Fußball: Andreas Funk, ehemaliger Trainer von Germania Horstmar
Mit 18 Jahren in der Oberliga

Horstmar/Münster -

Andreas Funk war nicht ganz drei Jahre bei Germania Horstmar als Trainer tätig, nachdem er seine Oberligakarriere in Ahaus hat ausklingen lassen. Was macht der gebürtige Schöppinger heute, und wo lebt er?

Mittwoch, 17.03.2021, 16:18 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 15:08 Uhr
Andreas Funk (r.) mit seinem damaligen Trainer beim ASC Schöppingen, Bernard Dietz.
Andreas Funk (r.) mit seinem damaligen Trainer beim ASC Schöppingen, Bernard Dietz. Foto: Peperhowe

Schöppingen, Erkenschwick, Hüls, Stadtlohn, Ahaus und zum Schluss Horstmar – Andreas Funk ist in seinem Fußballerleben – zumindest in Westfalen – viel herumgekommen. Von der Oberliga bis in die Kreisliga. In der Spielzeit 2001/02 kam Funk vom Bezirksligisten Eintracht Ahaus zu Germania Horstmar und blieb dort beinahe drei Jahre als Spielertrainer im Amt.

Aber eben nur fast, denn im Winter 2004 löste ihn sein Co-Trainer Michael Menke ab. „Es ging einfach nicht mehr“, erinnert er sich an diese Zeit. „Mein Sohn war gerade geboren, wir hatten in Horstmar ein Haus gekauft, und ich hatte mich als Versicherungskaufmann selbstständig gemacht“, listet Funk auf, was ihn neben dem Job als Spielertrainer noch alles auf Trab gehalten hat. „Ich konnte nicht mehr allen Ansprüchen gerecht werden und hatte in Michael Menke einen guten Nachfolger“, wusste er sein Team in besten Händen; denn in derselben Saison, als der SV Burgsteinfurt unter Uwe Laurenz als Coach den Aufstieg in die Bezirksliga feierte, landete der TuS Germania Horstmar mit 50 Punkten auf Rang sechs.

Genau diese 50, allerdings an Jahren, hat der damalige Trainer seit dem 2. Januar erreicht und mit dem Fußball abgeschlossen. In Gievenbeck hat er kurzzeitig mal die U 11 und U 12 trainiert, in der sein Sohn spielte und einen Versuch bei den Alten Herren gestartet, „doch das war nicht so mein Ding“, sagt er. Im Sportinternat Münster, das seine Frau Ruth mitbegründet hat, arbeitet der gebürtige Schöppinger nebenbei als Betreuer und hat auch für einige Zeit im Bereich Fußball unterrichtet. Doch auch das ist schon einige Zeit her.

Fußball ade – das mag vielleicht auch daran liegen, dass sein Einstieg in den höchsten Amateurbereich sehr früh begann. „Ich habe mit 17 Jahren zum ersten Mal unter Klaus Hilpert in der ersten Mannschaft mittrainiert. Mit 18 habe ich dann das erste Mal für den ASC in der Oberliga gespielt“, erinnert sich Funk, den Hilpert sogar beinahe mit zum VfL Bochum genommen hätte. „Ich hätte dort aber erst in der Zweiten spielen sollen“, hielt Funk davon wenig.

Lothar Everding, Christian Greve, Guido Berlekamp, Alco Joosten oder Rudi Wamelink waren unter Hilpert und Bernard Dietz seine „Spielkameraden“ in seiner Heimatgemeinde Schöppingen. „Dietz hat mir auch das Fallen beigebracht“, grinst Funk, der mit seinen 1,83 Metern bei 73 Kilogramm ein Leichtgewicht auf der rechten Außenbahn war. „Angefangen habe ich rechts offensiv. Als Jörg Lipinski dann zum ASC kam, bin ich eine Position zurückgerutscht“, erinnert sich Funk. Genau jener Lipinski, der wie kürzlich der Stuttgarter Silas Wamangituka 1992 im Pokalspiel RW Essen gegen Schalke 04 ein ähnlich zeitverzögertes Tor erzielt hat.

In der Saison 1993/94 in Erkenschwick war Hermann Erlhoff in der Regionalliga als Trainer am Ruder. „Der hat mich ein bisschen meine Karriere gekostet“, denkt Andreas Funk mit ein wenig Groll an diese Zeit zurück. Weil er zur Bundeswehr eingezogen worden war – Sportförderkompanie natürlich – konnte er mit seinen Jungs in Erkenschwick nur selten trainieren und wurde dadurch sonntags bei den Spielen wenig berücksichtigt. Immerhin gewann er mit der SpVgg. den Westfalenpokal. Mit dem ASC spielte er in seiner Anfangszeit sogar einmal gegen Eintracht Frankfurt im Pokal.

Als Funks Karriere berufs- und familienbedingt in ruhigere Bahnen gelenkt wurde, kickte er bei Eintracht Ahaus unter Trainer Dieter Köhler in der Bezirksliga. Dort entdeckte ihn Bernhard Schulte vom TuS Germania, der einen Nachfolger für Rolf Weiser suchte. „Der hatte mich schon längere Zeit im Auge, und als wir dann in Horstmar unser Haus gekauft haben, hat er mich konkret gefragt“, fing für Funk mit 30 sein letztes Kapitel im Fußball an – das allerdings auch nur drei Jahre andauerte.

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