Handball: Landesliga
Rückkehr von Niklas Erpenbeck tut dem TV Friesen Telgte richtig gut

Telgte -

Der Regisseur ist wieder zurück, und das tut dem TV Friesen Telgte richtig gut. Der Landesligist hatte Niklas Erpenbeck schmerzlich vermisst. Der 25-Jährige hatte sich, auch wenn es ihm schwer gefallen ist, eine Auszeit genommen.

Mittwoch, 20.03.2019, 05:00 Uhr
Der Telgter Regisseur Niklas Erpenbeck hat anderthalb Monate auf Handball verzichtet.
Der Telgter Regisseur Niklas Erpenbeck hat anderthalb Monate auf Handball verzichtet. Foto: Aumüller

Wie wichtig Niklas Erpenbeck für den TV Friesen ist und wie schlecht der Handball-Landesligist auf ihn verzichten kann, hat der Regisseur am Samstagabend beim 35:26-Sieg gegen die SpVg Hesselteich bewiesen. Als Ballverteiler im mittleren Rückraum und später als vorgezogener Deckungsspieler in der 5:1-Formation war der 25-Jährige in den ersten 30 Minuten einer der auffälligsten Spieler.

„Ich denke, dass ich am Wochenende gezeigt habe, dass ich wieder da bin“, sagt Erpenbeck. „Vor zwei Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich eine Halbzeit durchspielen kann.“ Andert­halb Monate hat er alle Trainingseinheiten sausen lassen und in dieser Zeit nur in einem Match ausgeholfen. So lange habe er in seiner ganzen Karriere noch nicht pausiert, betont Erpenbeck. Ende Januar ist er wieder eingestiegen.

Prioritäten haben sich ein bisschen verschoben.

Niklas Erpenbeck

Der Telgter, der seit einigen Jahren in Münster wohnt, hat in den Wochen vorher am Schreibtisch gesessen. Fünf Jahre hatte er bei einer Versicherung gearbeitet, 2018 hat Erpenbeck ein Studium in Betriebswirtschaftslehre begonnen. „Ich bin im zweiten Semester und war in der ersten Prüfungsphase. Da haben sich die Prioritäten ein bisschen verschoben“, begründet er seine Handball-Auszeit.

Keine blöden Sprüche

Blöde Sprüche wegen seines Studien-Fleißes habe es nicht gegeben. „Ich habe großen Rückhalt vom Trainer und vom Team bekommen“, versichert der Spielmacher. Leicht ist ihm die selbst auferlegte Pause nicht gefallen. „Man will ja immer spielen und wir waren in einer Phase, in der es nicht ganz so rund lief. Da will man gerne helfen.“

In der Junioren-Bundesliga

Warum die Friesen als Tabellensechster den Erwartungen hinterherhinken, weiß Erpenbeck nicht. „Mir fällt kein Grund ein. Einen so guten Kader wie jetzt hatten wir schon lange nicht mehr in Telgte. In einigen Spielen fehlte auch das nötige Quäntchen Glück. Die Chemie in der Mannschaft stimmt auf jeden Fall.“

Bis auf einen dreijährigen Abstecher hat Erpenbeck immer beim TV Friesen gespielt. In der B-Jugend und in den zwei Jahren A-Jugend trug Erpenbeck das Trikot des ASV Senden. In der U 19 hatte es die Truppe jeweils in die höchste Klasse geschafft: erst in die Regionalliga und dann in die neu gegründete Junioren-Bundesliga. „Das war schon einmalig, das war eine coole und schöne Zeit“, erinnert sich der Mittelmann.

Auszeit hat sich gelohnt

Mit den Friesen „wollen wir in der nächsten Saison neu angreifen“ sagt Erpenbeck. Er hat schon verlängert. „Ich habe in den Gesprächen aber gesagt, dass es sein kann, dass ich in der Klausuren-Phase wieder aussetze.“ Er wolle es dann aber so regeln, dass „ich nicht komplett raus bin, sondern vielleicht einmal pro Woche trainiere“.

Die Auszeit in diesem Winter hat sich zumindest gelohnt. „Die Prüfungsnoten liegen durchschnittlich im Zweier-Bereich“, sagt Niklas Erpenbeck. „Damit bin ich super zufrieden.“

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