Handball: 3. Liga Nord-West
Trauer um ASG-Keeper Andreas Tesch

Ahlen -

Diese Nachricht hinterlässt nichts als Bestürzung und Fassungslosigkeit: Die Ahlener Handball-Gemeinde trauert um ASG-Keeper Andreas Tesch. Der 31-Jährige hatte am Donnerstagabend zunächst normal trainiert. Anschließend war er noch in der Halle aus bisher ungeklärter Ursache zusammengebrochen und konnte auch im Warendorfer Krankenhaus nicht mehr gerettet werden.

Samstag, 04.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 12:10 Uhr
So wird ihn die Ahlener Handball-Szene in bester Erinnerung behalten: Andreas Tesch nach einer seiner Paraden. Der ASG-Keeper verstarb völlig überraschend.
So wird ihn die Ahlener Handball-Szene in bester Erinnerung behalten: Andreas Tesch nach einer seiner Paraden. Der ASG-Keeper verstarb völlig überraschend. Foto: Rene Penno

Seine Teamkameraden aus der Drittliga-Mannschaft, Trainer und Funktionäre des Vereins stehen unter Schock. ASG-Trainer Sascha Bertow berief noch am Freitagabend ein Treffen ein, um das Erlebte zu verarbeiten. Die für kommenden Freitag, 11. Januar, vorgesehene Partie gegen die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach soll verlegt werden.

Mit Andreas Tesch verlieren die Ahlener nicht nur einen langjährigen Leistungsträger, sondern vor allem einen guten Freund. 2015 war er vom Oberligisten VfL Gladbeck an die Werse gekommen und hatte ab da das Ahlener Publikum immer wieder mit Topleistungen begeistert. 2016 feierte er mit der Mannschaft den Aufstieg in die 3. Liga.

Die vergangene Saison sollte für ihn eigentlich die vorerst letzte sein. Im Mai, kurz vor seinem vorläufigen Abschied, sprach er voller Vorfreude von einem nun beginnenden, neuen Lebensabschnitt. Er hatte gerade gebaut, das erste Kind war unterwegs. Auch in diesem Telefonat war „Teschi“ so, wie man ihn in Ahlen kennengelernt hatte: freundlich, humorvoll, bescheiden und stets zu einem lockeren Spruch aufgelegt. Attribute, mit denen er sich in der Handball-Szene, aber eben auch bei uns in der Sportredaktion einen hervorragenden Ruf erarbeitete.

Den bestätigte er erneut, als ihn seine Mannschaft im Abstiegskampf brauchte. Schon in der Partie gegen Hagen hatte er sich bereitwillig auf die Bank gesetzt, hatte auch danach weiter mittrainiert, um mit seiner Erfahrung für Stabilität zu sorgen.

Andreas Tesch hinterlässt eine Frau und ein Kind.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7170030?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F
Nachrichten-Ticker