Handball: Landesliga
Großer Umbruch beim TV Friesen Telgte

Telgte -

Der personelle Umbruch in dieser Saison war schon groß beim TV Friesen Telgte, in der nächsten wird er noch größer. Erfahrene Leistungsträger hören auf. Der Verein will auf die Jugend setzen. Ob Trainer Alpár Jegenyés diesen Weg mitgeht, ist noch offen. Er hat klare Forderungen.

Samstag, 16.01.2021, 09:13 Uhr aktualisiert: 16.01.2021, 09:20 Uhr
Nils Flothkötter hört zur neuen Saison in Telgte auf.
Nils Flothkötter hört zur neuen Saison in Telgte auf. Foto: Aumüller

Ob und wie in dieser Saison noch Handball gespielt wird, ist offen. Beim TV Friesen Telgte ist das derzeit aber gar kein Thema. Man kann ja eh nichts machen. Also basteln die Verantwortlichen an der Zukunft. Abteilungsleiter An­dreas Krause , Ludger Langenberg, zuständig für die erste Mannschaft, und Trainer Alpár Jegenyés führen derzeit ein Gespräch nach dem anderen. Mit Spielern aus dem aktuellen Kader, mit Talenten aus der A-Jugend, mit Kandidaten aus der Reserve.

Der personelle Umbruch in dieser Saison war schon groß, in der nächsten wird er noch größer. Wie Krause mitteilt, hören erfahrene Leistungsträger wie Philipp Dichtler, Jan Philipp Kortenbrede und Nils Flothkötter in diesem Sommer auf. „Wir werden verstärkt auf junge Spieler bauen“, sagt der Abteilungschef.

Alpár hat ja noch gar nicht richtig angefangen.

Andreas Krause

Ob Jegenyés diesen Weg mitgeht, ist noch offen. Krause ist überzeugt, dass der Coach weitermacht. „Alpár hat ja noch gar nicht richtig angefangen“, sagt er. Jegenyés war im Januar 2020 als Nachfolger von Björn Hartwig zum TV Friesen zurückgekehrt. Wegen Corona stand der Emsdettener in den zwölf Monaten nach Dienstantritt nur in sieben Spielen in der Verantwortung – in sechs Partien der vorigen Saison und in nur einem Match der aktuellen Serie.

So nach dem Motto: Wir trainieren etwas, dann schmeckt das Bier nachher besser. Das mache ich nicht mit.

Alpár Jegenyés

„Wir arbeiten auf Hochtouren“, versichert Jegenyés. „So, wie die Gespräche bisher gelaufen sind, sieht es gut aus, dass ich bleibe.“ Er hat ein klares Anforderungsprofil für seine künftigen Spieler: „Wer zusagt, muss das dann auch voll durchziehen. Ich pokere ja auch nicht, bei diesem Thema kenne ich nur schwarz oder weiß.“ Er habe „keinen Bock“ auf Training mit fünf oder sechs Männeken. „So nach dem Motto: Wir trainieren etwas, dann schmeckt das Bier nachher besser. Das mache ich nicht mit“, betont der ehemalige ungarische Nationaltorwart.

„Wir haben jetzt die Möglichkeit, mit einer jungen Generation, wie es sie in Telgte lange nicht gegeben hat, etwas aufzubauen“, sagt Jegenyés. Volle Rückendeckung wünscht er sich auch vom Verein. „Wenn es dann in die richtige Richtung läuft, bin ich dabei.“

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