Handball: Landesliga
Vorwärts verbockt den Saisonstart

Gronau/Hesselteich -

Das ist heftig, das ist bitter. Die Handballer von Vorwärts Gronau haben ihr Saisonauftaktspiel bei der SpVg. Hesselteich-Siedinghausen voll in den Sand gesetzt. Während die Gastgeber euphorisch („Oh, wie ist das schön“) ihren 27:19-Heimsieg feierten, gingen bei den Gronauern die Köpfe nach unten.

Samstag, 14.09.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 15:56 Uhr
Marius Schmidt erzielte den ersten Saisontreffer für Vorwärts Gronau. Doch bei der 19:27-Niederlage in Versmold gegen die SpVg. Hesselteich-Siedinghausen enttäuschten die Blau-Weißen am Freitagabend gewaltig.
Marius Schmidt erzielte den ersten Saisontreffer für Vorwärts Gronau. Doch bei der 19:27-Niederlage in Versmold gegen die SpVg. Hesselteich-Siedinghausen enttäuschten die Blau-Weißen gewaltig. Foto: Stefan Hoof

Immerhin hatten sich die Blau-Weißen durchaus Chancen ausgerechnet, beim mutmaßlichen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt etwas mitzunehmen. Mit einer derartigen Klatsche hatte niemand gerechnet.

Wochen, nein monatelang hatten sich die Vorwärtsler auf diese Partie vorbereitet. Doch was der Vorjahresaufsteiger dann in der Arena in Versmold zu bieten hatte, war herzlich wenig. Insbesondere das Versagen nach dem Seitenwechsel wirft Fragen auf. Relativ früh war die Partie entschieden. Vorwärts war nicht in der Lage, sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Nur wenige Spieler erreichten Normalform, auch die Korrekturen von der Seitenlinie verpufften.

Co-Trainer Theo Nagelmann führte genau Buch, bei der Anzahl der Fehlwürfe und technischen Fehler – insgesamt weit über 30 – dürfte ihn das Grauen gepackt haben. Auf Trainer Adam Fischer wartet reichlich Arbeit.

Die Gastgeber fanden zwar vor 160 Zuschauern besser ins Spiel, doch mit dem vierten Angriff verzeichneten auch die Gronauer ihr erstes Erfolgserlebnis dieser Saison. Marius Schmidt und wenig später sein Bruder Lennard glichen bis zur 8. Minute zum 2:2 aus. In der 13. Minute führten die Fischer-Schützlinge erstmalig, als Chris Walter nach einem abgewehrten Strafwurf rasch reagierte und den Nachwurf verwertete.

So weit, so gut. Niemand erwartet Wunderdinge am ersten Spieltag. Aber für den sechsten Treffer benötigten die Gronauer neun Minuten. Die Fehlwurfquote war zu hoch, es mangelte an Spielwitz und Tempo, um die Hausherren zu überraschen. „Aber elf Gegentore in dreißig Minuten, das ist okay“, durfte Fischer zumindest damit einverstanden sein. So erlaubte der 9:11-Pausenrückstand noch Hoffnungen.

Aber was auch immer sich die Vorwärtsler für den zweiten Durchgang vorgenommen haben – die Umsetzung gelang nicht. Hesselteich vergrößerte seinen Vorsprung, ohne überragend zu spielen. Auch zwei von Sebastian Klaas beim Stand von 16:12 abgewehrte Siebenmeter lösten keinen Umschwung aus. Dabei waren noch zwanzig Minuten zu spielen. Sang- und klanglos ergab sich Vorwärts. 20:14, 21:14, 22:14, 23:14 (53. Min.) – es wurde immer bitterer für die Gäste. Längst feierten die heimischen Fans, Vorwärts war an diesem Abend kein ernsthafter Gegner.

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