Handball: Interview mit Heribert Wiegers
„Ich habe mit der Ahlener SG unvergessliche Momente erlebt“

Ahlen -

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert hört Heribert Wiegers als Betreuer der Ahlener SG auf. Der 59-Jährige hat aber noch einem anderen Verein sein Herz geschenkt. Dem widmet sich Heribert Wiegers künftig verstärkt.

Donnerstag, 25.04.2019, 16:55 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 17:00 Uhr
Wenn der Vater mit den Söhnen... Gemeinsam mit Björn (Mitte) und Kevin feierte Heribert Wiegers (links) vor drei Jahren den Aufstieg der Ahlener SG in die 3. Liga.
Wenn der Vater mit den Söhnen... Gemeinsam mit Björn (Mitte) und Kevin feierte Heribert Wiegers (links) vor drei Jahren den Aufstieg der Ahlener SG in die 3. Liga. Foto: René Penno

Nach mehr als 25 Jahren als Betreuer der Ahlener SG hört Heribert Wiegers am Saisonende auf. Gemeinsam mit WN-Redakteur Cedric Gebhardt blickte der 59-Jährigen auf zweieinhalb Jahrzehnte zurück.

Herr Wiegers, am Freitag dürfte es emotional werden. Werden Sie ein paar Taschentücher einpacken?

Wiegers: Oh ja, es wird emotional. Ich bin ja nah am Wasser gebaut. Vielleicht packe ich für die Tränen lieber gleich ein Handtuch ein.

Wenn Sie der Abschied so schmerzt, warum gehen Sie dann?

Wiegers: Ich finde, man sollte aufhören, wenn es noch Spaß macht. Ich mache das jetzt seit mehr als 25 Jahren und der Aufwand war und ist mitunter sehr groß. Außerdem haben meine Jungs, Kevin und Björn, auch allmählich aufgehört, da habe ich mir gedacht, für mich wird es auch Zeit.

Ein Vierteljahrhundert bei der ASG – was waren in dieser Zeit die schönsten Momente?

Wiegers: Die absoluten Highlights waren natürlich die beiden Aufstiege. 1999 der Aufstieg gegen Bad Salzuflen in die 2. Bundesliga und 2016 in Gladbeck der Sprung in die 3. Liga gemeinsam mit meinen beiden Söhnen. Das sind für mich unvergessliche Momente. Und dann die Spiele im DHB-Pokal: Magdeburg, Flensburg und Kiel – sie sind alle hier gewesen.

Gab es in all der Zeit auch Dinge, auf die Sie gerne verzichtet hätten?

Wiegers: Ganz ehrlich, da fällt mir nichts ein. Ich bin immer mit allen gut ausgekommen. Die Spieler und Trainer haben mich alle fair behandelt. Nur mit den Schiedsrichtern hatte ich hin und wieder mal Stress.

Was machen Sie künftig mit all der freien Zeit, wenn Sie kein Betreuer der ASG mehr sind?

Wiegers: In all den Jahren war ich nicht nur ASG-Fan, sondern auch Anhänger der Borussia vom Niederrhein. Nur konnte ich nicht häufig zu Spielen, weil sich das mit unseren Partien überschnitten hat. Für die nächste Saison habe ich mir eine Dauerkarte zugelegt. Ich bin also künftig regelmäßig in Mönchengladbach im Stadion. Das war bisher nicht möglich. Zu Zweitliga-Zeiten war ich sogar täglich in der Halle. Zum Glück hatte ich in all den Jahren die Rückendeckung meiner Frau Ellen. Die habe ich auch demnächst für die Besuche beim Fußball. Zu Hause warten außerdem Haus und Garten auf mich. Langweilig wird mir also ganz bestimmt nicht.

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