Handball: Landesliga
Havixbeck geht in Kinderhaus mit 19:33 unter

Havixbeck -

„Das war eine Katastrophe. Ich kann dem Spiel nichts Positives abgewinnen“, sagte ein nach der 19:33 (11:16)-Auswärtsklatsche bei Westfalia Kinderhaus sehr verärgerter Tom Langhoff.

Sonntag, 16.09.2018, 14:22 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 14:22 Uhr
Kein Vorbeikommen: Havixbecks Christian Mühlenkamp (l.) scheitert auch in dieser Szene an Westfalias routiniertem Schlussmann Heinz Jansen.
Kein Vorbeikommen: Havixbecks Christian Mühlenkamp (l.) scheitert auch in dieser Szene an Westfalias routiniertem Schlussmann Heinz Jansen. Foto: Johannes Oetz

Der Trainer des Handball-Landesligisten SW Havixbeck hielt erstmals während seiner Amtszeit bei den Schwarz-Weißen nach der Partie keine Ansprache, sondern begab sich umgehend auf den Heimweg. „Sowohl im Angriff als auch in der Deckung hat die Mannschaft eine desolate Leistung gezeigt.“

30 Minuten vor dem Anpfiff hatten die Gäste erfahren, dass die Begegnung ohne Harz ausgetragen wird. „Darauf waren wir gar nicht vorbereitet.“ Ein Großteil der SWH-Akteure hatte damit riesige Probleme. Der Havixbecker Coach veränderte daraufhin die Taktik ein wenig. „Wir wollten in die Tiefe gehen und nicht so sehr aus dem Rückraum den Abschluss suchen.“ Doch die Taktik ging nicht auf. Der bereits über 50 Jahre alte Westfalia-Schlussmann Heinz Jansen gefiel mit einem hervorragenden Stellungsspiel und hielt 63 Prozent der Bälle. „Die Quote ist der Wahnsinn“, verteilte Langhoff ein Lob in Richtung des gegnerischen Torhüters und stellte klar, „dass das fehlende Harz überhaupt nicht als Ausrede zu verstehen ist“.

Der Start des Spiels verlief für die Habichte noch passabel. Nach sechs Minuten stand es 2:2-Unentschieden. Anschließend setzten sich die Gastgeber mehr und mehr ab. Zur Pause war aufgrund der 16:11-Führung bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen.

Kontinuierlich wurde der Vorsprung auch nach dem Wiederanpfiff von Kinderhaus ausgebaut. Am Ende waren es 14 Tore, wobei die Langhoff-Sieben in den letzten acht Minuten lediglich einen Treffer erzielte.

„Unsere Trefferquote lag insgesamt bei 39 Prozent. Dieser Wert ist natürlich viel zu gering und eine blanke Katastrophe“, berichtete der Havixbecker Übungsleiter und machte kein Geheimnis daraus, „dass wir die Leistung im Rahmen des Trainings am Dienstag intensiv besprechen werden. So ein Spiel möchte ich nicht noch einmal erleben.“

Das Westfalia-Team hatte nur wenig Mühe, die nächsten zwei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. „Daran hatten wir einen großen Anteil, denn die Mentalität meines Teams hat überhaupt nicht gestimmt.“ Über Entscheidungen der Schiedsrichter sei diskutiert worden, anstatt nach einem Fehlwurf zurückzulaufen. „So etwas geht gar nicht.“

SW Havixbeck:

Cassens, Wittenberg – J. Beumer (5), Frieling (5), C. Mühlenkamp (4), Leusmann (2), Wiesner (2), Steens (1), Brinkgerd, Kleinwechter, Saalfeld, Lepke, L. Stumpe.

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