Fußball: Frauen Landesliga
Punkt bei Fortuna Gronau fühlt sich für GW Nottuln wie eine Niederlage an

Nottuln -

Dieser Punkt fühlte sich wie eine Niederlage an. Doch in den Ärger der Landesliga-Frauen von GW Nottuln über das Remis bei Fortuna Gronau nach einer Zwei-Tore-Führung mischte sich am Sonntag Freude. Grund war das Verfolger-Duell.

Sonntag, 29.09.2019, 21:56 Uhr
Denise Waltering brachte die Nottulnerinnen in Gronau mit 2:1 in Führung.
Denise Waltering brachte die Nottulnerinnen in Gronau mit 2:1 in Führung. Foto: Markus Höppener

Weil Ibbenbüren und Wessum mit einem 1:1 die Gunst der Stunde nicht nutzen konnten, bleiben die Nottulnerinnen Tabellenführer. Zufrieden war Trainerin Anna Donner nach dem 3:3 (1:0) dennoch nicht. „Wir haben uns viele Fehlpässe geleistet, waren nicht so drückend wie sonst und haben den Ball diesmal nicht so gut in die Tiefe spielen können“, lautete ihre Analyse.

Ihr Team war zwar von Beginn an das bessere, vergab aber nach einem elfmeterwürdigen Foul an Maike Austrup die Chance zur Führung vom Punkt, weil Nora Kersting nur den Pfosten traf (15.). Besser machte das die Gronauerin Jacqueline Eckelmann. Sie verwandelte in der 36. Minute zum 1:0, nachdem eine ihrer Mitspielerinnen bei einem Zweikampf im Strafraum zu Fall gekommen war. „Sie ist selbst ausgerutscht und hat unsere Spielerin mitgezogen“, verstand Anna Donner den Elfmeterpfiff nicht.

In der Pause rüttelte die GWN-Trainerin ihre Truppe noch einmal wach, forderte mehr Aggressivität und Laufbereitschaft und stellte um. Die nun weiter nach vorne beorderte Johanna Mersmann sorgte auch prompt für mehr Wirbel im Angriff. Binnen elf Minuten drehten die Gäste den Rückstand in eine 3:1-Führung. Nach dem Ausgleich durch Mersmann (52.) köpfte Denise Waltering nach einer Ecke zum 1:2 ein (54.), ehe Sophie Ahlers das 1:3 nachlegte (63.). „Das hätten wir dann nach Hause schaukeln müssen“, merkte Donner später an. Und das wäre sicherlich gelungen, hätte der Schiedsrichter nicht Anna Ahlers vor dem vermeintlichen 1:4 im Abseits gesehen – zum Unverständnis von Donner.

Was dann passierte, konnte die GWN-Trainerin nur mit sich einschleichender Angst bei ihrem Team erklären. „Wir haben die Nerven verloren und uns hinten reindrängen lassen“, stellte sie fest. Die Folge war zunächst das 2:3 durch Christin Reuter (85.), die den Ball nach einem Freistoß im Strafraum erwischte und unter die Latte bugsierte. Die Nottulnerinnen hatten nun regelrecht die Hosen voll. Es roch nach Ausgleich – und so kam es auch: Gut 89 Minuten waren gespielt, als Laura Münstermann zum 3:3-Endstand traf.

„So dämlich darf man sich gegen eine Mannschaft von unten, gegen die man eigentlich 6:1 gewinnen muss, nicht anstellen“, ärgerte sich Donner. „Dieser Punktgewinn fühlt sich jedenfalls wie eine Niederlage an.“

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