Tänze im Viereck
Dressur beim K+K-Cup: vom Mauerblümchen zum Star-Treff

Münster -

Vom Mauerblümchen zum Star-Treff – so hat sich der Dressursport beim K+K-Cup entwickelt. Ganz früher allenfalls eine Randerscheinung, später gar nach Handorf ausgelagert, so gilt der Tanz im Viereck heute als eine der Attraktionen beim Reitturnier in der Halle Münsterland. 

Freitag, 05.01.2018, 15:01 Uhr

Die perfekten Bedingungen beim K+K-Cup genießt auch Dorothee Schneider Jahr für Jahr gern. So wie 2017, als sie mit Sammy Davis Jr. den Grand Prix und den Special gewann.
Die perfekten Bedingungen beim K+K-Cup genießt auch Dorothee Schneider Jahr für Jahr gern. So wie 2017, als sie mit Sammy Davis Jr. den Grand Prix und den Special gewann. Foto: Jürgen Peperhowe

Denn die Bedingungen für die Damen und Herren in Frack und Zylinder sind einfach nur gut. In der Halle Nord haben sie ihr Zuhause, der Abreiteplatz liegt nur wenige Meter neben dem Viereck, Boden und Licht sind erstklassig, Jahr für Jahr wachsen die Tribünen. Und mit ihnen das Interesse der Besucher, die oft stundenlang die Vorführungen verfolgen.

„Einfach ideal“, schwärmt beispielsweise Isabell Werth, Miss Dressur überhaupt. Die wohl weltbeste Reiterin dürfte so ziemlich jedes wesentliche Viereck auf diesem Planeten kennen, sodass ihr Urteil wahrlich etwas zählt.

„Für Pferde und Reiter, aber auch für die Besucher, ganz tolle Bedingungen“, so sieht das Hubertus Schmidt , einer der erfolgreichsten deutschen Dressurreiter. Nur zwei Beispiele. Dabei wissen sie doch alle, was sie an Münster haben. Und wenn es eben geht, dann sind sie Anfang Januar dabei.

Perfekte Bedingungen

In der Tat: Beim veranstaltenden Reiterverband muss keiner mehr Klimmzüge machen, um ein attraktives Feld auf die Dressur-Beine zu stellen. Es regelt sich (fast) allein. Denn Münster bietet nicht nur perfekte Bedingungen, Münster ist auch die erste Standortbestimmung des Jahres. Die ideale Gelegenheit zu überprüfen, wie gut Ross und Reiter bislang durch den Winter gekommen sind.

Münsters Hallenturnier gilt als das mit der längsten Tradition in Deutschland. Einerseits eine angenehme Tatsache, andererseits eine Verpflichtung. Denn wer eine Tradition pflegen möchte, der kann sich nicht auf ihr ausruhen. Also wird Jahr für Jahr geschaut, was man noch besser machen kann. Auch für die Dressur.

Olympiasieger, Welt- und Europameister in Münster

Es ist schon fast müßig, zu betonen, dass auch dieses Mal wieder Olympiasieger, Welt- und Europameister ihre Pferde satteln werden. Weil Münster einen festen Platz im Terminkalender von Dorothee Schneider, Fabienne Lütkemeier oder Nadine Capellmann hat. Weil Helen Langehanenberg, Anabel Balkenhol und Ingrid Klimke das Heimspiel genießen wollen. Weil Joana Vale, Karyana Kosterina und Jennifer Hoffmann froh sind, die ausländischen Farben vertreten zu dürfen.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Auch Lisa Müller wird kommen, die Ehefrau des Fußball-Nationalspielers aus München. Im vergangenen Jahr durfte sie zuschauen, als ihre Lehrmeisterin Isabell Werth ihr Pferd Anne Beth von Sieg zu Sieg ritt; dieses Mal versucht sie selbst ihr Glück. Vermutlich auf Dave.

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