Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Leer spielt volle Pulle und zwingt die Matellia in die Knie

Leer -

Westfalia-Fan zu sein, das war am Samstag eine Wonne. Mit 2:0 (1:0) gewannen die Leerer vor eigenem Publikum das Derby gegen Matellia Metelen – und das völlig verdient. Allerdings spielte eine strittige Entscheidung den Hausherren in die Karten.

Samstag, 02.03.2019, 18:32 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 10:56 Uhr
Hacke, Spitze, Trallala haben die Leerer eigentlich nicht im Repertoire. Es sei denn, sie heißen Tim Laumann (2.v.r.).
Hacke, Spitze, Trallala haben die Leerer eigentlich nicht im Repertoire. Es sei denn, sie heißen Tim Laumann (2.v.r.). Foto: Marc Brenzel

Westfalia Leer hat das Derby gegen Matellia Metelen für sich entschieden. Völlig verdient gewann die Elf von Thomas Overesch mit 2:0 (1:0). Entscheidend war, dass die Hausherren kämpferisch mehr investierten als der Gegner.

Gäste-Trainer Bertino Nacar machte in seiner Analyse den strittigen Handelfmeter, den Schiedsrichter Christoph Schulte gegen seine Elf verhängte, als Schlüsselszene aus. „Marc op de Bekke wird angeschossen und hat die Hand am Körper angelegt. Da auf Strafstoß zu entscheiden, ist eine Frechheit“, echauffierte sich der ehemalige Regionalligaspieler. Tim Laumann zeigte sich von den Diskussionen unbeeindruckt und schickte Matellia-Keeper Sven Tolksdorf gekonnt in die falsche Ecke – 1:0 (20.).

Westfalia Leer lädt sich Matellia Metelen zum A-Liga-Derby ein

1/20
  • Samstag war Derbytime: Westfalia Leer gegen Matellia Metelen – da sind Zweikämpfe mehr denn je gewollt.

    Foto: Marc Brenzel
  • In der 20. Minute gab es einen Elfmeter für die Hausherren. Marc op de Bekke war der Ball im eigenen Strafraum an die Hand gesprungen. Max Joormann (Nr. 11) wollte übernehmen, überließ die Ausführung aber dann doch Tim Laumann (2.v.r).

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  • . . . was keine schlechte Entscheidung war, denn Laumann schickte Matellia-Keeper Sven Tolksdorf in die falsche Ecke.

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  • Warum es Laumann so eilig hatte, den Ball wieder ins Spiel zu bringen, bleibt sein Geheimnis.

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  • Matthias Hölscher (l.) verdiente sich als Bewacher von Metelens Spielertrainer Bertino Nacar (Nr. 22) ein Sonderlob.

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  • Ohnehin verteilte Leers Trainer Thomas Overesch viele Lorbeeren.

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  • Kleiner Check: Sven Tolksdorf „kümmert“ sich um Jannik Arning (r.).

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  • Aber der Westfalia-Mittelstürmer ist ein Mann aus Eisen.

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  • Leers Julian Krawczyk (l.) machte viel Betrieb auf der Außenbahn.

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  • Hacke, Spitze, Trallala haben die Leerer eigentlich nicht im Repertoire. Es sei denn, sie heißen Tim Laumann (2.v.r.).

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  • Rustikaler war da schon das Einstigen von Lennard Raus gegen David Wähning. Dafür gab es die Gelbe Karte.

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  • Metelens Stürmer Christopher Viefhues konnte sich gegen die Leerer Verteidiger nicht entfalten.

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  • Mit Jannik Arning hatten die Hausherren in der gegnerische Hälfte die Lufthoheit.

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  • Arning durfte sich in der 69. Minute für das 2:0 bejubeln lassen.

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  • Timo Selker (M.) will an Johannes Kippelt vorbei, doch das klappte nicht. Der Metelener Abwehrchef machte eine gute Partie.

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  • Hände hoch! Ergeben wollten sich Matellia-Kapitän Sebastian Feldhues und die Seinen trotz des 0:2-Rückstandes aber nicht.

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  • Sven Tolksdorf macht sich richtig lang.

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  • Alle super in Leer.

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  • Kein Wunder, Derbysiege schmecken doppelt süß.

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  • Katerstimmung bei der Matellia, die sich im Abstiegskampf aber nicht aufgeben will.

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Die Metelener kamen gar nicht in den Tritt, woran Matthias Hölscher einen großen Anteil hatte. Der wurde als Manndecker von Nacar aufgeboten und engte die Kreise des Metelener Spielertrainers sehr gut ein. „Das mag vielleicht altbacken sein, hat aber Erfolg gebracht. Hölschi hat das super gemacht“, war sich Leers Coach Thomas Overesch nicht zu schade, taktisch in die Mottenkiste zu greifen.

Der Westfalia gehörte die erste Hälfte, was auch das klare Chancenplus wiedergab. Von der Matellia kam offensiv hingegen ganz wenig. „Gegen den Ball waren wir gallig, aber im Angriff lief nichts. Da haben wir uns von dem Kick-and-Rush des Gegners anstecken lassen“, kritisierte Nacar.

Abschnitt Nummer zwei plätscherte erstmal so vor sich hin, ehe die Leerer erkannten, dass für einen Heimsieg mehr investiert werden muss. Nach gut einer Stunde schalteten sie wieder einen Gang hoch und erzielten prompt das 2:0, für das Goalgetter Jannik Arning verantwortlich zeichnete (69.). Das kam dem Metelener K.o. gleich, zumal die Schwarz-Weißen bei dem Versuch einer Aufholjagd auch noch Adrias Zenuni mit einer Roten Karte verloren (81., grobes Foulspiel).

„Der Elfer und das daraus resultierende 1:0 hat dem Gegner in die Karten gespielt. Ich bin aber keiner, der die Fehler nur bei den anderen sucht. Von uns muss auch mehr kommen“, gestand Nacar ein.

„Ich kann verstehen, dass sich Bertino aufregt. Die Sache mit den Handspielen im Strafraum ist doch eine Lotterie geworden. Mit meinen Jungs bin ich super zufrieden. Sie haben sich voll an die taktischen Vorgaben gehalten. Der Einsatz stimmte, aber das habe in einem Derby von ihnen ohnehin erwartet“, bilanzierte Overesch.

Westfalia Leer: Middendorf – Thiemann, Laumann (75. M. Wewers), Eweler, Hüsing – Iger (84. Selker), Joormann, Hölscher, Raus, Krawczyk – Arning (89. Meis).

Matellia Metelen: Tolksdorf – op de Bekke, J. Kippelt, Feldhues – Maletz (69. Ernsting), Nacar, L. Van de Velde, Wähning – Prantler (10. Weßeling), Zenuni, Viefhues.

Tore: 1:0 Laumann (20., Handelfmeter), 2:0 Arning (68.).

Bes. Vorkommnis: Rote Karte gegen Metelens Zenuni (81., grobes Foulspiel).

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