Handball: Herren-Landesliga
Vorwärts Gronau kassiert Klatsche beim Schlusslicht

Gronau -

Freie Fahrt für das Oktoberfest. Doch der Preis, den die Handballer von Vorwärts Gronau dafür bezahlen müssen, ist hoch. Die Tabellensituation in der Landesliga bleibt angespannt, hat sich sogar verschärft.

Montag, 21.10.2019, 13:26 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 13:28 Uhr
Vorwärts Gronaus Nummer elf, Joscha Lenting, steuerte zwar drei Treffer bei. Doch damit war die Klatsche in Hamm nicht zu verhindern. Beim bisherigen Schlusslicht unterlag Vorwärts – mit elf Treffern Differenz.
Vorwärts Gronaus Nummer elf, Joscha Lenting, steuerte zwar drei Treffer bei. Doch damit war die Klatsche in Hamm nicht zu verhindern. Beim bisherigen Schlusslicht unterlag Vorwärts – mit elf Treffern Differenz. Foto: Stefan Hoof

Ausgerechnet beim bisherigen Schlusslicht ASV Hamm-Westfalen 3 kassierten die Gronauer eine empfindliche 24:35 (14:17)-Niederlage. Damit rückt auch Hamm den Vorwärtslern bis auf einen Punkt auf den Pelz.

Die Partie war auf Wunsch von Vorwärts Gronau vorverlegt worden, den neuen Termin gaben die Gastgeber vor. Eine Steilvorlage für den ASV, der seine 3. Mannschaft an diesem Freitagabend gut zu verstärken wusste. „Das konnte man ahnen, dass es so kommt“, erklärte Trainer Fischer . Er hatte sogar seinen lange geplanten Urlaub noch ein wenig verkürzt und eine frühere Fähre von Ameland zurück genommen, um in Hamm zu coachen.

„Es waren zwei, drei Kräfte aus der Oberliga dabei, die haben uns richtig zugesetzt“, erklärte Fischer. „Zwei Mann machen allein 23 Buden“, sagte er. „Aber meine Mannschaft selbst hat die Prioritäten mit dem Wunsch nach Spielverlegung so gesetzt.“

Dabei passte es zunächst. „In den ersten zwanzig Minuten haben wir richtig guten Handball gespielt“, war den Blau-Weißen ein prima Auftakt geglückt. „Aber dann führen einige Unaufmerksamkeiten zu Kontern. Hamm erwischt so einen 5:0-Lauf. Statt einer Führung liegen wir danach mit vier zurück“, schilderte Fischer.

Und das war es eigentlich. Vorwärts war aus der Spur, die Gastgeber hielten auch über den Seitenwechsel hinaus ihren Vorsprung (20:15, 25:19). „Da hat meine junge Mannschaft auch wieder Lehrgeld bezahlt“, erkannte Fischer. In den letzten zehn Minuten wurde es dann richtig bitter, als Hamm von 27:22 auf 35:24 erhöhte. „An der Kondition liegt es nicht. Das beweisen wir ja auch zu Hause. Aber wir lassen uns durch Kleinigkeiten zu sehr aus dem Tritt bringen, beschäftigen uns dann zu sehr mit Nebensächlichkeiten“, meinte Fischer, der aber dennoch nach weiteren Erklärungen für den eklatanten Unterschied in Heim- und Auswärtsspielen suchen wird.

Erneut kehrte der Vorjahresaufsteiger mit leeren Händen von einem Auswärtsspiel zurück – zum dritten Mal in der noch jungen Saison. Parallelen zum ebenfalls deutlich verlorenen Auftaktspiel in Hesselteich, das ebenfalls an einem Freitagabend stattfand, wollte Fischer aber nicht ziehen. „Aber zur Niederlage in Werther. Damals fiel Christoph Hockenbrink aus, jetzt Jan Stienemann. Und erneut hatten wir auf dem Hinweg eine Reifenpanne.“

Somit war es für die Gronauer wieder „ein gebrauchter Tag“. Und Adam Fischer weiß: „Auswärtsspiele an einem Freitagabend brauche ich nicht mehr.“

Gut für ihn und sein Team, dass nun vier Heimspiele in Serie folgen – und ein Oktoberfest.

Es spielten: Klaas, Hockenbrink – M. Schmidt 5/1, Wensing 1, Visschedyk 1, Woltering 5, Woschkowiak 1, Boeing 2, Ibing 2, Lenting 3, Walter 4/3, Nagelmann

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7013679?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F
Das „Hansator“ gewinnt an Fahrt
Im Dezember sollen die Hochbauarbeiten für das Projekt „Hansator“ beginnen.
Nachrichten-Ticker