Fußball: Kreisliga A Münster
Nachhaltigkeit ist Trumpf

Hohenholte -

Dirk Nottebaum hat „Ja“ gesagt. Der Coach des A-Ligisten GS Hohenholte trainiert die Mannschaft auch in der nächsten Saison. Darüber ist nicht nur Fußballabteilungsleiter Ewald Bussmann hocherfreut.

Mittwoch, 22.03.2017, 07:03 Uhr

Vom Zugezogenen zum Hohenholter durch und durch: Dirk Nottebaum spielte bis 2009 selbst. Es folgten zwei Phasen als Interimstrainer, bis er 2013 definitiv auf dem GS-Trainerstuhl Platz nahm.
Vom Zugezogenen zum Hohenholter durch und durch: Dirk Nottebaum spielte bis 2009 selbst. Es folgten zwei Phasen als Interimstrainer, bis er 2013 definitiv auf dem GS-Trainerstuhl Platz nahm. Foto: Heimspiel / Alex Piccin

Dirk Nottebaum kommt nicht aus Hohenholte „wech“, sondern aus dem Ruhrgebiet. Aber dass ihm seine Wahlheimat am Herzen liegt, das merkt man, wenn er über seine Trainerstationen bei GS Hohenholte spricht.

Am 10. November 2009 trat Nottebaum als Interims-Spielertrainer die Nachfolge von Walter Okon an, beendete die Spielzeit mit der Mannschaft auf einem ordentlichen siebten Rang. Im Dezember 2012 ein ähnliches Spiel: Frisch mit dem Trainerschein ausgestattet – mittlerweile ist er Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz –, übernahm Nottebaum von Christian Welling. Er durfte das soeben Erlernte „am lebenden Objekt“ ausprobieren, heimste mit seinem Team beim Debüt in Greven große Komplimente ein. Das Ende war jedoch ein bitteres, denn die Gelb-Schwarzen stiegen in die B-Liga ab.

Doch dieser Schritt hatte auch etwas Gutes, sagt der 42-Jährige: „Wir haben wieder eine Hierarchie aufgebaut.“ Tobias Greulich, Wendelin Kemper, David Bussmann und Andreas Feldmann waren die Stützen des Wiederaufbaus und dem damit verbundenen direkten Wiederaufstieg. Die jungen Spieler wuchsen in ihren Verantwortungsbereich hinein.

Diese damals eingeleitete Entwicklung wird in Hohenholte bis heute fortgeführt. Immer weiter entfernten sich die Gelb-Schwarzen vom Modus „Kampf, langer Ball und hinterher“. „Ich habe sehr viel Wert auf Zusammenspiel gelegt. Mittlerweile haben wir uns taktisch und technisch extrem verbessert und eine Spielidee. Diese Weiterentwicklung ist die Freude des Trainers“, schildert Nottebaum.

Der nächste wichtige Schritt ist mit seiner Zusage für die kommende Spielzeit getan. Acht U19-Spieler rücken dann auf – auch mit ein Grund, dass der Coach weitermacht: „Ich möchte Nachhaltigkeit und eine klare Idee in Hohenholte hinterlassen.“

Klingt ein wenig nach Abschied auf Raten. Nottebaums Name wird gerne mit höherklassigen Vereinen in Verbindung gebracht, so auch in den vergangenen Monaten. Doch das war nicht unbedingt die Ursache, warum er sich verhältnismäßig lange Zeit mit seiner Entscheidung gelassen hat. Dass das Pendel schließlich doch wieder in die gelb-schwarze Richtung ausgeschlagen hat, fußt vielmehr auf privaten Gründen: „Ich freue mich über die Anerkennung, wenn andere Vereine über mich nachdenken. Der Wunsch, mal höher zu trainieren, ist auch nicht erloschen. Aber Hohenholte passt derzeit am besten in mein Leben.“

GSH-Fußballabteilungsleiter Ewald Bussmann ist darüber hocherfreut: „Jedes weitere Jahr mit Dirk ist ein Gewinn für den Verein, für die Spieler und für das Umfeld.“ Der Trainer mache sehr gute Arbeit, habe viel bewegt und sei erfolgreich. Bussmann: „Er ist hoch engagiert und steckt sehr viel Energie in seine Arbeit.“ Nottebaum, der im Verein auch den Posten des 2. Vorsitzenden übernommen hat, genieße hohe Wertschätzung. „Wir wissen, was wir an ihm haben.“

Trotzdem steht immer die Frage im Raum, ob sich ein Trainer nach einer langen Amtszeit nicht irgendwann abnutzt. „Das ist definitiv der Fall“, sagt Dirk Nottebaum. Daher wurde ein ungewöhnlicher Weg beschritten. In der Regel verläuft es so, dass der Trainer in Erfahrung bringt, ob die Kicker bleiben werden oder nicht. „Ich habe hingegen die Spieler gefragt, ob sie noch mit mir weitermachen wollen“, so der Coach. Dies ist offensichtlich der Fall.

Trotz der Höhen und Tiefen in der laufenden Saison – oder vielleicht gerade deswegen. Nach dem 0:7 In Altenberge Mitte September hing der Haussegen schon ein wenig schief. War das eine Zeit, in der Nottebaum die Brocken hinwerfen wollte? „Nein“, kommt die schnelle Antwort. „Im Gegenteil. Das motiviert mich eher weiterzumachen. Es ist ein Ansporn, noch besser zu werden.“ Selten habe er seine Mannschaft so akribisch vorbereitet wie auf die folgende Partie gegen den SC Nienberge. Außer vielleicht vor dem Rückspiel gegen den TuS am vergangenen Sonntag. Beide Male stimmte auch das Ergebnis.

Wie sagt man so schön? Gut Ding will Weile haben. Gespräche über eine Vertragsverlängerung in Hohenholte sind eben solche. Und damit sich Dirk Nottebaum dazu entschloss, ein weiteres Jahr bei den Gelb-Schwarzen dranzuhängen, bedurfte es besonderen Maßnahmen. Eine schwere Entscheidung war es dennoch nicht.

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