Handball: Bezirksliga Frauen
Vorwärts Gronau legt den Respekt zu spät ab

Gronau -

Es hat nicht ganz gereicht zur Überraschung. Aber die Handballerinnen von Vorwärts Gronau waren sehr nah dran. „Leider haben wir diese Bonuspunkte liegen gelassen“, konnte deswegen auch Stefanie Kömmelt ihre Enttäuschung nicht verbergen.

Montag, 10.02.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 16:23 Uhr
Lena Baumann verdiente sich ein Extralob ihrer Trainerin bei der Partie in Ladbergen. Mit sechs Treffern war sie auch beste Torschützin ihres Teams.
Lena Baumann verdiente sich ein Extralob ihrer Trainerin bei der Partie in Ladbergen. Mit sechs Treffern war sie auch beste Torschützin ihres Teams. Foto: Angelika Hoof

Beim TSV Ladbergen sah die Trainerin nämlich nicht nur eine 26:28 (11:16)-Niederlage, sondern ein blau-weißes Team, das „sich immer besser entwickelt und auf dem richtigen Weg ist“, so Kömmelt .

Und hinterher konnte es die Gronauer Übungsleiterin ja unumwunden zugeben: „Beim 11:16-Pausenstand sah es nicht wirklich gut aus für uns. Da habe ich schon das Schlimmste für den zweiten Abschnitt befürchtet. Aber zum Glück ist Aufgeben keine Option für diese Mannschaft.“

Den etwas besseren Start erwischte der Bezirksliga-Dritte, der zunächst 3:1 in Führung ging. Die ersten zwölf Minuten jedoch verliefen insgesamt recht offen, zumal Carolin Hoffstädte beim 6:6 sogar ausgleichen konnte. Dass die Gastgeberinnen dann allerdings doch Oberhand gewinnen sollten, lag an der starken TSV-Defensive, die den Gronauerinnen immer weniger gelungene Aktionen gestattete.

Auf der Gegenseite hatte unter dessen Vorwärts große Mühe, den Rückraum Ladbergens und auch die gegnerische Kreisläuferin irgendwie in Schach zu halten. Das gelang immer seltener, sodass Ladbergen über 10:7 und 15:10 bis schließlich 16:11 zur Pause davon eilte.

Es schien sich also eine Bezirksliga-Partie zu entwickeln, deren Ausgangslage auf dem Papier sich auf dem Spielfeld bewahrheiten sollte. Doch weit gefehlt. Denn nachdem drei Minuten im zweiten Abschnitt gespielt waren, war die TSV-Trainerin gezwungen, ein Team-Time-out zu ziehen. Vorwärts hatte sich dank Lena Baumann (3) und Pia Wienandts selbst zurück ins Match gebracht, auf 15:16 verkürzt.

Taktische Umstellungen verhalfen Ladbergen zwar zum zwischenzeitlichen 22:18, doch abermals kamen die Gronauerinnen durch Baumann, Rebecca Braun und Elena Nagelmann auf 21:22 heran – bis sich vermutlich die entscheidenden Sekunden abspielten.

Erst wurde Michelle Koster mit einer Zeitstrafe, dann Elena Nagelmann per Disqualifikation nach Fouls vom Feld geschickt. Trotz doppelter Unterzahl brachte ein mutiger Unterarmwurf von Rebecca Braun den Vorwärtslerinnen zunächst noch das 22:23. Und Gronau schaffte es sogar, diese besonders kritische Phase mit 24:25 zu überstehen. „Jetzt war es längst ein Spiel auf sehr gutem Niveau“, fand auch Trainerin Stefanie Kömmelt. Doch das alles kostete zu viel Kraft. In einer ruppigen Schlussphase rettete der Ligadritte das 28:26 dann doch über die Zeit.

„Die zweite Hälfte haben wir immerhin mit 15:12 gewonnen. Die Niederlage passt, wenn wir das ganze Spiel betrachten, denn leider haben wir in der ersten Hälfte zu viel Respekt gezeigt. Sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen“, bedauerte Kömmelt und hatte noch ein Sonderlob parat: „Lena Baumann ist heute körperlich über ihre Grenzen gegangen. Mit sechs Toren hat sie sich selbst als beste Schützin belohnt.“

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