Fußball: Kreisliga A2 Münster
GS Hohenholte: Nottebaum verlängert nicht

Hohenholte -

Dirk Nottebaum hört zum Saisonende als Trainer bei GS Hohenholte auf. Er kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückschauen.

Mittwoch, 04.04.2018, 20:04 Uhr

GSH-Trainer Dirk Nottebaum wird sich bis zum Ende der Saison in gewohnter Weise engagieren, dann jedoch einem neuen Coach Platz machen.
GSH-Trainer Dirk Nottebaum wird sich bis zum Ende der Saison in gewohnter Weise engagieren, dann jedoch einem neuen Coach Platz machen. Foto: Marco Steinbrenner

„Ich hätte gerne mit ihm weitergemacht. Wir sind immer gut miteinander ausgekommen. Er hat sich große Verdienste um unseren Verein erworben.“ Ewald Bussmann pendelt zwischen Bedauern und Dankbarkeit. Der Abteilungsleiter der Fußballsenioren von GS Hohenholte muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben. Dirk Nottebaum , Übungsleiter der Kreisliga A-Mannschaft, macht nach dieser Saison nicht weiter. „Ich habe mir das lange überlegt“, sagt der 42-Jährige. „Aber ich denke, es ist an der Zeit, dass jemand anderes kommt.“

Der gebürtige Essener schloss sich GS Hohenholte im August 2000 an und kickte bis 2004 in der Ersten Mannschaft. Dann ging er für zwei Jahre zu den Nachbarn von SW Havixbeck , ehe er 2006 zu den Gelb-Schwarzen zurückkehrte. Ende 2009 trennten sich der damalige Trainer Walter Okon und der Verein mitten in der Saison, und Mannschaftskapitän Dirk Nottebaum übernahm als Spielertrainer bis zum Ende der Saison die Verantwortung für das Team.

Dann kam Christian Welling, der bis Ende 2012 Trainer war, ehe sich Coach und Verein trennten – auch diesmal wieder mitten in der Saison. Und erneut sprang Dirk Nottebaum ein. Zwar konnte der Hohenholter den Abstieg in die B-Liga nicht mehr verhindern, übernahm in der Saison 2013/14 dann aber von Anfang an die Verantwortung als Spielertrainer und führte sein Team direkt wieder zurück in die Kreisliga A. Dort ging es – Dirk Nottebaum wechselte vom Spielfeld an die Seitenlinie – erfolgreich weiter. Platz neun, Platz zwei, Platz sechs: „Wir haben noch nie so viel erreicht wie mit ihm“, fasst Ewald Bussmann zusammen.

„Es war eine erfolgreiche Zeit“, blickt auch Dirk Nottebaum gerne zurück. Inzwischen ist die Situation allerdings brenzlig geworden. Die Gelb-Schwarzen sind in den Abstiegsstrudel geraten, rangieren zurzeit auf Platz 13 der Tabelle. Ewald Bussmann: „Dirk leidet – und ich leide mit.“ Nottebaum wog das Für und Wider ab. Und kam zu dem Ergebnis, „dass es für die sportliche Entwicklung der Mannschaft besser ist, wenn jemand anderes das Traineramt übernimmt“. Es brauche neue Ideen, neue Strukturen. „Fünfeinhalb Jahre sind genug.“

Weil er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, sei es jetzt schon spät, einen neuen Trainer zu finden, weiß auch Dirk Nottebaum. Er werde Ewald Bussmann aber nach seinen Möglichkeiten behilflich sein. Sein Nachfolger finde ein gut bestelltes Feld vor: „Ich bin hier immer total gerne Trainer gewesen, Hohenholte ist ein Top-Verein mit einer gesunden Basis. Wir haben hier gute Jungs, die sich wohl fühlen. Und es rücken junge Spieler nach.“

Und er selbst? „Ich suche nicht aktiv nach einer neuen Traineraufgabe. Ich trete aus der ersten Reihe zurück, in der zweiten habe ich genug zu tun“, schmunzelt der Vater von drei Jungen. Seinem Verein treu bleiben wird Dirk Nottebaum auf jeden Fall. Schließlich ist er 2. Vorsitzender und engagiert sich auch auf diesem Posten für GS Hohenholte.

Und unisono betonen Nottebaum und Bussmann: „Wir gehen nicht im Groll auseinander.“

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