Fußball: Kreisliga A Steinfurt
TuS Laer: Knie dauerhaft instabil

Laer -

Simon Eckelmeier, ehemaliger Spieler von Preußen Borghorst und zuletzt Kapitän des TuS Laer hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Das rechte Knie ist kaputt und will nicht mehr so, wie es der 27-Jährige gerne hätte.

Dienstag, 22.10.2019, 16:20 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 17:40 Uhr
Sein letztes Pflichtspiel bestritt Simon Eckelmeier (l.) im August für die zweite Mannschaft des TuS Laer. Danach war sein rechtes Knie wieder instabil geworden. Seine Laufbahn begann in Borghorst bei den Preußen (kl. Bild), wo er von den Minikickern bis zur ersten Mannschaft in der Landesliga der runden Kugel hinterherlief.
Sein letztes Pflichtspiel bestritt Simon Eckelmeier (l.) im August für die zweite Mannschaft des TuS Laer. Danach war sein rechtes Knie wieder instabil geworden. Seine Laufbahn begann in Borghorst bei den Preußen (kl. Bild), wo er von den Minikickern bis zur ersten Mannschaft in der Landesliga der runden Kugel hinterherlief. Foto: Thomas Strack

Seine Spielwiese war die Außenbahn, sein Markenzeichen die Geschwindigkeit – sein Handicap das rechte Knie. Simon Eckelmeier, ehemaliger Kapitän und Flügelflitzer des TuS Laer 08, hängt seine Fußballschuhe an den berüchtigten Nagel. Mit Wehmut, wie er selbst sagt, aber die Vernunft zwinge ihn dazu. „Die Ärzte haben mir gesagt, wenn du mit 30 Jahren nicht hier auf dem Tisch liegen willst für ein künstliches Knie, dann hör lieber auf zu spielen“, sagt der 27-Jährige.

Beim internen Hallenturnier der Nullachter hatte sich der gebürtige Borghorster im Januar 2019 ohne Gegnereinwirkung des Knie verdreht. Die Diagnose: Außenmeniskus im rechten Knie gerissen. „Bei der OP ist dann festgestellt worden, dass noch ein weiterer Schaden im Knie vorliegt. Mit Reha und Physiotherapie hatte ich ein halbes Jahr Pause und habe dann in der Vorbereitung zehn Minuten in der Ersten gespielt. Dabei habe ich gemerkt, dass mein Knie immer noch instabil war. Vielleicht war es aber auch eine Kopfsache“, räumt Eckelmeier ein.

Wieder eine Pause, bis sein Gefühl ihm sagte, versuche es noch mal. „Ich bin danach erstmal nur gelaufen. Beim nächsten Training habe ich einen Ball aus der Luft angenommen und hatte das Gefühl, dass da wieder was wackelte. Einige Tage später morgens beim Aufstehen aus dem Bett bin regelrecht weggeknickt“, erzählt der Medizintechniker, der in Münster im Franziskus-Hospital arbeitet.

„Die Gesundheit und der Beruf gehen vor“, beschloss Eckelmeier dann im Gespräch mit Thomas Schwier und anderen Vorständlern des TuS, für den er sechs Jahre gespielt hat, dass Schluss sein soll. Gemeinsam mit Markus Pels und Jörg Segbers ist er 2013 von Preußen Borghorst nach Laer gewechselt. „Ich habe zu dem Zeitpunkt auf der Abendschule meiner Meister gemacht und konnte nicht mehr vier Mal in der Woche trainieren“, hatte es rein berufliche Gründe, warum der den Borghorstern den Rücken gekehrt hat.

Von den Kleinsten bis zu den Senioren hatte der 27-Jährige zuvor sämtliche Mannschaft beim SCP durchlaufen und spielte unter Roland Westers und Uli Amshoff in der Ersten in der Landesliga. Doch jetzt ist Schluss, auch wenn‘s schwer fällt. „Ich habe 22 Jahre lang Fußball gespielt. Vielleicht ergibt sich für mich ja noch einmal ein Job an der Außenlinie. Aber nicht innerhalb, sondern außerhalb des Spielfeldes“, kann sich Eckelmeier sehr gut vorstellen, bei einem Verein als Co-Trainer einzusteigen. Nur selber pöhlen, geht halt nicht mehr. „Rechts oder links dran vorbei oder Übersteiger, das sind die kritischen Bewegungen. Die sollte ich lieber sein lassen“, sagt der flinke Rechtsfuß, den zuletzt in der Kreisliga Steinfurt viele seiner Gegenspieler aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner guten Flanken gefürchtet haben. Sie können seit einiger Zeit aufatmen.

Rechts oder links dran vorbei oder Übersteiger, das sind die kritischen Bewegungen.

Simon Eckelmeier
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