Handball: Herren-Bezirksliga
An der Grenze des Zumutbaren - SVE Dolberg gewinnt bei TV Werne

Dolberg -

Gleich zwei positive Dinge nimmt Andreas Schwartz aus der Partie gegen den TV Werne mit. Nummer eins: Seine Dolberger haben zwei Punkte eingefahren und die Spitzenposition verteidigt. Nummer zwei: Sie haben eine neue Sportart erlernt. Denn Handball war es nicht, was der SVE eine Halbzeit lang spielte.

Sonntag, 12.01.2020, 18:43 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 19:10 Uhr
Sebastian Supenkamp und die SVE-Herren bekamen es in Werne gleich mit zwei Gegnern zu tun: dem TVW und dem rutschigen Hallenboden. Von beiden ließen sie sich am Ende aber nicht aus der Ruhe bringen und gewannen.
Sebastian Supenkamp und die SVE-Herren bekamen es in Werne gleich mit zwei Gegnern zu tun: dem TVW und dem rutschigen Hallenboden. Von beiden ließen sie sich am Ende aber nicht aus der Ruhe bringen und gewannen. Foto: Lars Gummich

Dafür konnte die Eintracht aber rein gar nichts. Vielmehr lag es an den Gegebenheiten vor Ort, namentlich dem ultrarutschigen Hallenboden, der ein normales Spiel mit den üblichen, schnellen Richtungswechseln unmöglich machte. „Das war für mich an der Grenze des Zumutbaren. Wir mussten eine komplett andere Sportart erlernen. Mit Handball hatte das jedenfalls gar nichts zu tun“, schimpfte Schwartz hinterher.

Dem Gegner machte er dabei aber keinerlei Vorwurf, sondern dem Hallenträger. „Die Gegebenheiten vor Ort sind so. Es wird einfach nichts daran gemacht. Und die Jungs aus Werne, übrigens eine tolle Truppe, müssen damit in jedem Training klarkommen. Deshalb tun sie mir einfach nur Leid“, so der SVE-Coach.

SVE braucht lange, um sich an die Gegebenheiten anzupassen

Dessen Truppe tat sich unter diesen Umständen noch schwerer als ohnehin erwartet, lag zunächst mit 2:5 (7.) und 4:10 (14.) zurück. „Völlig verdient“, wie Schwartz betonte. Denn natürlich habe seine Mannschaft einige Minuten gebraucht, um die „neue“ Sportart zu erlernen. Andererseits habe sie sich aber auch zu sehr mit Lamentieren über die Gegebenheiten aufgehalten.

Nach der Umstellung auf eine 5:1-Deckung lief es schon etwas besser. Als die Dolberger dann noch verstanden hatten, dass sie mit feiner Technik nicht zum Ziel kommen würden, sondern stattdessen mit Sprung- und Schlagwürfen sowie über die erste und zweite Welle agieren mussten, kamen sie wieder in Reichweite. Zur Pause lagen sie nur noch mit 11:14 zurück.

Zwei Vier-Tore-Läufe bringen die Wende

Direkt danach drehten sie mit einem Vier-Tore-Lauf zum 15:14 (37.) die Partie. Die blieb zwar knapp, doch waren die Gäste nun meistens in Führung und zogen kurz vor dem Ende mit einem weiteren Vier-Tore-Lauf zum 24:19 (53.) vorentscheidend davon.

Die zwei Punkte aus dem „Schweinespiel“ (Schwartz) nahmen sie also mit. Ebenso die Erkenntnis, auch unter solchen Umständen erfolgreich sein zu können. „Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie spätestens ab der 35. Minute den Hebel umgelegt haben“, lobte Andreas Schwartz. Das nun folgende freie Wochenende kann seine Mannschaft ganz entspannt verfolgen.

SVE Dolberg: Muer, Mächling – Schlieper (2), Heißt, Westhues (2), Krabus, Schröer, Lodenkemper (1), Brentrup (7), Heising (9), Supenkamp (6/3), Griese (1).

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