Fußball: DFB-Pokal auf Kreisebene
GS Hohenholte nach 125 Minuten raus

Hohenholte -

Damit war nicht unbedingt zu rechnen gewesen: Davaria Davensberg hat GS Hohenholte aus dem DFB-Pokal auf Kreisebene geworfen. Nach der Verlängerung hieß es 3:2 für das Team um Spielertrainer Serdar Atalan.

Donnerstag, 15.09.2016, 10:09 Uhr

Enteilt: Mario Boonk (vorne) ist in dieser Szene zwar schneller als Christopher Merten. Der Davare aber zeichnete sich seinerseits als Torschütze zum 2:2 aus.
Enteilt: Mario Boonk (vorne) ist in dieser Szene zwar schneller als Christopher Merten. Der Davare aber zeichnete sich seinerseits als Torschütze zum 2:2 aus. Foto: Marco Steinbrenner

Die Zuschauer auf der Teltheide-Sportanlage werden den Mittwochabend so schnell nicht vergessen, denn das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal auf Kreisebene zwischen GS Hohenholte und Davaria Davensberg hatte einiges zu bieten. 125 Minuten standen sich die beiden Mannschaften aus der Kreisliga A2 Münster gegenüber, bis der Sieger und damit der Achtelfinal-Gegner des Westfalenligisten TuS Hiltrup am 28. September um 19 Uhr feststand.

Die Gäste aus Davensberg, in der Meisterschaft zuletzt in drei Partien ohne Punktgewinn geblieben, gewannen überraschend mit 3:2 (2:2; 1:2) nach Verlängerung. Dass die Partie erst um 22.19 Uhr von Schiedsrichter Marcel Schuster aus Münster abgepfiffen wurde, lag aber nicht nur an den Protagonisten. Der Unparteiische hatte das Spiel in der zweiten Halbzeit der Verlängerung wegen eines eigenen Schwächeanfalls unterbrechen müssen. Nach zwölf Minuten Pause und einem Glas Cola pfiff er die Partie wieder an und brachte sie mit einer fünfminütigen Nachspielzeit souverän zu Ende.

„Das war eine mehr als unnötige Niederlage“, resümierte GSH-Trainer Dirk Nottebaum. „Es hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen.“ Wie schon so häufig in dieser noch jungen Saison hatten die Gelb-Schwarzen gerade in der Anfangsphase einige Probleme mit dem Gegner. Die Folge: Nach elf Minuten brachte Rassam Hassanzadeh As die Gäste im Anschluss an einen schnellen Konter nicht unverdient in Führung.

Die Nottebaum-Elf benötigte einige Minuten um durchzuatmen, schlug dann aber zurück. Stephan Waltring drehte die Partie noch vor der Pause mit seinen beiden Treffern (26./43.).

In den zweiten 45 Minuten vergaßen die Platzherren jedoch, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Ferdinand Vogelsang (48.) und Marvin Niehoff (53.) fehlte das notwendige Quäntchen Glück im Abschluss. Besser machten es die Davaren nach 70 Minuten, als im Anschluss an einen Eckball Christopher Merten per Kopf erfolgreich war.

Gleich der erste Torschuss in der Verlängerung brachte die Entscheidung: Davensbergs Spielertrainer Serdar Atalan sorgte mit einem platzierten Flachschuss nach 95 Minuten für den Siegtreffer. „Wir waren bei diesem Gegentor viel zu passiv“, sagte Nottebaum. In der Folgezeit drängten die GSH-Kicker zwar nochmals auf den Ausgleich, doch mehr als ein Freistoß von David Bussmann (105.) sowie eine nicht präzise genug geschlagene Flanke von Patrick Wilhelmer (117.) sprangen dabei nicht heraus. In der Nachspielzeit schwächten sich die Gäste noch selbst, als Marcel Schuster dem Davensberger Rassam Hassanzadeh As wegen Nachtretens gegen Ferdinand Vogelsang die Rote Karte zeigte.

GSH: Y. Boonk – M. Wildermann, Bussmann, Berndt (46. Dirks), – M. Boonk, Vogelsang, Bruun (57. B. Wildermann), Nolte (80. Taheri), Waltring – Wilhelmer, Niehoff

Tore: 0:1 Hassanzadeh As (11.), 1:1 Waltring (26.), 2:1 Waltring (43.), 2:2 Merten (70.), 2:3 S. Atalan (95.)

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Rassam Hassanzadeh As wegen Nachtretens (120.+3)

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