Handball: Landesliga
SW Havixbeck lässt stark nach

Havixbeck -

In der Schlussphase des Spiels gegen den 1. HC Ibbenbüren verschenkten die Landesliga-Handballer von SW Havixbeck den schon sicher geglaubten Heimsieg.

Montag, 05.10.2020, 17:52 Uhr
Setzt sich hier durch: Jonas Lügering. Insgesamt kam er auf vier Treffer.
Setzt sich hier durch: Jonas Lügering. Insgesamt kam er auf vier Treffer. Foto: Klaus Schulte

Dass ein Handballspiel 60 Minuten dauert, sollte eigentlich bekannt sein. Die Landesliga-Handballer von Schwarz-Weiß Havixbeck waren im Heimspiel gegen den 1. HC Ibbenbüren allerdings nur 48 Minuten auf Betriebstemperatur. Beim Stande von 23:17 (48.) lagen die Schützlinge von SWH-Coach Florian Schulte scheinbar uneinholbar in Front. Doch eine zehnminütige Auszeit kostete den greifbaren Erfolg gegen den Mitaufsteiger. Mit 26:24 entführten die Gäste vom Teuto beide Punkte und ließen fassungslose Gastgeber zurück.

„Wir sind stark als Kollektiv“, hatte Florian Schulte im Vorfeld der Begegnung erklärt. Das bewiesen seine Schützlinge eindrucksvoll, die sich in einer bisweilen hart geführten Begegnung nach etwas zähem Beginn mit großer Einsatzbereitschaft und spielerischer Klasse nach und nach vom Gegner absetzten. Jeder Treffer wurde enthusiastisch von der gesamten Bank stehend mitgefeiert.

Schnell sprang der Funke auch auf die Zuschauer über. 150 Handballinteressierte waren zugelassen, die begeistert mitgingen. Bis zum Seitenwechsel spielten sich die Schwarz-Weißen in einen wahren Rausch und führten gegen den 1. HC zur Pause mit 16:11.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Habichte zunächst weiter tonangebend und schraubten die Führung auf 23:16. „Wir feiern hier heute – und niemand sonst“, gab der Havixbecker Übungsleiter Florian Schulte seiner Mannschaft in einer Auszeit mit auf den Weg. „Aber nur, wenn ihr weiter konzentriert bleibt und im Angriff dahin geht, wo es weh tut.“

Den letzten Satz müssen seine Akteure wohl überhört haben, denn der Gast kam nach drei einfachen Toren aus dem Rückraum wie aus dem Nichts zurück ins Spiel, während auf Seiten der Hausherren plötzlich die Luft raus war. Vorne ging auf einmal nichts mehr zusammen und im Gegenzug fingen sich die Schulte-Schützlinge regelmäßig Konter ein.

Zehn Minuten blieben die Havixbecker ohne Torerfolg. Das große Zittern begann. Auf den Bänken herrschte jetzt blankes Entsetzen, als Ibbenbüren plötzlich mit zwei Treffern führte. Noch einmal warfen die Schwarz-Weißen alles nach vorne, doch es war zu spät. Da machte es auch nichts mehr aus, dass die Akteure aus der ehemaligen Bergbaustadt in der Schlussminute noch zwei rote Karten kassierten. Mit hängenden Köpfen schlichen die Gastgeber in die Kabine.

„Solch ein Verhalten kann man vielleicht in der Bezirksliga an den Tag legen, aber in der Landesliga wird das bestraft“, führte ein enttäuschter Havixbecker Trainer die mangelhafte Konzentration und Einstellung im Gefühl des sicheren Sieges als Grund für die Niederlage an. „Das Spiel haben wir eindeutig im Angriff verloren.“

SWH-Tore: Schmidt (8/5), Albers (5), Lügering (4), Mühlenkamp (2), Wiesner (2), Leusmann (1), Steens (1), Hölscher (1).

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