Handball: Bezirksliga
SW Havixbeck in bester Hitchcock-Manier

Havixbeck -

„Jeden Samstagabend brauche ich diese Spannung nicht“, sagte Tom Langhoff. Der Trainer des Handball-Bezirksligisten SW Havixbeck freute sich über den hart erkämpften 30:29 (13:16)-Auswärtssieg gegen Eintracht Hiltrup und musste anschließend aber auch feststellen, „dass wir mit mehr als mit nur einem blauen Auge davongekommen sind“.

Sonntag, 01.12.2019, 13:48 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 15:26 Uhr
Behielt in der letzten Sekunde die Nerven und traf per Siebenmeter zum Sieg: Christopher Wiesner.
Behielt in der letzten Sekunde die Nerven und traf per Siebenmeter zum Sieg: Christopher Wiesner. Foto: Marco Steinbrenner

Die Gastgeber präsentierten sich gegen den Landesliga-Absteiger bis in die Haarspitzen motiviert und erarbeiteten sich bis zur 22. Minute einen 14:9-Vorsprung heraus. „Wir waren nicht bei 100 Prozent und haben teilweise schläfrig agiert“, berichtete Langhoff . Doch das war nach Ansicht des SWH-Coaches nicht alleine der Grund für den deutlichen Rückstand. „70 bis 80 Prozent der Schiedsrichter-Pfiffe gegen uns konnte ich nicht nachvollziehen.“ So kassierte der ehemalige Zweitligaspieler auch selbst eine Gelbe Karte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit beruhigte sich die Situation ein wenig. Den Schwarz-Weißen gelang es nun, innerhalb von sieben Minuten einen 16:20-Rückstand zu egalisieren. Mitentscheidend für die Aufholjagd war eine Umstellung in der Deckung. Lukas Bexten , der Havixbecker verließ aus persönlichen Gründen die A-Jugend des TV Emsdetten und ist ab sofort wieder für seinen Heimatverein auf dem Feld, organisierte die Abwehr und Christian Mühlenkamp agierte vorgezogen in der 5:1-Deckung. Als die Gäste nach 57 Minuten mit 29:26 in Führung lagen, schien die Partie gelaufen zu sein. In Unterzahl spielend, ließ die Langhoff-Sieben dann aber zwei Großchancen zur möglichen Vorentscheidung ungenutzt. Die Folge: Drei Sekunden vor Schluss erzielte Hiltrup den viel umjubelten Ausgleich.

Doch die Freude kam zu früh. SWH-Schlussmann Jesse Wittenberg nahm sich den Ball und warf das Spielgerät messerscharf auf den am Anstoßpunkt stehenden Christian Mühlenkamp. Die Schiedsrichter setzten die Partie mit einem Pfiff fort und ein Hiltruper Akteur lief durch den Mittelkreis. Aufgrund dieser Spielverzögerung gab es eine Zeitstrafe und gleichzeitig einen Siebenmeter. Christopher Wiesner behielt die Nerven und ließ Hiltrups Keeper Sebastian Filusch, der selbst einmal zu Verbandsliga-Zeiten in Havixbeck zwischen den Pfosten stand, keine Abwehrmöglichkeit.

Anschließend kannte der Jubel bei den Habichten keine Grenzen mehr. Auch Rückraumspieler Joschua Schmidt, der nach 33 Minuten für ein Foul die Rote Karte gesehen hatte, eilte von der Tribüne aufs Spielfeld. Der Torschütze vom Dienst wird am kommenden Sonntag (8. Dezember) im letzten Heimspiel des Jahres gegen die HSG Hohne/Lengerich jedoch wieder mit von der Partie sein.

Tore: Wiesner (8), Lügering (7), C. Mühlenkamp (4), M. Albers (3), Schmidt (3), Stumpe (2), Leusmann (1), L. Albers (1), Bexten (1).

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