Fußball: Frauen-Kreisliga B
Borussia Darup setzt auf Frauenpower

Darup -

Aus Jux wird Ernst, und das im wahrsten Sinne. Denn seinen Anfang hat alles beim Juxturnier im Rahmen der Sportwoche von Borussia Darup genommen.

Freitag, 07.09.2018, 17:04 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 13:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 07.09.2018, 17:04 Uhr
Mit einem großen Kader gehen die Frauenfußballerinnen von Borussia Darup in ihre erste Saison: (oben von links) Ria Simmes, Lenja Wick, Kira Leufke, Theresa Schlätker, Rebecca Grotthoff, Lydia Schulze-Bisping, Sandy Kortüm; Mitte von links: Trainerin Nina Volkmann, Daniela Hass, Lea Hoffmann, Kerstin Pieper, Ricarda Ueding, Marleen Hülk, Janine Jostmeier, Vanessa Nosthoff; unten von links: Julia Niermann, Eva Lutum, Lina Teltz, Sina Borowski, Corinna Minnerop, Emma Pulm, Nicola Müther, Caterina Siems; es fehlen: Svenja Beuker, Neele Gerding, Lisa Grass, Marie Ludewig, Bianca Sicking und Jana Sicking.
Mit einem großen Kader gehen die Frauenfußballerinnen von Borussia Darup in ihre erste Saison: (oben von links) Ria Simmes, Lenja Wick, Kira Leufke, Theresa Schlätker, Rebecca Grotthoff, Lydia Schulze-Bisping, Sandy Kortüm; Mitte von links: Trainerin Nina Volkmann, Daniela Hass, Lea Hoffmann, Kerstin Pieper, Ricarda Ueding, Marleen Hülk, Janine Jostmeier, Vanessa Nosthoff; unten von links: Julia Niermann, Eva Lutum, Lina Teltz, Sina Borowski, Corinna Minnerop, Emma Pulm, Nicola Müther, Caterina Siems; es fehlen: Svenja Beuker, Neele Gerding, Lisa Grass, Marie Ludewig, Bianca Sicking und Jana Sicking. Foto: Frank Wittenberg

„Da waren wir mit einem Damenteam dabei“, erzählt Spielerin Ria Simmes , die früher für GW Nottuln auflief. Warum nicht regelmäßig kicken, und das auch um Punkte? Aus der Idee wurde ein Selbstläufer. „Also haben wir mal herumgefragt, wer mitmachen möchte“, so Ria Simmes. 20 Spielerinnen wollten sie auf der Liste haben für die erste Frauenfußball-Mannschaft in der Daruper Geschichte – jetzt sind es sogar 28, mit denen die Borussen am Sonntag in der Kreisliga B ins Rennen gehen.

Eine dieser Kandidatinnen sollte Nina Volkmann sein, die Daruperin, die seit einigen Jahren beim Landesligisten Turo Darfeld aktiv ist. Nein, als Spielerin wollte sie nicht so gerne einsteigen, sagt die 26-Jährige: „Zumal ich mittlerweile zwei Kreuzbandrisse hinter mir habe.“ Aber als Trainerin, das konnte sie sich vorstellen – prompt war auch diese wichtige Position besetzt. Ob sie irgendwann auch mal im Borussen-Trikot gegen den Ball treten wird, will sie nicht kategorisch ausschließen. Aber zunächst bleibt ihr Pass in Darfeld, wo ihr Vater Ralf seit 2013 erfolgreich als Trainer arbeitet und wo sie künftig einmal in der Woche bei den Einheiten wieder mitmischen will.

Die neue Rolle fühlt sich bisher sehr gut an. „Zumal alle super mitziehen“, blickt Nina Volkmann auf die Vorbereitungsphase zurück, in der drei Trainingseinheiten pro Woche auf dem Programm standen. „Und das meist mit großer Besetzung.“ Die Mischung könnte dabei bunter kaum sein: Daruperinnen sind dabei, aber auch etliche Damen aus den umliegenden Orten. Einige wenige Spielerinnen haben ganz neu angefangen, viele haben zumindest ein bis zwei Jahre Erfahrung und packen nun wieder an – zum Beispiel aus der früheren Frauenmannschaft von GS Hohenholte.

Wohin die Reise geht? Spannende Frage. „Für uns ist die Liga völlig unbekannt“, sagt Nina Volkmann. „Wir müssen uns erst einmal finden.“ Grundsätzlich sei das Ziel, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen – am liebsten schon am Sonntag bei der Premiere um 11 Uhr in der Borussen-Arena gegen Westfalia Osterwick II. Ebenso wichtig sei aber, allen Spielerinnen regelmäßig Spielpraxis zu geben. Und das ist nicht so einfach bei einem 28er-Kader und gleich vier Gegnern, die nur als Neuner-Teams gemeldet sind.

Nina Volkmann ist gespannt. Ihren ersten Trainerjob übernimmt sie genau da, wo sie als kleines Mädchen unter den Jungs die ersten Gehversuche im Fußball unternommen hat. „Später habe ich beim VfL Billerbeck gespielt, dann bei Turo Darfeld und zwischendurch während des Studiums ein Jahr in Spanien“, erzählt die 26-Jährige. Jetzt ist sie zurück bei Borussia Darup, wo sich die Frauen vom Verein super aufgenommen fühlen. „Jetzt hoffen wir noch auf viele Zuschauer“, lächelt Ria Simmes. Und auf Unterstützung für die Trainerin, die sich bisher alleine um ihr Personal kümmern muss: „Ein Betreuer oder eine Betreurin, das wäre super.“

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