Fußball: Frauen-Bezirksliga 6
SG Horstmar/Leer: Rocke‘n Roll aus Norwegen

Steinfurt/Horstmar -

Seit September geht es bei den Bezirksliga-Fußballerinnen der SG Horstmar/Leer international zu. Dafür sorgt Ann-Therese Rocke aus Norwegen. Die Skandinavierin bringt viel mit – unter anderem einen echten Hammer.

Montag, 23.12.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.12.2019, 11:34 Uhr
Die Skandinavierin Ann-Therese Rocke (l.) spielt seit September für die SG Horstmar/Leer.
Die Skandinavierin Ann-Therese Rocke (l.) spielt seit September für die SG Horstmar/Leer. Foto: Thomas Strack

Erling Haaland ist aktuell der begehrteste Stürmer in Europa. Dortmund will ihn, Leipzig sowieso, und auch Manchester United hat sich schon nach dem 19-jährigen Norweger von Red Bull Salzburg erkundigt. Im Gegensatz zu diesen Topclubs brauchen die Bezirksliga-Fußballerinnen der SG Horstmar/Leer keine Verstärkung aus dem Land der Wikinger mehr, denn sie haben schon eine – Ann-Therese Rocke .

Die 17-Jährige aus Levanger in Mittelnorwegen lebt seit September als Austauschschülerin bei Familie Baving in Borghorst. Und zwar auf Vermittlung des Austauschdienstes „AFS Interkulturelle Begegnungen“, deren Repräsentant Gastvater Ingo Baving ist.

„Ich wollte auch hier in Deutschland unbedingt Fußball spielen“, so Rocke, die das Gymnasium in Borghorst besucht. Bei der SG setzt sie ihr Vorhaben in die Tat um. „Ein super nettes Mädel, das prima zu uns passt. Sie ist echt emsig und hat einen unglaublichen rechten Hammer“, freut sich Trainer Stefan Schwarthoff über den Neuzugang aus dem hohen Norden. „Ja, ich kann schon ziemlich hart schießen. Warum, das weiß ich gar nicht. Ist halt so“, erklärt Rocke in perfektem Deutsch. Die Sprache beherrscht sie auf dem Effeff. Ihr Vater kommt aus dem Raum Hannover, weshalb zu Hause viel deutsch geredet wurde.

Bei ihrem Heimatverein Sverre Levanger spielt­ ­Rocke vorwiegend in der Abwehr, bei der SG überwiegend im Mittelfeld. Und ihr großes Vorbild ist Stürmer Marcus Rashford von Manchester United. „Bei uns in Norwegen ist die englische Premier League unglaublich beliebt, die wird viel geguckt“, begründet ­Rocke ihre Vorliebe für den Fußball auf der Insel.

Neben dem Ball hat der Teenager ein Faible für den Wintersport: Skifahren – und zwar nordisch wie alpin. Darauf wird sie im Münsterland wohl oder übel verzichten müssen. „Winter ohne Schnee und das bei Plusgraden kenne ich aus meiner Heimat überhaupt nicht“, muss sich die Skandinavierin auf die für sie ungewöhnlich milde Jahreszeit im Münsterland noch ein bisschen einstellen.

Die Feiertage verbringt ­Rocke bei ihrer Gastfamilie, bestehend aus Ingo und Daniela Baving sowie Sohn Hannes. Mit denen versteht sie sich blendend, trotzdem befürchtet die Oberstufenschülerin, an Weihnachten wohl ein bisschen Heimweh zu bekommen.

Dabei ähnelt das Fest in Norwegen vom Ablauf her dem deutschen. Die Bescherung findet an Heiligabend im Familienkreis statt, und die Geschenke, die der Weihnachtsmann (norwegisch: Julenisse) bringt, liegen unter einem Baum. Gegessen wird ein bisschen anders. Es gibt zum Beispiel Risengrynsgrøt, einen Sahnebrei mit Zucker und Zimt. Vielleicht ist der ja das Geheimrezept, warum Ann-Therese Rocke so hart schießt.

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