Handball: 3. Liga West
Adios amigos: Sieben Abschiede für Ahlener SG gegen den Leichlinger TV

Ahlen -

Mit einem Erfolgserlebnis im letzten Heimspiel der Saison möchte sich die Ahlener SG von ihren Fans verabschieden. Adieu sagen zudem fünf Spieler und zwei Betreuer. Ein anderer Spieler macht doch noch weiter.

Donnerstag, 25.04.2019, 16:55 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 16:20 Uhr
Zwei bleiben, zwei gehen: Während Björn Wiegers (li.) und Ferdi Hümmecke (3. v.l.) auch in der neuen Saison für die ASG am Kreis spielen, verabschieden sich Torwart Andreas Tesch und Rückraum Kim Voss-Fels (rechts).
Zwei bleiben, zwei gehen: Während Björn Wiegers (li.) und Ferdi Hümmecke (3. v.l.) auch in der neuen Saison für die ASG am Kreis spielen, verabschieden sich Torwart Andreas Tesch und Rückraum Kim Voss-Fels (rechts). Foto: René Penno

Der letzte Eindruck ist oft der, der hängen bleibt. Weil das so ist, möchte sich die Ahlener SG am Freitagabend (19.30 Uhr) möglichst mit einem Heimsieg gegen den Leichlinger TV von ihren Fans verabschieden.

„Ich hoffe, dass wir unseren letzten Auftritt vor eigenem Publikum in dieser Saison positiver gestalten als die beiden davor“, sagt Thomas Lammers . Der Sportliche Leiter des Drittligisten erinnert sich nur ungern an die 24:32-Niederlage gegen Schalksmühle-Halver und die 23:39-Klatsche gegen die HSG Krefeld .

Fünf Spieler und zwei Betreuer sagen ade

„Gegen einen Gegner wie Krefeld kannst du ja verlieren und auch hoch verlieren, aber du darfst dich nicht so aus der eigenen Halle schießen lassen“, konstatiert Lammers. Gegen Leichlingen soll sich die Mannschaft wieder von ihrer Schokoladenseite präsentieren. Und das aus gutem Grund: Denn es gilt, sich nicht nur von den Anhängern, sondern auch von einigen, zum Teil langjährigen Wegbegleitern zu verabschieden.

So sagen Kim Voss-Fels , Kai Bekston , Dimitry Stukalin, Andreas Tesch und Torben Voigt der ASG adieu. Mit den Betreuern Heribert Wiegers und Werner Salewsky gehen zudem zwei treue Seelen. Für beide stehen Nachfolger bereit, die aber noch nicht bekanntgegeben werden. Noch nicht verabschiedet wird hingegen Björn Wiegers , der seine Karriere ursprünglich nach dieser Serie beenden wollte.

Wiegers bleibt Stand-by-Kreisläufer

„Es war sein Wunsch, als Sportler abzutreten und nicht humpelnd und angeschlagen“, erläutert Lammers. Das bestätigt auch Wiegers: „Mein primäres Ziel ist es, richtig fit zu werden, um mich würdig zu verabschieden.“ Heißt: „Otzi“ wird auch in der neuen Saison als Stand-by-Kandidat zum Kader gehören und neben Ferdi Hümmecke und Zugang Philipp Dommermuth als Kreisläufer Nummer drei fungieren.

Die Duell-Bilanz beider Teams.

Die Duell-Bilanz beider Teams.

Wiegers soll sich nach seinem Innenband-, Kreuzband- und Außenmeniskusriss die nötige Zeit zur Genesung nehmen, um bei seiner Abschiedsvorstellung noch mal in gesundheitlich guter Verfassung auf der Platte zu stehen. Das wird noch etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. „Das ist auch ein bisschen ärgerlich, denn dann muss ich wieder die anstrengende Vorbereitung mitmachen“, flachst Wiegers. Gleichwohl ist er froh, künftig als Backup am Kreis weiterhin Teil des Teams zu sein.

Voigt wechselt nach Hemer

Jungspund Torben Voigt, der zuletzt am Kreis die verletzten Wiegers und Hümmecke vertreten hatte, zieht es indes zum HTV Hemer. „Da wir mit Philipp Dommermuth einen erfahrenen Mann geholt haben und Lukas Hinterding künftig zum erweiterten Kader zählt, war die Tür für Torben praktisch zu. Er hätte nächste Saison wohl deutlich weniger Einsatzzeiten erhalten“, erörtert Thomas Lammers die Beweggründe des 18-Jährigen, der ASG den Rücken zu kehren.

Neben Lukas Hinterding zählen auch Torwart Jonas Hüsken und Rechtsaußen Nico Horn in der nächsten Saison zum erweiterten Kader. „Mit Tobias Filthaut, der sowohl Linkshänder ist als auch über die nötige Statur verfügt, haben wir auch noch einen A-Jugendlichen auf dem Zettel. Wenn seine Entwicklung so weitergeht, ist er einer, den wir ebenfalls hochziehen können“, zeigt der Sportliche Leiter dem talentierten Rückraum-Rechten eine Perspektive auf.

Noch zwei vakante Kaderplätze

In der Gegenwart möchte Lammers wiederum noch zwei Planstellen im neuen Aufgebot schließen. Sowohl auf Linksaußen als auch auf Halbrechts sieht Lammers die Ahlener SG bei den Verhandlungen auf der Zielgerade. „Ich hoffe, dass wir das in diesem Monat noch abhandeln können, damit wir einen Haken hinter die Kaderplanung machen können“, so Lammers.

Zuvor aber wünscht er sich noch eine starke Leistung und einen Heimsieg gegen Leichlingen. Das wären dann gute Voraussetzungen für die Saison-Abschlussparty, die im Anschluss an die Begegnung einmal mehr mit den Fans im Foyer der Friedrich-Ebert-Halle steigt. Das letzte Kapitel der Saison steht dann am Samstag, 4. Mai, bei GWD Minden 2 (19 Uhr) an.  

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