlussmann. Denn er trifft ein weiteres Mal auf seinen Bruder Oliver. „Da muss ich natürlich auch gewinnen“, stellt Ahlens Tesch klar.

Transfercoup mit David Wiencek

Beim ersten Aufeinandertreffen Mitte September hat es ja schon mal geklappt, als Dimitry Stukalin mit der letzten Aktion des Spiels per Siebenmeter den Treffer zum 24:23-Heimsieg erzielte. Nach dem furiosen 33:22-Triumph gegen den MTV Großenheidorn zum Jahresauftakt „fahren wir nun mit Rückenwind nach Spenge“, sagt Teammanager Thomas Lammers.

Die Duell-Bilanz zwischen Spenge und Ahlen.

Die Duell-Bilanz zwischen Spenge und Ahlen.

Doch nicht nur das, die ASG hat auch noch „einen Joker in der Hinterhand“. Der heißt David Wiencek und wurde quasi über Nacht für den langzeitverletzten Kim Voss-Fels nachverpflichtet. „Wir hatten schon länger Kontakt zu ihm. Aber wir hatten zunächst keinen Handlungsbedarf. Da sich Kim nun verletzt hat, hat sich eine Verpflichtung einfach angeboten“, sagt Thomas Lammers. Dabei profitiert die Ahlener SG auch davon, dass der 26-Jährige beim Ligakonkurrenten Leichlinger TV nur einen Vertrag bis Jahresende hatte und zuletzt vereinslos war.

Spielberechtigung steht noch aus

„Es freut mich, dass wir uns so schnell und unkompliziert einig geworden sind und dass ich der Ahlener SG in der momentanen Situation helfen kann“, so Wiencek, der sich außerdem auf die nun kurze Anfahrt von Hamm zur Friedrich-Ebert-Halle freut.

Ob der gelernte Anlagenmechaniker bereits gegen den TuS Spenge spielberechtigt ist, war am Donnerstag noch nicht absehbar. Darüber entscheidet der DHB in Dortmund. „Aber es sieht gut aus“, so Lammers. Der Teammanager schiebt den Gastgebern zwar die Favoritenrolle zu, macht aber aus den eigenen Ambitionen auch keinen Hehl.

Improvisation erneut gefragt

„Wenn wir von den ersten vier Spielen im neuen Jahr zwei oder sogar drei gewinnen, dann sind wir unten weg. Dann müssen sich andere Vereine erst mal freistrampeln“, sagt Lammers. Nach dem Sieg gegen Großenheidorn schätzt er die Chancen auf weitere zwei Punkte gegen Spenge am geringsten ein. Wahrscheinlicher seien sie in den darauffolgenden Begegnungen mit der SG Menden (8. Februar) und dem Team Handball Lippe 2 (15. Februar). Und dennoch sehen sich die Ahlener beim Tabellenfünften keineswegs als Laufkundschaft.

„Die Jungs würden schon gerne eine Serie starten, so wie letztes Jahr“, betont Thomas Lammers. Voraussetzung dafür ist harte Arbeit und die sieht Sascha Bertow auf sich und die Seinen in den nächsten Wochen nach dem Ausfall von Kim Voss-Fels ohnehin zukommen. „Wir mussten schon die ganze Hinrunde improvisieren. Jetzt müssen wir weiter improvisieren“, sagt der ASG-Trainer, der mit Voss-Fels auf einen der wenigen Linkshänder im Kader verzichten muss.

Verpflichtung über Sommer hinaus denkbar

Inwieweit David Wiencek den Halbrechten umgehend ersetzen kann, ist fraglich. „David ist einsatzbereit, braucht aber sicher zwei Wochen, bis er voll bei uns angekommen ist“, dämpft Teammanager Lammers zu hohe Ansprüche an den Neuen.

Vorerst erhält Wiencek einen Vertrag bis Saisonende. „Ich sehe durchaus die Chance, ihn über den Sommer hinaus zu verpflichten. Aber zunächst mal müssen beide Seiten schauen, wie es passt“, sagt Lammers.

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