Kreisliga A Steinfurt
Holtmanns Fuß ist die Langenhorster Problemzone

Ochtrup -

Sowohl für die SpVgg Langenhorst/Welbergen als auch für Westfalia Leer geht es in dieser Saison um den Klassenerhalt. Daher ist das direkte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen am Donnerstag im Vechtestadion von einer ganz besonderen Bedeutung. Die Hausherren müssen ohne ihren Kapitän auskommen. Und das nicht nur heute, sondern bis zum Saisonende. Im schlimmsten Fall sogar darüber hinaus.

Mittwoch, 04.03.2020, 13:50 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 10:50 Uhr
Alexander Holtmann fehlt den Langenhorstern nicht nur heute gegen Westfalia Leer, sondern auch für den Rest der Saison.
Alexander Holtmann fehlt den Langenhorstern nicht nur heute gegen Westfalia Leer, sondern auch für den Rest der Saison. Foto: Marc Brenzel

Am Donnerstagabend stehen sich im Vechtestadion die SpVgg Langenhorst/Welbergen und Westfalia Leer gegenüber. „Unser Vorsitzender Alfred Holtmann ackert gerade wie wild auf dem Platz, damit das Spiel ausgetragen werden kann“, geht SpVgg-Trainer Thorsten Bäumer davon aus, dass die Partie über die Bühne geht.

„Das ist ein Match, in dem wichtige Punkte vergeben werden. Die zu holen, dürfte nicht einfach werden, denn Leer ist eine giftige Mannschaft, gegen die ekelig zu spielen ist“, weiß Bäumer.

Salim Omar, Dominik Düker und Alexander Holtmann fallen verletzungsbedingt aus. Letzterer sogar bis zum Saisonende. „Ganz bitter. Alex geht uns leid ab“, ist der Verlust seines Kapitäns für Bäumer eine Katastrophe.

Für Holtmann sogar noch mehr, denn im schlimmsten Fall droht dem 23-Jährigen ihm das Karriereende. „Eine Knochenabsplitterung im Sprunggelenk, eine leichte Arthrose und ein leichter Knorpelschaden“, gibt Holtmann die Diagnose des Arztes wider. „Der hat zu mir gesagt, dass ich den Fuß eines 80-Jährigen haben würde. Verschleiß. Vermutlich habe ich zu viele Tritte auf den Fuß bekommen. Im Sommer entscheiden wir, wie es weitergeht.“ Für den gelernten Mechatroniker ist bei aller Leidenschaft für den Fußball aber klar: „Gesundheit und Beruf haben Vorrang.“

Im Sommer 2018 war der Innenverteidiger vom Bezirksligisten Vorwärts Wet­tringen nach Langenhorst gewechselt. Die beiden älteren Brüder Philipp und Christian kickten schließlich im Vechtestadion, zudem viele aus der Clique. Das erste halbe Jahr setzte Alexander Holtmann aus gesundheitlichen Gründen noch aus, startete dann aber durch. Sowohl auf als auch neben dem Platz passte alles, und daher wurde er auch im vergangenen Sommer zum Kapitän gewählt. „Und das obwohl ich noch relativ jung und noch nicht so lange im Verein bin. Diese Wahl hat mich echt gefreut.“

Holtmanns Input zum Erfolg der Schwarz-Gelben beschränkt sich momentan auf die Unterstützung von außen. „Ich versuche, bei jedem Training und jedem Spiel dabei zu sein. Ratschläge zu geben und anzufeuern, die beiden Trainer zu unterstützen“, beschreibt der Kapitän sein neues Aufgabengebiet. Das könnte vielleicht die entscheidenden Prozente im Kampf um den Ligaverbleib rauskitzeln.

In den ist auch noch der heutige Kontrahent, die Westfalia aus Leer verwickelt. Bei den Gästen hat sich Trainer Thomas Overesch das Kreuzband gerissen, weshalb noch mehr sportliche Verantwortung an seinen spielenden Co Gerold Laschke übergegangen ist.

Im Gegensatz zur jüngsten 1:3-Niederlage gegen Neuenkirchen II ist der Kader wieder etwas breiter aufgestellt. Timo Hüsing, Pascal Iger und Jannis Ahlers sind zurück.

„Das gibt uns mehr Optionen“, sagt Laschke. Vorrangig ist für ihn, dass seine Truppe die berühmten Primärtugenden wie Laufbereitschaft und Zweikampfstärke an den Tag legt. „So, wie wir das gegen Neuenkirchen gemacht haben. Ohne diese Einstellung brauchen wir gar nicht erst auf den Platz zu gehen.“

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