Handball: Landesliga
Für Schulte passt alles bestens bei SW Havixbeck

Havixbeck -

Etliche Testspiele und ein prima Klima sorgen im Lager der Handballer von SW Havixbeck für eine schöne Momentaufnahme. Der neue Trainer baut eine Landesliga-Mannschaft auf, die ohne einen einzigen Neuzugang auskommen will und kann.

Dienstag, 15.09.2020, 17:36 Uhr
Joshua Schmidt, 157-facher Torschütze für Havixbeck in der Bezirksliga – und damit Klassenbester – wird sich in einem intakt gebliebenen schwarz-weißen Aufgebot eine Etage höher beweisen wollen.
Joshua Schmidt, 157-facher Torschütze für Havixbeck in der Bezirksliga – und damit Klassenbester – wird sich in einem intakt gebliebenen schwarz-weißen Aufgebot eine Etage höher beweisen wollen. Foto: Marco Steinbrenner

Florian Schulte meldet keinerlei Auffälligkeiten. Das ist in diesen Zeiten schon mal was wert. Die Handballer des Neu-Landesligisten Schwarz-Weiß Havixbeck sind gesund und munter. Im Vorfeld der am 4. Oktober startenden Saison, die anders ist als gewohnt, hat der neue 38 Jahre alte Coach mit Wohnsitz Greven bemerkenswert fleißig arbeiten lassen. Acht Testspiele, darunter einige gegen höherklassige Konkurrenten, sind ausgetragen worden. „Die Truppe hat bisher alles ganz hervorragend gemacht“, sagt Schulte und attestiert dem Kader einen „unheimlich starken Zusammenhalt“ und eine „große Lust, für den Club aufzulaufen.“ Das Aufgebot stelle sich als ein sehr gemischtes da. „Junge, etwas ältere und sozusagen alte“ seien gerne beisammen mit „richtig guter Laune.“

Der einst selbst für Havixbeck aktive Trainer hat viel investiert, um den Einschränkungen dieser Wochen und Monate zu trotzen. „Wir haben konsequent die Kontakte gepflegt und Beziehungen aufgebaut.“ Stand heute dürften 150 Besucher zu Heimspielen kommen. Die Halle bietet Chancen, den notwendigen Abstand zu halten. Das schlüssige Konzept des Clubs liegt vor und wird diszipliniert umgesetzt. Sieben Spieler dürfen in eine Kabine. Drei zugleich die Duschen nutzen.

Dass sich alle Mann kennen, kann da nur von Vorteil sein. Schulte hat einen 20-köpfigen Kader beisammen. Noch. In der Saison wird es eine kleinere Kerngruppe geben. „Ich bin sehr dafür, mit offen Karten für Klarheit in Personalfragen zu sorgen. Und Unzufriedenheit vorzubeugen.“ In einem erweiterten Kader sind auch jene aufgeführt, die jederzeit nachrücken können. „Die Verzahnung mit der Kreisliga-Zweiten soll eine ganz enge bleiben“, sagt Schulte.

Den Linkshänder Julian Hölscher hat er der Zweiten sozusagen weggenommen und oben integriert. Ein echter Neuzugang ist der Rückraumspieler also nicht. „Von außerhalb haben wir keinen Spieler dazu bekommen. Aktiv waren wir diesbezüglich nicht“, so Schulte. „Das war schwierig angesichts der Umstände. Wenn uns jemand zugelaufen wäre, hätten wir mit dem gesprochen.“

Die nach einem Jahr in die Klasse zurück gekehrten Schwarz-Weißen sollten „möglichst gut in die Saison kommen und punkten. Ich denke, das Rennen wird spannend. Wir kämpfen um einen Platz im Mittelfeld.“ Zwölf Teams nehmen den Wettbewerb auf. Ein paar dürften als unbekannte Größen gelten, weil sie per „Wildcard“ zum Aufstieg gekommen sind. „Auch diese Gegner dürfen wir nicht unterschätzen. Die sind motiviert“, warnt Schulte.

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