Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Horstmar -

Das ewig junge Duel zwischen Germania Horstmar und Westfalia Leer gewann diesmal der Gast aus dem kleineren Ortsteil. 4:2 hieß es am Ende für den SV Westfalia.

Sonntag, 15.09.2019, 19:32 Uhr
Im Nachbarschaftsduell zwischen Germania Horstmar (hier Patrick Jung, r.) ging es nicht nur im Spiel hoch her. Auch die Zuschauer (kl. Bild) brachten ordentlich Stimmung in die Partie.
Im Nachbarschaftsduell zwischen Germania Horstmar (hier Patrick Jung, r.) ging es nicht nur im Spiel hoch her. Auch die Zuschauer (kl. Bild) brachten ordentlich Stimmung in die Partie. Foto: Thomas Strack

Das Stadion am Borghorster Weg war sehr gut befüllt, als das „Spiel des Jahres“ zwischen dem TuS Germania Horstmar und dem Nachbarn Westfalia Leer stattfand. Die lautstarken Fans sahen dabei einen 4:2-Sieg der Leerer.

In einer rasanten sowie ausgeglichenen Anfangsphase schenkten sich die beiden Rivalen nichts. Die Horstmarer „Ultras“ stimmten Jubelgesänge an, als Tim Hellenkamp ein Traumtor erzielte. Einen Freistoß aus gut 25 Metern halblinker Position knallte er oben rechts in die Maschen und besorgte so die 1:0-Führung (11.). Die Mannschaft aus Leer fand jedoch schnell eine Antwort. Pascal Iger schickte Gerold Laschke auf die Reise. Letzterer vollendete im Eins-gegen-eins mit dem Torwart unten rechts zum Ausgleich (28.).

In einem hitzigen Spiel mit vielen Fouls und insgesamt sechs gelben Karten gelang den Gästen noch vor der Pause der 2:1-Führungstreffer. Nach einer Ecke von Kapitän Timo Hüsing stieg Jannik Arning am höchsten. Von dem Querbalken landete der Ball vor den Füßen von Jonas Schulte, der ihn über die Linie drückte (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel war das Derby mit vielen Fouls geschmückt. Ein schweres Spiel für Schiedsrichter Siyamet Sür, mit dessen Auftritt nicht jeder zufrieden war. „Eine unterirdische Leistung. Gegen zwölf Mann hast du keine Chance“, regte sich Horstmars Trainer Bernd Borgmann nach dem Spiel auf. „Meinen Jungs kann ich hingegen keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft und geackert.“

Nach dem Rückstand kamen die Horstmarer nämlich noch einmal zurück. Wieder durch einen direkten Freistoß, wieder durch Tim Hellenkamp. Diesmal jedoch aus halbrechter Position (68.). Lange sah es nach einer Punkteteilung aus, bis sich die Gastgeber selbst bestraften. Nach einer Ecke von Lennard Raus sprang der Ball an den Oberschenkel von Alexander Volmer und von da ins eigene Tor. „In der zweiten Hälfte lag das Matchglück mehr auf unserer Seite“, fand Leers Übungsleiter Thomas Overesch. „Horstmar konnte ein paar Mal das 3:2 machen, dann hauen sie sich das Ding selber rein.“ In der Folge warfen die Hausherren alles nach vorne, um die Derby-Pleite zu verhindern.

Den Deckel drauf machte dann Kevin Thiele. Nach einem Konter, bei dem Laschke den Ball von der Mittellinie an bis zum Tor trieb, legte er auf den mitgelaufenen Thiele quer, der das erste Mal die Leerer Fans singen ließ: „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey.“ Einen kleinen Seitenhieb konnte sich Overesch nicht verkneifen: „Im Vorfeld hat Horstmar gesagt, dass wir nur treten werden. Das war meiner Meinung nach eher umgekehrt. Die Antwort darauf haben wir aber auf dem Platz gegeben und endlich den ersten Dreier geholt.“

TuS Germania Horstmar : Mensing – Overkamp, Jung, Ruhoff – Föllen (55. Kosakowski), Berkenbrock (87. Banker), Hellenkamp, Wenking – Kortehaneberg, Volmer, Brahaj (87. Gewald)

SV Westfalia Leer : Kock – Thiemann (70. Selker), Schulte, Eweler, Hölscher (70. Thiele) – Iger, Wewers (82. Laumann), Raus, Hüsing – Arning, Laschke (89. Ahlers)

Tore : 1:0 Hellenkamp (11.), 1:1 Laschke (28.), 1:2 Schulte (39.), 2:2 Hellenkamp (68.), 2:3 Volmer (ET), 2:4 Thiele (87.)

Gegen zwölf Mann (inklusive Schiedsrichter) hast du keine Chance

Bernd Borgmann
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