Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Die Doppelspitze beim SV Bösensell löst sich auf

Bösensell -

Beim SV Bösensell wird es im Sommer Veränderungen bei den Trainern der ersten Mannschaft geben. Das teilte der Verein am Freitag mit.

Freitag, 14.12.2018, 16:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2018, 16:04 Uhr
Werden sich schweren Herzens trennen – zumindest auf dem Platz: Mathias Krüskemper (l.) hört als Coach auf, Fabian Leifken macht jedoch weiter.
Werden sich schweren Herzens trennen – zumindest auf dem Platz: Mathias Krüskemper (l.) hört als Coach auf, Fabian Leifken macht jedoch weiter. Foto: Marco Steinbrenner

Drei Jahre lang waren sie an der Seitenlinie unzertrennlich. Nach dieser Saison ist Schluss, denn beim A-Ligisten SV Bösensell brechen neue Zeiten an. Aus beruflichen und privaten Gründen steht Mathias Krüskemper nicht mehr als Trainer zur Verfügung und übernimmt beim SVB ein neues Amt. Fabian Leifken macht jedoch weiter. Er wird zukünftig von Mittelfeld-Akteur Christoph Hohmann unterstützt, der zum spielenden Co-Trainer in der Hierarchie aufrückt.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass Fabian weitermacht. Dass es Mathias allerdings nicht mehr schafft, ist natürlich sehr schade. Doch uns war schnell klar, dass wir einen solchen Mann nicht einfach ziehen lassen dürfen“, erklärte Jürgen Leifken. Daher, so der 1. Vorsitzende der Fußballabteilung des SVB, weiter, habe man geschaut, wie man Krüskemper weiter an den Verein binden könne. „Deshalb haben wir einen neuen Posten erfunden. Mathias wird bei uns Sportlicher Leiter.“

Krüskemper selbst muss über die Bezeichnung schmunzeln: „Wir mussten dem Kind einfach einen Namen geben. Fakt ist, dass ich die Truppe nur sehr ungern abgebe. Durch den Posten bleibe ich allerdings nah dran, ohne bei jedem Training und jedem Spiel dabei sein zu müssen.“

Krüskempers Schwager, Fabian Leifken, wird im Sommer in sein sechstes Trainerjahr beim SVB gehen. „Mir war wichtig, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, fortgeführt wird. Ich freue mich sehr auf die weitere Saison, denn die Mannschaft ist charakterlich einwandfrei. Die Moral ist intakt und die Jungs sind sehr lernwillig. Wenn wir in der Halbzeit beispielsweise mal etwas ansprechen, versuchen die Spieler es immer sofort umzusetzen. Das gefällt mir“, erzählt der 35-Jährige, der zwei weitere Mitstreiter nicht unerwähnt lassen möchte: „Auch Torwarttrainer Jürgen Heßeler und Betreuer Klaus Eckrodt machen weiter. Die Beiden sind sehr wichtig für das Team.“

Über seinen neuen Co-Trainer freut sich Fabian Leifken, der als Studienrat an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Marl beschäftigt ist, sehr: „Mit Christoph Hohmann werden wir einen neuen Impuls setzen. Er hat ohnehin ein gutes Standing in der Mannschaft. Ich denke, dass es ein gutes Signal für die Jungs ist, dass Christoph sich noch mehr einbringt.“

Hohmann konnte es zunächst gar nicht glauben, dass er für den Posten des Co-Trainers auserkoren worden war. „Anfangs war ich wirklich sehr überrascht. Ich freue mich aber riesig, dass der Verein an mich gedacht hat, wobei ich gleichzeitig bedauere, dass Matze als Trainer aufhört“, sagt der 30-Jährige, der früher unter anderem für GW Nottuln in der Westfalenliga auflief, ehe ihn Knieprobleme zum Kürzertreten zwangen. Seine Erfahrung möchte er bei seiner neuen Aufgabe mit einbringen. „Ich hatte auf meinen bisherigen Stationen einige sehr gute Trainer, Rainer Leifken oder Marcus Feldkamp etwa. Was ich von ihnen gelernt habe, möchte ich jetzt weitergeben. Nur Hütchen aufzustellen, das reicht mir jedenfalls nicht.“

Für den gebürtigen Bösenseller, der inzwischen in Münster lebt und dort beim Landgericht arbeitet, ist der Aufstieg in die Bezirksliga nicht das oberste Ziel. „Nein, nein. Ich möchte vielmehr helfen, dass wir weiter guten Fußball spielen.“

Mit dieser Ansage läuft er bei Fabian Leifken offene Türen ein: „Natürlich wollen wir immer im oberen Drittel mitmischen. Als SV Bösensell allerdings zu sagen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen, halte ich für vermessen. In dieser starken Liga gibt es ganz andere Vereine, die mehr Möglichkeiten und größere Ambitionen haben aufzusteigen.“ Sein Ziel werde weiterhin sein, die Mannschaft fußballerisch voranzubringen.

Nachdem nun die Trainerfrage beim SVB für die Saison 2018/19 geklärt ist, sollen alsbald die Gespräche mit den Spielern aufgenommen werden. „Am Samstag haben wir Weihnachtsfeier. Morgens gegen halb eins werde ich mit den Gesprächen beginnen, da sind die Erfolgsaussichten erfahrungsgemäß am größten“, lacht Fabian Leifken.

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