Fußball: Kreisliga A
SV Bösensell: Eine Art Familienangelegenheit

Bösensell -

Beim SV Bösensell läuft es zurzeit so gut wie noch nie. Kein Wunder, dass die Gespräche mit den Trainern unkompliziert waren.

Freitag, 19.01.2018, 20:01 Uhr

Drei, die wissen, wo es langgeht: Jürgen Heßeler, Mathias Krüskemper und Fabian Leifken (v.l.) coachen gemeinsam und erfolgreich den SV Bösensell.
Drei, die wissen, wo es langgeht: Jürgen Heßeler, Mathias Krüskemper und Fabian Leifken (v.l.) coachen gemeinsam und erfolgreich den SV Bösensell. Foto: Frank Vogel

Beim SV Bösensell reicht ein Handschlag, und das Trainer-Trio des Kreisligisten macht weiter. „Das ist bei uns in gewisser Weise ja eine Familienangelegenheit, und da ist die Vertrauensbasis einfach da“, schmunzelt Jürgen Leifken. Der Vorsitzende des Vereins ist sich mit seinem Neffen Fabian Leifken (34), dessen Schwager Mathias Krüskemper (37) und dem familiär nicht verbandelten Jürgen Heßeler (54) schnell einig geworden. Und gute Gründe gibt es für die Fortsetzung der Zusammenarbeit allemal: Es läuft super beim SVB. „Schon die Herbstmeisterschaft ist eine Premiere für uns, der Aufstieg in die Bezirksliga wäre dann historisch.“

Dabei ist dieses Ziel kein Muss. „Das ist das Schöne beim SVB: Wir finden es alle cool, jetzt oben in der Tabelle zu stehen, aber keiner reißt uns den Kopf ab, wenn wir am Ende Vierter oder Fünfter sind“, betonen Mathias Krüskemper und Fabian Leifken. In der Mannschaft und ihrem Umfeld – vom Vorstand bis zu den Fans – sei man sehr entspannt. Deshalb mache die Arbeit „einfach total viel Spaß“.

Stolz sind die Coaches auf ihre Mannschaft: „Die Jungens geben im Training und im Spiel immer alles. Und wir sind – unabhängig von der Platzierung in der Meisterschaft – noch nicht am Ende der Entwicklung. Die Spieler sind lernwillig und saugen alles begierig auf.“

Der Verein seinerseits ist mit den Übungsleitern hochzufrieden. Jürgen Leifken: „So ein kompetentes Trainer-Trio findet man in der gesamten Kreisliga A nicht.“ Und nicht nur die fachliche Qualität stimme, sondern auch die menschliche. „Das sind drei echte Typen, und sie kommen einfach super mit den Spielern klar.“

Das kann man auch daran ablesen, dass in dem Moment, als das Trio seine Entscheidung weiterzumachen beim Training verkündet hat, etliche Spieler spontan versichert hätten, dass sie dann ihrerseits auch gerne dabei bleiben. „Gerade hat auch Christoph Hohmann eine Nachricht geschrieben, dass er weiter macht“, freut sich Krüskemper. Der landesligaerfahrene Hohmann sei ein wichtiger Spieler. Aber klasse sei auch, dass es einen breiten Kader mit guten Kickern gebe, die ebenfalls ihren Mann auf dem Feld stehen.

Läuft es jetzt noch besser als unter Trainer Lars Müller? Nein, sagt Fabian Leifken, der als Spielertrainer im Team mit Müller gearbeitet hat. „Lars hat die Mannschaft von der C-Liga in die A-Liga geführt, das sagt ja schon viel über seine Qualität.“ Jeder habe seinen eigenen Stil, manchmal sei eine Veränderung einfach gut. Und der Wechsel zu Mathias Krüskemper sei zum richtigen Zeitpunkt gekommen.

Eine konstante Größe ist Torwarttrainer Jürgen Heßeler, den die beiden Trainerkollegen sehr schätzen. Bei Torwarttrainern sei üblich, dass sie nur gelegentlich zum Training kommen. „Jürgen ist immer da. Er ist der Erste beim Training und der Letzte, der geht. Auf ihn ist Verlass.“ Heßeler lacht bescheiden: „Na ja, ich kann ja auch zum Sportplatz rüberlaufen.“ Und fügt dann hinzu: „Es macht aber auch Sinn, zwei Einheiten in der Woche anzubieten, die Jungens werden dadurch wirklich besser.“ Und dass er den jungen Torhütern etwas beibringen kann, das beweist der ehemalige Verbandsliga-Keeper schon einige Jahre. Zurzeit sind Tim Schölling und Marvin Holstein seine Schützlinge. Und denen hat der 52-Jährige versprochen: „Wenn ich euch keine Buden mehr rein machen kann, dann höre ich auf.“

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Bastian Reinhard und Christian Schulz, die die in der Kreisliga B spielende Bösenseller Reserve trainieren, haben ebenfalls verlängert. „Auch das passt prima“, freut sich Jürgen Leifken. „Denn die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft funktioniert hervorragend.“

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