Mountainbike: DM im MTB-Marathon
Übermächtige Gegner für Lindemann vom Bike-Team Baumberge

Havixbeck -

Der Havixbecker Lars Lindemann ist bei der Deutschen Meisterschaft 2017 im MTB-Marathon (XCM) als Drittplatzierter der Masterklasse 2/3/4 erneut auf das Siegerpodium gefahren.

Samstag, 16.09.2017, 13:09 Uhr

Lars Lindemann ist glücklich und zufrieden: Der Havixbecker belegte bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz.
Lars Lindemann ist glücklich und zufrieden: Der Havixbecker belegte bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz. Foto: Bike-Team Baumberge

Sein Vereinskollege vom Bike-Team Baumberge und Trainingskamerad Eugen Schmunk beendete nach einem Kettenriss das Rennen noch auf einem 16. Platz.

Die DM wurde dieses Jahr im Rahmen des „Gruibinger Albtrauf Marathon“ ( Landkreis Göppingen ) ausgetragen. Die Teilnehmer hatten dabei auf der 96 km langen Strecke nicht nur 2540 Höhenmeter zu bewältigen, sondern mussten vor allem mit und gegen den extremen Matsch kämpfen, der immer wieder Antrieb und Schaltung blockierte.

Für Lars Lindemann war beim Blick auf das Starterfeld schon früh klar, dass die Verteidigung seines im Vorjahr in Saalhausen gewonnenen Titels utopisch sein würde. Sein Plan war es dennoch, von Anfang an und möglichst lange in der Spitzengruppe mitfahren zu können, um sich so zumindest eine Chance auf einen Podestplatz offen zu halten. Seine Hoffnung auf ein „taktisches Rennen“ wurde bereits kurz nach dem Start beendet, denn sofort wurde vorne „mächtig an der Kette gezogen“. Schnell setzte sich eine vierköpfige Gruppe ab und vergrößerte rasch ihren Vorsprung – mit dabei Lars Lindemann.

Doch bald musste er anerkennen, dass er das extrem hohe Tempo der beiden Topfahrer Markus Westhäuser (mehrfacher Welt- und Deutscher Meister Masters) und Uwe Hardter (Ex-Profi, unter anderem beim Team Gerolsteiner) nicht durchhalten würde. Um nicht komplett einzubrechen, fuhr er von da an sein Tempo – weitestgehend allein und auf Platz drei liegend.

Bei einem Sturz zog er sich eine klaffende Wunde am Oberschenkel zu, doch Aufgabe war keine Option. Kurz vor der letzten Abfahrt war der Viertplatzierte bis auf 20 Sekunden näher gekommen und zwang ihn noch einmal zur Attacke. Mit aller verbliebenen Kraft drückte er sich den letzten Berg hoch und baute so seinen Vorsprung bis ins Ziel wieder auf über drei Minuten aus. Platz drei und das erhoffte Podium waren geschafft.

Weniger Glück hatte BTBler Eugen Schmunk, der sich ebenfalls der Herausforderung stellte. Bis Kilometer 60 gut dabei, hielt plötzlich seine Kette den extremen Belastungen nicht mehr stand. Die nötige Reparatur kostete ihn wertvolle 15 Minuten, danach fuhr er das Rennen auf „Durchkommen“ zu Ende. So sprang Platz 16 in seiner Altersklasse M2 (40+) heraus – vier oder fünf Plätze weiter vorne wären drin gewesen. Denn dass seine Form noch immer blendend ist, hatte er erst eine Woche zuvor beim „3-Länder-Marathon“ in Titmaringhausen mit Platz drei in seiner Altersklasse bewiesen.

Weiterhin gut lief es dort auch für Frank Schmitz-Gabriel, der als Tagesneunter bei den Senioren 3 (50+) seinen fünften Gesamtplatz bei der NRW-Trophy weiter festigen konnte. Nun kann das große Finale am 1. Oktober beim Langenberg-Marathon kommen.

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