Handball: Bezirksliga
Mieses Bauchgefühl: SG Sendenhorst unterliegt Schlusslicht Roxel mit 19:36

Roxel/Sendenhorst -

Die Handballer der SG Sendenhorst haben beim Nachholspiel gegen Tabellenschlusslicht BSV Roxel eine bittere 19:36 (9:16)-Auswärsniederlage einstecken müssen. Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich langsam zu.

Mittwoch, 20.03.2019, 19:02 Uhr
Mathias Grabowski und seine Teamkollegen erlitten im Abstiegsduell mit dem BSV Roxel Schiffbruch.
Mathias Grabowski und seine Teamkollegen erlitten im Abstiegsduell mit dem BSV Roxel Schiffbruch. Foto: R. Penno

Auch, wenn in unserer schnelllebigen Zeit oftmals nur noch wenig Zeit für echte Gefühle bleibt: Das Bauchgefühl, das lässt sich nicht aus der Welt schaffen. Wer heute mit der Expertise Bauchgefühl egal wo vorstellig wird, kann mit Sympathie und Vertrauensvorschuss rechnen. Dann und wann flitzt es in die Köpfe und richtet dort allerlei interessante Dinge an. Wenn alles glatt läuft, ist das Bauchgefühl unser innerer Kompass für nachhaltiges Handeln. Nur: Was tun, wenn es eigentlich keine Handlungsoptionen gibt?

Es war Mitte der ersten Halbzeit, als sich Sendenhorsts Trainer Frank Stob-Schlögl und Betreuer Niklas Fröhlich anschauten. Ein kurzer, vielsagender Blick, dann gestand Stob-Schlögl: „Mein Bauchgefühl, das hat sich schlagartig geändert.“

Mit unserer Wurfquote würden wir auch in der Kreisliga Probleme bekommen.

Niklas Fröhlich

Eigentlich, das sagt Fröhlich, hatten beide eher ein gastritisches Hoch, als sie mit der guten Leistung vom Wochenende zum Keller-Duell nach Roxel reisten. Nach 15 Spielminuten begann die Partie aber einen Verlauf anzunehmen, von dem beide nur ahnen konnten, dass er schnurstracks in einen Abgrund des Grauens führen sollte. Mit einem 9:16-Rückstand gingen beide Teams in die Pause. Am Ende hatten sich die Sendenhorster von einer der schlechtesten Angriffsreihen der Liga satte 36 Gegentreffer einschenken lassen. Nur 19 Mal trafen sie selbst ins Tor. Wurfquote: Unter 40 Prozent. „Damit würden wir selbst in der Kreisliga Probleme bekommen“, gestand Fröhlich beim Blick auf das gruselige Zahlenwerk.

Einige Tiefpunkte hatten er und Stöb-Schlögl im Laufe der Saison schon hinnehmen müssen. Die Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht aber dürfte der tiefste aller Tiefpunkte gewesen sein. „Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte“, sagte der SG-Betreuer kapitulierend.

Nur zu Beginn ein angemessener Gegner

Nur zu Beginn der Partie hatten es die Gäste aus Sendenhorst geschafft, ein angemessener Gegner zu sein, danach verkrampften sie wie ein Absteiger, der seine Ohnmacht erkennt und das böse Ende vor Augen hat. Von 9:10 ließen sie den BSV auf 9:16 davonziehen.

„Normalerweise kommen wir über unsere starke Deckungsformation“, sagte Fröhlich, und räumte ein: „Da ist uns gegen Roxel aber nichts gelungen.“ Auf der Gegenseite fanden 18 von 19 Tempogegenstößen ihr Ziel.

Blick schnell nach vorn gerichtet

„Wir haben diese zwei Gesichter. Wenn ich an die Spiele gegen Sparta (21:21) und Everswinkel (20:22) denke, dann waren das gute Auftritte“, sucht Fröhlich nach Erklärungsansätzen. „Vielleicht ist es einfach zu viel Druck für das junge Team.“

Schnell justierte er den Tunnelblick weg vom Scherbenhaufen nach vorn. Damit neben dem flauen Bauchgefühl nicht auch noch Übelkeit und Kopfschmerzen hinzukommen, fordert Fröhlich: „Wir müssen uns mental schnell fangen und am Wochenende gegen Recke wieder unser anderes Gesicht zeigen.“ SG-Tore: Smykalla (2), Goehausen (5/5), Neumann (2), Königsmann (2), Westmeier (5), Specht (1), Grabowski (2).

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