Fußball: Kreisliga A Steinfurt
In der Steinfurter A-Liga tobt ein Abstiegskampf hoch sechs

Kreis Steinfurt -

Drei Spieltage stehen im Kreisoberhaus noch auf dem Programm. Während oben alles klar ist, wird im Tabellenkeller um jeden Meter Rasen gekämpft. Sechs Teams sind noch in der Verlosung um die zwei bis drei Abstiegsplätze. Deren Trainer beziehen im nervenaufreibenden Kampf um den Klassenerhalt Stellung.

Freitag, 10.05.2019, 14:42 Uhr
Augen zu und drauf: Im Abstiegskampf dürfen Metelens Christopher Viefhues (l.) und alle anderen Involvierten nicht zimperlich sein.
Augen zu und drauf: Im Abstiegskampf dürfen Metelens Christopher Viefhues (l.) und alle anderen Involvierten nicht zimperlich sein. Foto: Alex Piccin

Meister Germania Hauenhorst verlässt die Kreisliga A am Saisonende durch die Vordertür. Wer aber den anderen Weg einschlägt und sich aus der Klasse als Absteiger verabschiedet, das steht noch lange nicht fest. Zwei Teams müssen auf jeden Fall runter. Kommt Germania Horstmar aus der Bezirksliga zurück, dann sind es drei. Im Kampf um den Klassenerhalt positionieren sich die Trainer im Gespräch mit der WN-Sportredaktion.

►  Ron Konermann (TuS Laer 08): „Das Restprogramm, das Metelen und Emsdetten haben, ist mörderisch. Trotzdem wollen und dürfen wir uns nicht darauf verlassen, dass die anderen verlieren. Wir möchten die letzten Restzweifel aus eigener Kraft beseitigen.“

WN-Prognose: Der TuS ist zu 99,9 Prozent gerettet.

►  Thomas Sandmann (Skiclub Nordwest Rheine): „Wir haben wirklich gute Karten auf der Hand, aber so lange rechnerisch noch nichts klar ist, jubeln wir nicht. Da ich von drei Absteigern ausgehe, sollten wir noch einen Dreier holen. Ich bin da aber ganz optimistisch, denn die Stimmung bei uns ist gut. Sonntag gegen Nordwalde haben wir zwar noch Ausfälle, aber danach können wir in voller Montur antreten.“

WN-Prognose: Die „Wintersportler“ sind zu 80 Prozent bereits im Aprés-Ski-Bereich angekommen.

►  Thomas Overesch (Westfalia Leer): „Auch wenn wir seit letztem Wochenende fünf Punkt Vorsprung aufweisen, ­gucken wir immer noch mit beiden Augen nach unten. Der Abstiegskampf ist in Leer ja nichts Neues, deshalb bleiben Verein und Mannschaft in dieser Situation auch ganz ruhig. Ich sage den Jungs immer wieder, dass es Wichtigeres gibt als Fußball.“

WN-Prognose: Thomas Overesch weigert sich, die Chancen auf den Ligaverbleib in Prozenten auszu­drücken. Die WN-Sportredaktion nicht: Zu 70 Prozent bleibt die Westfalia im Kreisoberhaus.

►  Bertino Nacar (Matellia Metelen): „Im Abstiegskampf musst du immer mit dem Worst-Case rechnen, in unserem Fall also mit drei Absteigern. Wenn das eintreten sollte, wird es für uns angesichts von fünf Punkten Rückstand bei noch neun zu vergebenen Zählern ganz, ganz schwer. Aber noch ist die Tür nicht zu, der Glaube ist da. Welche Wendungen im Fußball möglich sind, hat ja in dieser Woche die Champions League gezeigt.“

WN-Prognose: Bei drei Absteigern dürfte jeder Metelener Kraftakt schon zu spät kommen. Müssen nur zwei Teams runter, rettet sich die Matellia zu 40 Prozent.

►  Marc Stellmacher (Emsdetten 05 II): „Wir ­gucken nach allen Seiten und verfolgen drei Ziele: erstens, nicht Letzter zu werden; zweitens, Metelen hinter uns zu lassen und Drittletzter zu werden; drittens, sogar noch auf Platz 13 zu klettern. Wir trainieren drei Mal in der Woche und machen da richtig Dampf. Allerdings sind wir nicht so vermessen und sagen, wir schlagen Ochtrup und Neuenkirchen. Aber gucken wir mal, was passiert, wenn wir Sonntag gegen die FCE-Reserve dreifach punkten sollten. Grün-Weiß wird es – vorausgesetzt drei Mannschaften steigen ab – nicht schaffen. Rang 13 machen Leer, Metelen und wir untereinander aus.“

WN-Prognose: Die Ausgangslage gleicht der der Matellia, nur das Restprogramm ist noch komplizierter. Im Idealfall betragen die Chancen auf die Rettung 35 Prozent.

►  Steffen Molitor (Grün-Weiß Rheine): „Nach dem 4:0 gegen Rodde sind wir für den Moment wieder im Rennen. Sollten Metelen und/oder Emsdetten am Wochenende gewinnen, ist der Zug für uns abgefahren. Die Jungs wollen, und sie besitzen fußballerische Qualität. Ob Horstmar jetzt absteigt oder nicht, können wir nicht beeinflussen. Wir geben auf jeden Fall alles. Wenn es dann nicht reichen sollte, können wir aber in den Spiegel gucken und sagen, dass wir bis zum Ende alles gegeben haben.“

WN-Prognose: Kommt Horstmar runter, stehen die Grün-Weißen als kommender B-Ligist fest. Im Endeffekt ist der amtierende Vizemeister auch so kaum zu retten: zwei Prozent.

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