Handball: Herren-Landesliga
Reimers: „Nicht mit 100 Prozent dabei“

Gronau -

Die imposante Siegesserie der Handballer von Vorwärts Gronau fand am Samstagabend ein Ende. Nach sechs Siegen in Serie blieb den Blau-Weißen der siebte Streich verwehrt. Doch vielleicht war die 27:31-Niederlage auch nur ein Ausrutscher.

Montag, 03.02.2020, 16:09 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 16:39 Uhr
Die TG Hörste stoppte den Siegeszug von Vorwärts Gronau. Mit 27:31 mussten sich die Blau-Weißen geschlagen geben. In dieser Partie sah der fünffache Torschütze Marius Schmidt (o.) die Rote Karte.
Die TG Hörste stoppte den Siegeszug von Vorwärts Gronau. Mit 27:31 mussten sich die Blau-Weißen geschlagen geben. In dieser Partie sah der fünffache Torschütze Marius Schmidt (o.) die Rote Karte. Foto: A. Hoof

Zumindest ließ sich Gastgeber TG Hörste , vor Saisonbeginn als Titelanwärter gehandelt, vor dem Spiel als Ligasechster aber nur Tabellennachbar von Vorwärts Gronau, die Punkte nicht aus den Händen nehmen.

„Eine ärgerliche Niederlage“, meinte Markus Reimers , der zusammen mit dem neuen Handball-Abteilungsleiter Holger Schmidt vertretungsweise den Landesligisten coachte. „Dabei war Hörste nicht besser. Wir haben jedoch in vier entscheidenden Situationen nicht den Biss der letzten Wochen gezeigt“, bekannte Reimers.

Den verpatzten Start nahm Reimers auf seine Kappe. „Die Mannschaft war in den ersten Minuten ungeordnet. Somit konnte Hörste insbesondere über die schnelle Mitte leichte Tore erzielen“, erläuterte er. Doch die Gronauer stellten rasch um, führten mehrfach im ersten Durchgang mit ein oder zwei Toren (3:4, 7:8, 11:13).

Knackpunkt Nummer zwei war eine doppelte Unterzahl in der 27. Minute, als nacheinander Nils Nagelmann und Fabian Moß vom Feld mussten. Die TG Hörste nutzte die Lücken, aus dem Gronauer 15:13-Vorsprung wurde bis zur Pause noch ein 15:17-Rückstand.

Diese Schwächephase hielt an, die Hausherren bauten ihren Vorsprung auf bis zu fünf Treffer aus (20:15; 22:17).

Förderlich war auch die Rote Karte für Marius Schmidt nicht, der bis zur 39. Minute immerhin fünf Treffer für Vorwärts erzielt hatte. „Die Mannschaft hat aber die richtige Antwort gegeben und war wieder im Spiel. Insbesondere Nils Nagelmann zeigte eine besondere Leistung“, sagte und lobte Reimers, erkannte aber auch: „Am Ende haben wir durch zu viele technische Fehler in der Schlussphase den möglichen Sieg liegengelassen.“ Was wiederum ärgerlich war, weil die Gastgeber Schwierigkeiten hatten, den Sack zuzumachen, als ihr Vorsprung schrumpfte (29:26; 54. Min.).

So bilanzierte Reimers: „Wir waren diesmal nicht mit einhundert Prozent dabei, ohne dass unser Spiel deshalb schlecht war. Hörste nutzte schlichtweg unsere Schwächephasen geschickt aus und hat damit verdient gewonnen.“

Vorwärts Gronau: Klaas, Hockenbrink – M. Schmidt 5 (2/1), Moß 8, Wensing, Visschedyk 3, Stienemann 1, Woschkowiak, Boeing 2, Ibing 3, Lenting, T. Woltering, Walter 3 (1/1), Nagelmann 2

Rote Karte: M. Schmidt (39. Min.)

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