Fußball – GS Hohenholte
Gelb-Schwarzer Teamgeist ist der zwölfte Mann

Hohenholte -

Mit dem neunten Tabellenplatz hat A-Ligist Gelb-Schwarz Hohenholte die abgeschlossene Fußball-Saison beendet. Trainer Ralf Zenker und Kapitän Frederik Fechner blicken zurück und sehen noch Potenzial in der Mannschaft

Donnerstag, 13.06.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 14:56 Uhr
Erik Bernsjann erzielte in seinem ersten Jahr als Seniorenspieler sechs Tore in der abgelaufenen Saison. Der Mittelfeldmann hatte sich schnell an das „Klima“ in der A-Liga gewöhnt.
Erik Bernsjann erzielte in seinem ersten Jahr als Seniorenspieler sechs Tore in der abgelaufenen Saison. Der Mittelfeldmann hatte sich schnell an das „Klima“ in der A-Liga gewöhnt. Foto: Marco Steinbrenner

Ralf Zenker , seit dem 1. Juli 2018 Trainer der Kreisliga A-Fußballer von GS Hohenholte, bringt es nach seiner ersten Saison auf den Punkt. „Wir haben eine gute Qualität an Einzelspielern. Allerdings ist die Breite des Kaders nicht sehr groß.“ Trotz einer durchwachsenen Vorbereitung reichte es für die Gelb-Schwarzen mit zehn Siegen, acht Unentschieden und zwölf Niederlagen zum neunten Tabellenplatz.

„Die Saison war gut. Leider haben wir es nicht immer geschafft, die taktischen Vorgaben unseres Coaches über 90 Minuten umzusetzen“, sagt Kapitän Frederik Fechner und erinnert sich, „dass wir in nur wenigen Spielen chancenlos waren. Die meisten Gegentore resultierten aus individuellen Fehlern.“

Ein großer Pluspunkt, da sind sich Zenker und Fechner einig, sei der Zusammenhalt. „Häufig konnten über den Teamgeist noch ein paar Prozent herausgekitzelt werden“, verrät der Übungsleiter und bezeichnet GS Hohenholte als einen „anderen Verein mit einer klaren Dorfmentalität“. Zu Saisonbeginn mussten die Eigengewächse Leon und Lutz Marquardt, Erik Bernsjann sowie An­dreas Saalmann in das Team eingebaut werden. Die ehemaligen A-Junioren benötigten nur eine kurze Anlaufzeit, um sich im Seniorenbereich zu integrieren. So erzielte Bernsjann als linker Mittelfeldspieler gleich sechs Treffer. Da die beiden Torhüter, Andreas Saalmann und Yannick Boonk, nach Meinung von Ralf Zenker gleichstark sind, habe er in der Rückrunde von Spiel zu Spiel den Keeper getauscht. „So erhielten beide Akteure ihre Spielanteile. Die Wechselei wurde zu keinem Risiko.“

Aufgrund der vier Youngster aus dem eigenen Nachwuchs sank der Altersdurchschnitt noch weiter. Spieler wie Frederik Fechner, Marvin Niehoff und auch Mario Boonk, die selbst erst Anfang 20 sind, haben von ihrem Trainer die Aufgabe bekommen, „die jungen Teamkollegen zu führen“. Stephan Walt­ring und Patrick Wilhelmer werden von Zenker liebevoll als die „Papas der Truppe“ bezeichnet. Beide sind 29 Jahre alt.

Kapitän Frederik Fechner (rechts) ist der verlängerte arm von Trainer Ralf Zenker auf dem Spielfeld.

Kapitän Frederik Fechner (rechts) ist der verlängerte arm von Trainer Ralf Zenker auf dem Spielfeld. Foto: Marco Steinbrenner

Wilhelmer hat nach dem letzten Saisonspiel am 26. Mai gegen den SC Nienberge (0:2) seine Fußballschuhe aus privaten Gründen an den berühmten Nagel gehängt. Mit neun Treffern war der Goalgetter erfolgreichster GSH-Torschütze. Dahinter folgt bereits Waltring, der allerdings verletzungsbedingt von November bis Mai passen musste und zuvor schon sieben Mal eingenetzt hatte.

„Wir haben 49 Treffer in 30 Spielen erzielt. Das ist deutlich zu wenig“, sagt Ralf Zenker und erinnert sich an den Saisonstart gegen die Warendorfer SU II (1:1) und später an die Partie gegen den TuS Ascheberg (3:3). „Wenn wir in beiden Begegnungen unsere Möglichkeiten optimal genutzt hätten, wäre der Sieg zweistellig ausgefallen.“

Auch wenn Hohenholtes Übungsleiter mit dem bisherigen Abschneiden „sehr zufrieden ist“, wird Ralf Zenker am 13. Juli mit frischem Elan die erste Trainingseinheit nach der Sommerpause leiten. „Wir haben im taktischen Bereich noch viel Luft nach oben.“ Daran soll in der Vorbereitung, der Höhepunkt ist einmal mehr das eigene Turnier um den Volksbank-Baumberge-Pokal (26. Juli bis 3. August), intensiv gearbeitet werden. „Die Liga ist durch die Aufsteiger SW Havixbeck und SC Münster 08 II stärker geworden.“ Beide Mannschaften erwartet Zenker nicht in der unteren Tabellenregion.

„Wir haben ein junges Team, mit dem wir einiges erreichen können“, ist auch bei Frederik Fechner schon jetzt eine gehörige Portion Vorfreude auf die Saison 2019/20 zu spüren. „Wir haben durchaus die Qualität, Mannschaften von ganz oben zu ärgern.“

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