Handball: Landesliga
Herz aufs Spielfeld werfen: TV Friesen Telgte startet beim TV Vreden

Telgte -

Beim TV Vreden startet der TV Friesen Telgte in die Saison. Vor dem Auftakt spricht Friesen-Trainer Alpár Jegenyés über seine Erwartungen, über die Neuzugänge, die A-Jugendlichen und über Herz, Einstellung und Spaß.

Freitag, 09.10.2020, 05:24 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 17:17 Uhr
Klein, aber fein: der Kader des TV Friesen mit (o.v.l.) Physiotherapeut Ingo Cäzor, Kai Schlottke, Jan Philipp Kortenbrede, Max Kirchner, Philipp Dichtler, Benedikt Müller, Nils Flothkötter, Trainer Alpár Jegenyés, (u.v.l.) Nick Kukuk, Fritz Simon, Nico Quadflieg, Kristijan Kostovski, Robin Gerlach, Jonas Langenberg und Drilon Jashari.
Klein, aber fein: der Kader des TV Friesen mit (o.v.l.) Physiotherapeut Ingo Cäzor, Kai Schlottke, Jan Philipp Kortenbrede, Max Kirchner, Philipp Dichtler, Benedikt Müller, Nils Flothkötter, Trainer Alpár Jegenyés, (u.v.l.) Nick Kukuk, Fritz Simon, Nico Quadflieg, Kristijan Kostovski, Robin Gerlach, Jonas Langenberg und Drilon Jashari. Foto: Aumüller

Alpár Jegenyés hatte in dieser Woche beim Fototermin seinen Spaß. „Wisst ihr, warum der Trainer auf dem Mannschaftsbild immer außen steht?“, fragte der Coach des TV Friesen grinsend in die Runde –und gab die Antwort gleich selbst: „Damit man ihn einfach rausschneiden kann, wenn er mal entlassen werden sollte.“

Dass die Telgter ihren erfahrenen Übungsleiter irgendwann rauswerfen, steht nicht zu befürchten. Sie wissen ja, was sie an dem ehemaligen ungarischen Nationalspieler haben. Und wie dessen Laune ist, haben die Friesen-Handballer ab sofort selbst in der Hand. Verspätet – das Spiel bei Sparta Münster wurde verlegt – startet der Landesligist am Samstag beim TV Vreden (19.45 Uhr, Hamalandhalle) in die Saison.

Nick Kukuk kommt zurück

Jegenyés plant im ersten Match mit der kompletten Belegschaft. Auch wenn Nick Kukuk reaktiviert wurde, bleibt der Telgter Kader mit jetzt elf Feldspielern und zwei Torhütern klein. Vor dem Saisonauftakt sind die WN mit dem Übungsleiter einige Fragen durchgegangen.

Wenn wir gewinnen, war die Vorbereitung super.

Alpár Jegenyés

Wie war die Vorbereitungszeit? „Wenn wir gewinnen, war die Vorbereitung super“, lacht Jegenyés. „In den letzten Wochen haben wir die Intensität erhöht, die Mannschaft hat super mitgezogen.“ Er gebe sich Mühe, seine Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben. „Ich weiß, wir sind nicht im Profibereich. Die Jungs wollen Spaß haben. Aber auch für Spaß muss man hart arbeiten.“ Was er immer sehen will: die richtige Einstellung. „Wenn die stimmt, wenn wir alles geben, wenn wir das Herz aufs Spielfeld werfen und dann trotzdem verlieren, kann ich damit leben – ansonsten nicht.“

Wie machen sich die vier Neuzugänge? Die Friesen wollen die vielen Abgänge mit Kai Schlottke, Max Kirchner, Fritz Simon und Torwart Nico Quadflieg auffangen. „Die bringen uns auf jeden Fall weiter“, sagt Jegen­yés. „Ich möchte Tempohandball spielen, und dafür brauchen wir auf jeder Position eine Doppelbesetzung. Wir haben genügend Alternativen.“

Ich werde nicht anfangen zu klagen oder zu weinen.

Alpár Jegenyés

Wie sind die A-Jugendlichen eingeplant? Auf Torhüter Robin Wienbrandt, Lukas Börger, Silas Langenberg und Lasse Tilbeck will die erste Mannschaft wechselweise zurückgreifen. „Sie trainieren regelmäßig bei uns und wir möchten sie auf den Positionen einsetzen, auf denen wir Verstärkung brauchen“, so Jegenyés.

Ist es ein Nachteil, dass die Friesen wegen der Hallen-Renovierung bis Ende des Jahres nur auswärts spielen? „Ein Vorteil ist das bestimmt nicht“, sagt der Coach. Er will das aber nicht zum Thema machen und versichert: „Ich werde nicht anfangen zu klagen oder zu weinen, aus welchen Gründen auch immer.“

Immer aufpassen

Mit welchem Ziel gehen die Telgter in die Saison? Bei vier Absteigern werde es schwierig, jeder Punkt zähle, betont Jegenyés. „Wir wollen schnell so viele Punkte sammeln, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Dann gucken wir mal, ob wir auf der Leiter noch etwas nach oben klettern können.“

Ist es gefährlich, in einer Liga mit zwölf Vereinen zu spielen, aus der am Ende vier absteigen? Aufpassen müsse man immer, warnt der Friesen-Trainer. „Es kommt vielleicht mal Pech dazu, vielleicht mal Verletzte. Es kann alles passieren.“

Die großen Kämpfer

Wie ist der erste Gegner TV Vreden einzuschätzen? Zunächst einmal sei die Rundsporthalle in Vreden sehr speziell, so Jegenyés. „Und wir treffen auf eine Mannschaft, die von der ersten bis zur letzten Sekunde kämpft, die keinen Ball verloren gibt. Genau das müssen wir auch in die Waagschale werfen, wenn wir gewinnen wollen.“ Sein erstes Saisonspiel gewann der TV Vreden am vergangenen Sonntag mit 28:26 beim TSV Ladbergen. In der Vorsaison haben die Friesen in Vreden mit einem Tor Unterschied verloren. Jetzt soll es anders laufen.

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