Handball: 3. Liga West
Ein Herzschlagfinale: Ahlener SG gewinnt auch bei der SG Menden

Ahlen -

Drittes Spiel, dritter Sieg im neuen Jahr: Die Ahlener SG hat sich auch bei der SG Menden Sauerland Wölfe schadlos gehalten und den Konkurrenten damit in der Tabelle überholt. Das war ultrahart erarbeitet. 22 Sekunden vor Schluss waren die Hausherren bis auf ein Tor dran. Doch ein bärenstarker Ahlener Kapitän machte den Deckel drauf.

Freitag, 08.02.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 22:11 Uhr
Überragend: Ahlens Kapitän Mattes Rogowski verwandelte in Menden sieben seiner acht Siebenmeter, traf insgesamt 13 Mal und war damit auch aus dem Spiel heraus der sicherste Schütze der Ahlener SG.
Überragend: Ahlens Kapitän Mattes Rogowski verwandelte in Menden sieben seiner acht Siebenmeter, traf insgesamt 13 Mal und war damit auch aus dem Spiel heraus der sicherste Schütze der Ahlener SG. Foto: René Penno

29:27 (14:14) lautete das Endergebnis für die ASG nach einem langen, sehr langen Handballabend. Bis in die letzten Sekunden hin schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts.

Das hatte sich schon früh angekündigt. Denn bereits die erste Hälfte bei den Sauerländern geriet zu einem hochgradig spannenden und ebenso umkämpften Duell, wovon auch die insgesamt sieben Siebenmeter (fünf für Ahlen, zwei für Menden) vor der Pause zeugen.

Rogowski in Hälfte eins mit Hundertprozent-Quote von der Linie

Nach anfänglicher 2:0-Führung der Hausherren drehten die Ahlener erstmals in der 13. Minute mit dem 6:5 den Spieß um. Dieser knappe Vorteil hatte die nächsten zehn Zeigerumdrehungen Bestand. Erst dann glichen die Wölfe zum 11:11 aus und gingen kurz danach ihrerseits wieder mit 12:11 in Front.

Die Partie sollte nun noch einen Tick ausgeglichener verlaufen als ohnehin schon. Denn die knappen Vorsprünge wechselten weitere Male hin und her. Nach der Ahlener Auszeit sorgten zunächst Philipp Lemke und der von der Linie bärenstarke Mattes Rogowski mit seinem bereits vierten verwandelten Siebenmeter für das 13:12 für die ASG.

Doch auch Menden konnte sich auf seine Schützen verlassen: Matthias Zimny und Dominik Spannekrebs drehten zum 14:13. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte – erneut per Siebenmeter – Rogowski, der in der ersten halben Stunde mit einer tadellosen Hundertprozent-Quote von der Linie glänzte.

ASG zieht nach der Pause auf vier Tore weg

Da passte es gut ins Bild, dass der Kapitän auch für die ersten beiden Tore nach Wiederanpfiff verantwortlich zeichnete. Zunächst aus dem Feld und dann – man ahnt es – wieder von der Linie erzielte er das 16:14 (33.) der Gäste. Erst bei seinem achten Versuch scheiterte Rogowski. Da führte seine Mannschaft aber immer noch mit 20:18 (42.). Und auch dieser kleine Makel brachte die Ahlener nicht aus der Ruhe. Eher im Gegenteil: Rogowski aus dem Spiel heraus und Felix Harbaum bauten zum 22:18 (46.) und damit zur ersten Vier-Tore-Führung überhaupt aus, zwangen die SG Menden mit Trainer Micky Reiners zum Team-Timeout.

SG Menden kämpft sich zwei Mal zurück

Durch waren die Ahlener damit aber noch lange nicht. Denn Spannekrebs und Florian Schösse brachten die Hausherren auf 20:22 heran. Die ASG musste anschließend wegen einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Felix Harbaum sogar in Unterzahl spielen. Zum Glück vergab Schösse dann aber den folgenden Siebenmeter und stattdessen traf Niklas Seifert zum 23:20 für die Bertow-Truppe. Damit hatte die ASG eine kritische Phase überstanden und zog schließlich durch Lemke, Ferdi Hümmecke und erneut Lemke wieder auf 26:22 (56.) davon.

22 Sekunden vor Schluss wird‘s hauchdünn

Doch auch das war nur die Vor-, aber eben nicht die endgültige Entscheidung. Denn es wurde ein weiteres Mal ganz knapp: Mendens Sebastian Loos brachte sein Team 22 Sekunden vor Ende auf 27:28 heran. Der letzte Treffer war dann – natürlich – wieder Rogowski vorbehalten.

– ASG: Kroker, Tesch – Hunkemöller, Rogowski, Harbaum, Bekston, Fauteck, Hülsbusch, Hümmecke, Stukalin, Seifert, Lemke, Wiencek, Wunderlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6378948?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F
Münsterisches Labor findet Mineralölspuren in Milchpulver
Potenziell krebserregende Stoffe: Münsterisches Labor findet Mineralölspuren in Milchpulver
Nachrichten-Ticker