Handball: 3. Liga West
David Wiencek: „Einige Jungs kenne ich ja schon aus der Disco“

Ahlen -

Nach zwei Auftritten in der Fremde bestreitet David Wiencek nun sein erstes Heimspiel für die Ahlener SG. Der 26-Jährige verrät, was er sich vorgenommen hat und wem er schon häufiger in Nachtclubs über den Weg gelaufen ist.

Donnerstag, 14.02.2019, 15:02 Uhr
Zweimal ließ er sein Potenzial in der Fremde schon aufblitzen. Am Freitag gibt David Wiencek (links) sein Heimdebüt für die Ahlener SG in der Friedrich-Ebert-Halle.
Zweimal ließ er sein Potenzial in der Fremde schon aufblitzen. Am Freitag gibt David Wiencek (links) sein Heimdebüt für die Ahlener SG in der Friedrich-Ebert-Halle. Foto: Noah Wedel

Sein Transfer ließ aufhorchen. Die Ahlener SG hat Ende Januar für den abermals langzeitverletzten Kim Voss-Fels kurzfristig David Wiencek verpflichtet. Der 26-Jährige ist der jüngere Bruder des Deutschen Nationalspielers Patrick. Der gelernte Anlagemechaniker spielte bis Jahresende für den Drittliga-Konkurrenten Leichlinger TV und war seither vereinslos. Im Gespräch mit unserem Redakteur Cedric Gebhardt verrät Wiencek , was er sich für sein Heimdebüt am Freitagabend (20 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle gegen das Team Handball Lippe 2 vorgenommen hat.

Herr Wiencek, Sie sind seit zwei Wochen in Ahlen. Haben Sie schon das Gefühl, angekommen zu sein?

Wiencek: Auf jeden Fall. Viele Leute bei der ASG kenne ich ja schon seit Jahren. Wir haben ja schon in der Oberliga gegeneinander gespielt und man läuft sich auch so mal über den Weg. Thies Hülsbusch und Felix Harbaum habe ich schon öfter mal in der Disco getroffen. Ich bin direkt gut reingekommen und wir haben uns gut verstanden. Im Training geben alle Vollgas. Und davor und danach kann man auch mal ein Späßchen machen, das gefällt mir gut. Die Duell-Bilanz der beiden Teams. Grafik: Manfred Krieg

Inwieweit sind Sie auch sportlich schon voll integriert?

Wiencek: Ich bin ja erst zwei Wochen hier, das kommt noch. In jedem Training lerne ich dazu, erkenne, wer wo seine Stärken hat und wie die Lauf- und Passwege sein müssen. Im ersten Spiel gegen Spenge war mir das alles noch nicht so vertraut. Aber zuletzt in der Partie gegen Menden habe ich mich auf der Platte schon deutlich wohler gefühlt, konnte besser eingreifen.

Sie haben schon mehrfach gegen die ASG gespielt. Jetzt spielen Sie für sie. Was zeichnet die Mannschaft in Ihren Augen aus?

Wiencek: Wir haben eine sehr gute Deckung mit großen, starken Kerlen. In der Abwehr holst du die Punkte. Ein großer Vorteil der ASG ist auch, dass die Mannschaft seit Jahren zusammenspielt.

In Leichlingen haben Sie vorwiegend auf Linksaußen gespielt. Wie definieren Sie Ihre Rolle bei der Ahlener SG?

Wiencek: In Leichlingen lief es nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Zunächst habe ich auf Rückraum-Rechts gespielt, danach nur noch auf Linksaußen. Ich sehe meine Rolle aber klar im Rückraum. Dort fühle ich mich wohler. Darüber habe ich auch schon mit Sascha Bertow gesprochen. Ich bin für Halblinks oder die Mitte vorgesehen, das kommt mir gelegen. Aber wir haben so viele Spielzüge, da besetzt du im Rückraum ohnehin jede Position.

Am Freitag absolvieren Sie Ihr erstes Heimspiel. Was haben Sie sich dafür vorgenommen?

Wiencek: Auf jeden Fall die zwei Punkte, das ist mein Ziel. Wir haben zuletzt zweimal auswärts gewonnen. Natürlich wollen wir damit vor eigenem Publikum nicht aufhören. Ich freue mich auf das Spiel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6390788?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F
Preußen-Kapitän Schauerte im Interview: „Abstiegskampf ist fast zu wenig“
Julian Schauerte erwartet als Kapitän der Preußen eine Herkulesaufgabe in der Rückrunde.
Nachrichten-Ticker