Laufen: Münster-Marathon 2019
Doris Brunstering beendete den Münster-Marathon 2019 als Beste ihrer Altersklasse W60

horstmar -

Den ein oder anderen Marathon hat Doris Brunstering aus Horstmar schon hinter sich. Als Erste ihrer Altersklasse ins Ziel zu laufen, das gelang ihr bis dato noch nicht. Premiere dafür war der Münster-Marathon 2019, obwohl sie während des Laufs gegen ihren eigenen Körper ankämpfen musste.

Freitag, 13.09.2019, 12:28 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 19:32 Uhr
Doris Brunstering absolvierte die 42,195km beim 18. Münster-Marathon in 3:51:44 std. und wurde damit Erste in ihrer Altersklasse W60.
Doris Brunstering absolvierte die 42,195km beim 18. Münster-Marathon in 3:51:44 std. und wurde damit Erste in ihrer Altersklasse W60. Foto: Tom Veltrup

42,195 Kilometer in 3:51:44 Stunden – sehr gut. Erstplatzierte in ihrer Altersklasse W 60 – noch besser. Doris Brunstering leistete Erstaunliches beim Münster-Marathon am vergangenen Sonntag. Und das, obwohl die 62-jährige im Schlussspurt gegen starke Wadenkrämpfe ankämpfen musste.

„Dass ich den ersten Platz erreiche, damit hätte ich selber nicht gerechnet“, freut sich die Horstmarerin. „Mein Ziel war eher, unter vier Stunden zu bleiben.“ Das ist der Preis einer wochenlangen, harten Vorbereitung der dreifachen Mutter: „Ich laufe eigentlich immer. Die letzten zehn Wochen vor dem Marathon war ich in der Regel aber jeden zweiten Tag zwei bis zweieinhalb Stunden unterwegs.“

Beinahe schien der Aufwand umsonst gewesen zu sein, denn ab dem 35. Kilometer erlitt Brunstermann „fürchterliche Wadenkrämpfe“. Nach kurzen Dehnpausen lief sie aber stets weiter. „Ob das so gesund war, weiß ich auch nicht“, schmunzelt sie. Als sie im Ziel ankam, war sie umso erleichterter. Nach bereits zwei Drittplatzierungen in ihrer Altersklasse konnte sich die 62-jährige erstmals über den ersten Platz freuen, der mit einer Urkunde und einem Preisgeld honoriert wurde. Wie alle anderen Teilnehmer bekam sie zusätzlich eine Medaille und ein Shirt. Knapp 23 Minuten kam sie eher ins Ziel als die Zweitplatzierte ihrer Altersklasse. In der Gesamtwertung sicherte sich Brunstering den 683. von über 1870 Plätzen. In der Gesamtwertung der Frauen erreichte sie sogar den 93. Rang. Trotzdem war sie am nächsten Morgen wieder topfit: „Ich hatte noch nie Muskelkater.“

Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der diesjährige Marathon bereits ihr 13. war. Vor 22 Jahren nahm sie das erste Mal am Münster-Marathon teil. Danach folgten elf weitere Teilnahmen in Münster und eine beim Marathon in Hamburg. „Vor zwei Jahren bin ich in Hamburg mitgelaufen. Da sind zwar mehr Leute, aber nicht so eine wunderbare Stimmung wie in Münster. Der Münster-Marathon ist mit der Schönste, den ich kenne“, schwärmt die ehemalige Büroangestellte. Ihre Bestzeit liegt bei starken drei Stunden und 37 Minuten.

Der Laufsport ist Brunsterings größte Leidenschaft: „Laufen macht einfach den Kopf frei. Ich brauche dabei auch keine Musik. Einfach in der Natur sein und den Gedanken freien Lauf lassen, das ist für mich das Schönste.“ Gut, dass in ihrer Laufkarriere noch kein Ende in Sicht ist: „Ich denke, dass ich den nächsten Münster-Marathon wieder anpeilen werde.“ Dann hoffentlich ohne Krämpfe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6933079?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35344%2F
Startklar für den Reifenwechsel
Mit immer größeren Reifen haben es die Handwerksbetrieb zu tun. Peter Voß, Obermeister der Vulkaniseur-Innung Münster, verzeichnet bereits eine wechselfreudige Kundschaft, die von Sommer- auf Winterreifen umsteigt. Der Terminkalender in der Werkstatt füllt sich.
Nachrichten-Ticker