Handball
Kreisliga wird zur Bezirksklasse

Sendenhorst/Drensteinfurt -

Die Handballkreise Münster und Euregio-Münsterland treffen sich am 20. Dezember in Ladbergen, um zu fusionieren. Die Auswirkungen auf die heimischen Teams werden eher gering sein. Geplant sind allerdings Namensänderungen der Spielklassen, um diese aufzuwerten.

Mittwoch, 11.12.2019, 20:00 Uhr
Die Auswirkungen der Fusion werden sich für die HSG-Handballteams in überschaubaren Grenzen halten.
Die Auswirkungen der Fusion werden sich für die HSG-Handballteams in überschaubaren Grenzen halten. Foto: Kay Siemund

Am heutigen Freitag treffen sich um 18.30 Uhr die Delegierten aus den Handballkreisen Münster und Euregio-Münsterland in der Lönshalle in Ladbergen zur Fusionsversammlung. Wenn alles wie geplant läuft, wird die Verschmelzung zu einem riesigen Handballkreis Münsterland mit fast 60 Vereinen und etwa 500 Mannschaften führen, der sich von Sassenberg über Ascheberg und Münster bis nach Coesfeld, Vreden und Ibbenbüren erstreckt. Daniel Hooge wird sich als Vorsitzender zur Wahl stellen, Eduard Janning als sein Stellvertreter. Insgesamt stehen 14 Punkte auf der Tagesordnung.

„Der demografische Wandel und die Ganztagsschulen haben dazu geführt, dass weniger Kinder in die Hallen kommen“, nennt Christian Maaß einen wichtigen Grund für die Zusammenlegung zahlreicher Staffeln im Nachwuchsbereich. „Überall wird nachjustiert.“ Schon in der laufenden Saison gebe es zahlreiche bunt gemischte Spielklassen – auch bei den Erwachsenen.

An deren Zusammensetzung werde sich für 2020/21 kaum etwas verändern. „Aber wir wollen die Ligen durch Namensänderungen aufwerten“, so der Vorsitzende der Technischen Kommission (TK). Dies könnte bedeuten, dass die beiden Kreisligen unterhalb der Bezirksliga zukünftig Bezirksklassen heißen und die 1. Kreisklasse in Kreisliga umbenannt wird. Entsprechend könnte mit den Ligen darunter verfahren werden. „Wobei wir die Meldungen und Mannschaftszahlen abwarten müssen.“

„Die Auf- und Abstiegsregelung bleibt bestehen“, so Maaß weiter. „Wir können ja nicht jedes Jahr etwas an den Spielklassen verändern.“ Hintergrund: 2016 hatte der Handballverband Westfalen beschlossen, die zwischengeschaltete Bezirksebene abzuschaffen und die Bezirksligen in die Verantwortung der verschiedenen Kreise zu übergeben. Seinerzeit hatte es in Folge dessen vermehrte Auf- und Abstiege gegeben. Davon ist diesmal nach Auskunft von Christian Maaß keine Rede.

„Da ja immer mehr Mannschaften wegbrechen, stehen wir der Fusion der beiden Handballkreise sehr positiv gegenüber“, sagt Carsten Gburek, der neue Handball-Abteilungsleiter bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. „Ich gehe davon aus, dass die Einteilung der Ligen so passend vorgenommen wird, dass sich die Fahrzeiten nicht wesentlich erhöhen. Bislang hält sich das für uns im Rahmen.“

„Den großen Erfolg der Fusion kann ich noch nicht sehen“, sagt Andreas Krause. „Die Fahrten für die Jugendmannschaften sind teilweise weiter geworden. Eine Namensänderung allein ist sicher noch keine Aufwertung der Spielklassen. Aber vielleicht muss sich das Ganze auch erst einspielen“, ist der Handball-Abteilungsleiter beim TV Friesen Telgte aber durchaus bereit, den Veränderungen im Kreis die nötige Zeit einzuräumen, damit sie ihre Wirkung in voller Breite entfalten können.

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