Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Ralf Zenker: „Sie machen ihren Job klasse“

Hohenholte -

Vor dem Heimspiel gegen den BSV Roxel II (Anpfiff am Donnerstag um 19.30 Uhr), stellte sich Ralf Zenker im Interview den Fragen. Der neue Trainer von GS Hohenholte ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden.

Mittwoch, 12.09.2018, 16:46 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 16:46 Uhr
Hatte nicht mit dem guten Start gerechnet: Hohenholtes neuer Coach Ralf Zenker.
Hatte nicht mit dem guten Start gerechnet: Hohenholtes neuer Coach Ralf Zenker. Foto: Marco Steinbrenner

Vier Mannschaften sind nach drei Spieltagen in der Fußball-Kreisliga A 2 Münster noch ohne Niederlage. Eine davon ist überraschend GS Hohenholte. Die Gelb-Schwarzen, in der vergangenen Saison fast abgestiegen, belegen nach einem Sieg und zwei Unentschieden den sechsten Tabellenplatz. Mit dem neuen Trainer Ralf Zenker sprach WN-Mitarbeiter Marco Steinbrenner.

Hand auf´s Herz: Hätten Sie mit einem so guten Start in die neue Spielzeit gerechnet?

Zenker: Gehofft ja – damit gerechnet wohl eher nicht. Dafür fehlten mir bei den Testspielen zu viele Jungs. Nach der 1:10-Niederlage im Pokal gegen Altenberge war die Gemütslage eine völlig andere als derzeit.

In der Vorbereitung konnten Sie aufgrund großer personeller Probleme nicht einmal ihre Wunsch-Elf aufbieten. Warum läuft es trotzdem bislang so gut?

Zenker: Was heißt Wunsch-Elf? Ich hatte nie alle Leute beisammen, sodass ich mir überhaupt keine Gedanken darüber machen konnte, welches Team ich am liebsten spielen lassen würde. In der Vorsaison habe ich mir die letzten zwei, drei Spiele angeschaut. Natürlich habe ich gesehen, dass ein Stephan Waltring, Patrick Wilhelmer , Frederik Fechner und auch Mario Boonk Fußball spielen und den Unterschied ausmachen können.

Mit Marius Bruun, Björn Wildermann, Dominic Daldrup, Mario Gerighausen, Gerrit Lütke-Wahlert und Tobias Schöpping verließen sechs Routiniers die Mannschaft. Welche Spieler müssen dafür jetzt die Verantwortung auf dem Platz übernehmen?

Zenker: Das geht hinten bei Torhüter Yannick Boonk und den beiden Innenverteidigerin Nils Berndt sowie Frederik Fechner los. Davor kommen Mario Boonk, Stephan Waltring und im Sturm Patrick Wilhelmer sowie Marvin Niehoff. Diese zentrale Achse ist elementar wichtig für unser Spiel.

Auf der anderen Seite sind mit Torhüter Andreas Saalmann, Lutz und Leon Marquardt sowie Erik Bernsjann vier völlig unerfahrene Spieler aus der eigenen A-Jugend hinzugekommen. Was halten Sie von diesem Quartett?

Zenker: Ganz ehrlich: Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, dass nur Spieler aus der A-Jugend neu im Kader sind. In den vergangenen Wochen habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass die vier Talent, einen guten Charakter und eine super Einstellung besitzen. Sie machen ihren Job klasse. Die Leistung passt, wenngleich in ihrem Alter Schwankungen völlig normal sind.

Am vergangenen Sonntag sprach Bösensells Trainer Mathias Krüskemper nach dem 1:1-Unentschieden von einer destruktiven Spielweise Ihrer Mannschaft. Was sagen Sie dazu?

Zenker: Als ich diese Aussage am Abend nach dem Spiel gelesen habe, musste ich schmunzeln. Jedoch berührt sie mich nicht weiter. Vielleicht war bei meinem Kollegen direkt nach dem Spielschluss die Enttäuschung noch groß, die 1:0-Führung nicht über die Zeit gebracht zu haben.

Es gab aber auch Zuschauer, die davon sprachen, Hohenholte habe clever verteidigt und Bösensell sei als Meister zu wenig eingefallen . . .

Zenker: Das habe ich auch gehört. Wir wollten bewusst tief stehen und dem Gegner öfter den Ball geben. Die Mannschaft hat das gut gemacht. Insgesamt war das Chancenverhältnis ausgeglichen. Wenn wir in der Nachspielzeit unsere große Möglichkeit nutzen, gewinnen wir sogar noch das Spiel.

Auch wenn erst drei von 30 Partien absolviert sind: Lässt sich schon in etwa absehen, wo GS Hohenholte am Saisonende in der Tabelle landen wird?

Zenker: Nein, dafür ist es noch viel zu früh. Unser Kader ist sehr klein – für mich zu klein. Gegen Bösensell standen mir gerade einmal 13 gesunde Spieler zur Verfügung. Ich hoffe, dass wir unser Saisonziel Klassenerhalt erreichen. Deshalb ist es wichtig, zu punkten und den Abstand zur unteren Tabellenregion anwachsen sowie eine Pufferzone entstehen zu lassen.

Bereits am Donnerstag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Diesmal gastiert ab 19.30 Uhr der Tabellenelfte BSV Roxel II auf der Teltheide-Sportanlage. Hält Ihre Erfolgsserie?

Zenker: Beim Volksbank-Baumberge-Cup haben wir völlig verdient mit 0:3 verloren und waren chancenlos. Die Vorzeichen haben sich aber verändert. Roxel holte sich durch den Last-Minute-Sieg am Sonntag in Nienberge sicherlich neues Selbstvertrauen. Wir spielen aber auch besser als noch in der Turnierwoche. Ich erwarte ein enges Spiel. Uns fehlt noch viel, um einen Gegner zu kontrollieren und zu beherrschen. Dafür bin ich ein totaler Realist, um die Situation ganz genau einschätzen zu können.

Sowohl gegen die Warendorfer SU II als auch gegen Meister Bösensell gab es zu Hause ein 1:1-Unentschieden. Wären Sie mit diesem Resultat auch im dritten Heimspiel zufrieden?

Zenker: Die Frage kann ich so nicht beantworten, da alles vom Spielverlauf abhängt. Sollten wir wie gegen Warendorf sieben, acht Großchancen haben und nur ein Remis erreichen, wäre ich sicherlich nicht zufrieden.

Wie sieht die Personalsituation aus?

Zenker: Nils Berndt ist ab Donnerstag für 14 Tage im Urlaub. Aus privaten Gründen fehlt Ferdinand Vogelsang. Dafür ist Patrick Wilhelmer wieder zurück. Außerdem hoffe ich, dass Lionel Oberbeck seine Verletzung auskuriert hat.

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