Handball: Herren-Landesliga
Vorwärts fegt den Tabellenzweiten aus der Halle

Gronau -

Einen Vorgeschmack auf Orkantief Sabine bekam der TV Werther schon am Samstagabend zu spüren. Abrupt wurden die Ostwestfalen, die noch Tage zuvor Landesliga-Spitzenreiter TV Verl bezwungen hatten, aus allen Träumen geweht. Mit 29:22 fegte Gastgeber Vorwärts Gronau den Tabellenzweiten aus der Halle an der Laubstiege.

Sonntag, 09.02.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 14:11 Uhr
Vorwärts Gronau setzt seinen Höhenflug fort. Das bekam diesmal der Tabellenzweite TV Werther zu spüren, der mit 22:29 unterlag.
Vorwärts Gronau setzt seinen Höhenflug fort. Das bekam diesmal der Tabellenzweite TV Werther zu spüren, der mit 22:29 unterlag. Foto: Angelika Hoof

Damit gelangen der Mannschaft von Trainer Adam Fischer in den letzten acht Begegnungen stolze sieben Siege. Zur Belohnung nimmt das Team abermals Platz sieben ein.

„Wir hatten einen Plan, den haben wir konsequent umgesetzt. Meine Mannschaft ist seit Längerem recht stabil in ihren Leistungen. Wir waren gut vorbereitet, wussten, was auf uns zukommt und wie wir zu spielen hatten“, erklärte Fischer.

Dieses Selbstbewusstsein haben sich die Blau-Weißen in den letzten Wochen hart erarbeitet und wissen es nun gut einzusetzen. Nur von der Deutlichkeit zeigte sich Gronaus Coach überrascht. „Das konnte niemand ahnen. Das war nach einer recht schwierigen Trainingswoche so auch nicht zu erwarten.“

Schon der Auftakt weckte Hoffnungen auf einen stürmischen Auftritt der Hausherren. Youngster Malte Woschkowiak traf nach 28 Sekunden, Chris Walter erhöhte auf 2:0 (2. Min.).

Die Gäste kamen in den ersten zwanzig Minuten zwar dreimal zum Ausgleich (2:2, 6:6, 7:7), gingen aber nie in Führung. Und wie von Fischer erwartet, operierte der TV Werther mit zwei offensiven Abwehrvarianten. „Wir wussten, dass wir viel in Bewegung sein mussten, dass es ein laufintensives Spiel wird. Aber die Fitness ist ja nicht unser Problem“, sahen Fischer und die Vorwärts-Fans eine Partie, die die Gastgeber mehr und mehr dominierten. Dabei nutzte Vorwärts auch die Schwächen im Rückzugsverhalten des Tabellenzweiten. Dafür sprechen vier Tempogegenstoßtore allein vor der Pause, weitere sollten folgen.

Über 12:8 setzte sich Gronau zur 13:9-Pausenführung ab. Der Vorsprung wurde nach der Pause noch auf fünf Treffer (15:10; 17:12) ausgebaut. Auf eine kleine Schwächephase, die Werther bis auf drei Tore (19:16) heranbrachte, reagierte Fischer mit einer Auszeit. Von da an sahen sich die Gäste einer stürmischen Vorwärts-Mannschaft gegenüber, die auf 25:17 erhöhte und wie das Orkantief nicht zu stoppen war. Maik Visschedyk schloss den Torreigen mit dem 29. Treffer ab.

„Das war wieder eine sehr gute Mannschaftsleistung“, lobte Fischer, „Prunkstück war sicher unsere Abwehrarbeit mit einem sehr guten Keeper Sebastian Klaas, der in Überzahl auch selbst traf.“

Vorwärts: Klaas 1, Hockenbrink – M. Schmidt 6 (3/3), Moß 4, Wensing 1, Visschedyk 1, Stienemann 4, Woschkowiak 3, Boeing, Ibing, Lenting 1, T. Woltering 5, Walter 3, Nagelmann.

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