Handball-Bezirksliga: GW Nottuln - Vorwärts Gronau
Jula Ebbert beweist Nervenstärke

Gronau -

„Die zweite Halbzeit kommt ja noch“, unkte Tine Hünteler, Trainerin der Bezirksliga-Handballerinnen von GW Nottuln. Ihr Team lag nach 30 Minuten gegen Vorwärts Gronau mit 9:13 zurück. Tatsächlich steigerten sich die Gastgeberinnen nach dem Seitenwechsel gewaltig und erzielten noch ein 22:22.

Montag, 04.03.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 18:14 Uhr
In der Schlussphase musste Vorwärts Gronau gut blocken, um noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.
In der Schlussphase musste Vorwärts Gronau gut blocken, um noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Foto: Klaus Schulte

Keine Körpersprache, in der Abwehr fast immer einen Schritt zu spät, im Angriff uninspiriert. Die Gastgeber waren zunächst von der Rolle. Ganz anders die Mannschaft von Trainer Johannes Braun : In der Abwehr hart zupackend, im Angriff wesentlich entschlossener, wenn auch nicht perfekt. „Wir konnten unseren Positionsangriff nicht druckvoll genug durchbringen, so fiel es schwer, sich gute Szenen zu erarbeiten. Wir profitierten dann von einer doppelten Überzahl und konnten uns zum 4:7 absetzen“, erläuterte Braun. Aber dennoch: Der Tabellenachte ließ erkennen, dass er viel mehr kann, als der derzeitige Tabellenplatz vermuten lässt. Die Gronauer Pausenführung ging in Ordnung.

Aber Nottuln steigerte sich. Mit Leidenschaft, hohem Tempo und der nötigen Aggressivität bekamen die Gastgeberinnen jetzt Zugriff. Auch ein Torhüterinnen-Wechsel zahlte sich für GWN aus. In der Nottulner Deckung wurde nun eingerückt, daraus ergaben sich Ballgewinne. Über die erste und zweite Welle konterten die Hünteler-Schützlinge und kamen eine Viertelstunde vor Schluss erstmals zum Ausgleich (17:17). „In der Phase stimmte die Abstimmung in der Deckung nicht immer. Vorne wurden die Bälle das ein oder andere Mal viel zu einfach vertändelt“, monierte Braun.

Die Schlussphase: packend, emotional. Nottuln ging erstmalig in Führung (49.; 21:20), vergab dann einen Strafwurf. Kurz vor Schluss keimte im Nottulner Lager noch einmal Hoffnung auf, als das 22:21 glückte. Der Gegenangriff wurde allerdings regelwidrig gestoppt.

Gronaus sichere Siebenmeterschützin Jula Ebbert traf auch zum siebten Mal vom Punkt und sorgte für den Ausgleich. In Unterzahl verteidigte GW Nottuln den „einen gewonnenen Punkt“ (Tine Hünteler).

„Diesen wichtigen Punkt haben wir uns sehr gut erarbeitet. Die Mannschaft hat auch in der kritischen Phase im zweiten Durchgang an sich geglaubt und alles gegeben“, bilanzierte Braun. Nun folgen für Vorwärts die noch wichtigeren Partien gegen die Kellerkinder aus Wettringen und Lengerich.

Vorwärts : Walfort, Krönke – Goeters 2, Wienandts, Nagelmann, Kuipers, Bruns, Hoffstaedte 2, Fischer 1, Koster 2, Kolk 4, Ebbert 11.

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