Handball: Bezirksliga
Bieletzki und Ahmann bleiben Trainer der HSG Hohne/Lengerich

Lengerich -

Die HSG Hohne/Lengerich hat Klarheit in Trainerfragen geschaffen. Das betrifft sowohl die in der Bezirksliga spielende Männermannschaft als auch die Frauen, die ebenfalls in der Bezirksliga zu Hause sind.

Dienstag, 14.01.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 17:49 Uhr
Daniel Bieletzki trainiert auch in der kommenden Saison die HSG-Männer.
Daniel Bieletzki trainiert auch in der kommenden Saison die HSG-Männer. Foto: Mareike Stratmann

Die HSG Hohne /Lengerich hat Planungssicherheit für die kommende Saison. Wie Friedrich-Wilhelm Blömker gestern mitteilte, werden Daniel Bieletzki und Daniel Ahmann Trainer der ersten Herren- und der Damen-Mannschaft bleiben. Auch Co-Trainer Dennis Suhre wird Bieletzki weiter als rechte Hand zur Seite stehen. „Alle drei wollen mit uns die Zukunft gestalten“, gab der HSG-Vorsitzende bekannt.

Es ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, der sich die drei Übungsleiter stellen. Denn die HSG steht vor ähnlichen Problemen wie manch anderer Handballverein in der Region. Es wird zusehends schwerer, Nachwuchs zu generieren – trotz aller Bemühungen. „Sie stehen nicht gerade an jeder Hausecke“, räumt Blömker ein. Die HSG hat angesichts der Engpässe schon einige Hebel in Bewegung gesetzt. Sie ist in Schulen vorstellig geworden und führt in regelmäßigen Abständen Trainingseinheiten in Kooperation mit den Lehranstalten durch, doch die Resonanz bleibt überschaubar.

Bieletzki und Ahmann wollen umso mehr dafür kämpfen, diesem Trend entgegenzuwirken. Bieletzki hatte vor Weihnachten erklärt, er werde die Pause nutzen, um einen Entschluss zu fassen. Jetzt lässt er anklingen, welche Faktoren ihm bei seiner Entscheidungsfindung wichtig waren: „Dass ich dem Handball in irgendeiner Funktion erhalten bleibe, war klar. Ich wollte jedoch abwägen, wie das mit meiner familiären und beruflichen Situation vereinbar ist“, erläutert der am Hannah-Arendt-Gymnasium unterrichtende Familienvater.

Er hat die Zeit genutzt und eine Lösung gefunden. Eine Entscheidungshilfe war für ihn das eindeutige Votum in Vorstandskreisen und die Fürsprache der Mannschaft. Die hat ein klares Signal gesendet, die Zusammenarbeit mit ihm über die Saison hin­aus fortzusetzen. „Es ist eine Entscheidung, die auf Gegenseitigkeit beruht“, sagt der Coach, was nichts anderes heißt, dass er der Mannschaft Vertrauen entgegenbringt und sie es ihm in gleicher Weise zurückzahlt.

Ein weiterer Ansporn für ihn war, dass er „mit einem gut bestückten Kader“, sagt Bieletzki, in die neue Saison gehen werde. Freilich weiß er, dass er und seine Mannschaft eine längere Durststrecke überstehen müssen, um dorthin zu kommen. Denn aktuell ist der Kader aufgrund schwerwiegender Verletzungen einiger Akteure arg ausgedünnt. Da zudem der eine oder andere Spieler an Wochenenden beruflich eingespannt ist, kann es so passieren wie am vergangenen Wochenende in Hiltrup, als die HSG keine Wechseloption hatte.

In dieser Hinsicht werden die Sorgen im weiteren Saisonverlauf nicht kleiner. So hat sich inzwischen herausgestellt, dass es sich bei der Verletzung, die sich Jan Blömker zugezogen hat, um einen Achillessehnenriss handelt, weshalb der Rückraumakteur auf unabsehbare Zeit ausfallen wird. Und da sich auch die Rückkehr von Alexander Dubs, der auf einen MRT-Termin zwecks Abklärung seiner Schulterverletzung wartet, und Janik Dorroch nach einem Bänderriss im Fußgelenk monatelang hinziehen wird, könnte der weitere Verlauf der Rückrunde in der Handball-Bezirksliga zu einem Ritt auf der Rasierklinge für die HSG werden. Wobei der Klassenerhalt das – klar umsetzbare – Ziel sein dürfte. „Meine Aufgabe“, erläutert Bieletzki, „besteht darin, die Fahne hochzuhalten.“

Einer, der die Zeit nutzen soll, um zu einer festen Größe im Team heranzureifen, ist Max Gamrath, der eigentlich noch dem A-Jugendkader der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Tecklenburger Land angehört. Ob sich weitere Optionen aus der Nachwuchsabteilung anbieten, bleibt abzuwarten. Bieletzki ist optimistisch, mittelfristig elf Feldspieler zusammenzubekommen, die unter 30 Jahre alt sind und die Voraussetzungen mitbringen, „um oben mitzuspielen in der Bezirksliga “, erklärt Bieletzki.

Nicht minder anspruchsvoll gestaltet sich der Auftrag für Daniel Ahmann. Angesichts latenter personeller Engpässe erweckt es den Anschein, als ginge es bei der HSG vorrangig darum, die Frauen-Abteilung am Leben zu halten. Dass dem Team als Tabellenletzter der Bezirksliga das Wasser bis zum Halse steht, spielt angesichts grundsätzlicher sportlicher Existenzängste keine Rolle. Ahmann will seinen Beitrag leisten, damit die Sparte überlebensfähig bleibt.

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