Reiten: K+K-Cup
Maurice Tebbel auf den Spuren von Vater René

Münster -

Im Großen Preis von Münster gehört Maurice Tebbel am Wochenende zu den Favoriten. Beim K+K-Cup, der am Mittwoch beginnt, könnte der 23-Jährige einmal mehr in die Fußstapfen seines Vaters René treten. Die allerdings sind groß.

Dienstag, 09.01.2018, 17:01 Uhr

Schnell und möglichst fehlerfrei will Maurice Tebbel beim Mittwoch beginnenden K+K-Cup die Hindernisse überwinden und so in des Vaters Fußstapfen treten. Sein Papa René gewann 2001 den Großen Preis – in einmaliger Manier.
Schnell und möglichst fehlerfrei will Maurice Tebbel beim Mittwoch beginnenden K+K-Cup die Hindernisse überwinden und so in des Vaters Fußstapfen treten. Sein Papa René gewann 2001 den Großen Preis – in einmaliger Manier. Foto: Johannes Oetz

Das Hallenreitturnier in Münster hieß noch Rolinck-Cup, das Preisgeld wurde letztmals in DM ausgezahlt und das Stechen im Großen Preis war einmalig. Verantwortlich für den geschichtsträchtigen Ritt war damals René Tebbel , der 2001 in der wichtigsten Prüfung die Konkurrenz deklassierte. Im Sattel von Le Patron war er satte sechs Sekunden schneller als Hugo Simon mit E.T. – eine Welt im Reitsport und bislang zumindest in der Halle Münsterland einmalig.

„Ich habe oft gehört, dass es ein gutes Stechen gewesen sein muss“, sagt Tebbel. Aber nicht René, sondern sein Sohn Maurice , der im Alter von sechs Jahren damals dabei war. „Ich erinnere mich jedoch nicht an den Ritt“, erklärt der 23-Jährige, der längst in der Spitze angekommen ist. 2017 war das Jahr seines Durchbruchs: Zwei Nullrunden steuerte er beim CHIO in Aachen zum deutschen Sieg im Nationenpreis bei („Mein Highlight, das ist kaum zu toppen“), dazu war er Teil der EM-Equipe in Stockholm.

Kein Wunder, dass der Name Tebbel fällt, wenn es beim diesjährigen K+K-Cup (10. bis 14. Januar) um den Sieg im Großen Preis von Münster geht. Denn Maurice ist dafür bekannt, im Stechen das Gaspedal voll durchzudrücken. „Aber zu sagen, dass ich am Ende ganz vorne stehe, wäre zu viel.“ Zumal er nicht sein Championatspferd Chacco‘s Son sattelt, sondern auf den erst neunjährigen Don Diarado setzt. „Er ist ein richtig gutes Pferd, aber er muss sich erst an die Halle gewöhnen, die ja kleiner ist als viele andere. Ich hoffe, dass ich am Sonntag im Großen Preis bei null bleibe und dann im Stechen ein Wörtchen mitreden kann.“

Dieses Vorhaben aber teilt sich Tebbel junior mit illustrer Konkurrenz, die einmal mehr den Weg an den Albersloher Weg findet. Die Sieger der beiden vergangenen Jahre, Jens Baackmann (2017) und Jörg Oppermann (2016) gehören ebenso dazu wie etwa die Brüder Toni und Felix Haßmann, Holger Wulschner, Jan Gert Bruggink oder Gerrit Nieberg, der wie Tebbel ebenfalls einen in Münster schon erfolgreichen Vater hat. Lars Nieberg gewann 2003. „Wir haben viele sehr gute, schnelle Reiter hier, die mit viel Herzblut dabei sind“, sagt Turnierchef Oliver Schulze Brüning. „Wir werden guten Sport sehen.“

Dies gilt gleichermaßen auch für die Dressur. Zwar fehlen die Stammgäste Isabell Werth und Hubertus Schmidt in diesem Jahr, dafür aber sind mit Vorjahressiegerin Dorothee Schneider und Helen Langehanenberg zwei Reiterinnen aus dem Olympiakader dabei, dazu bürgen Anabel Balkenhol, Nadine Capellmann, Fabienne Lütkemeier oder die Norwegerin Isabel Freese für Qualität. Neben der Grand-Prix-Tour dürfte zudem das Finale des Derby-Dressage-Cups ein Hingucker im Viereck sein.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5413114?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F70466%2F
Wenn‘s im Nachbargarten krabbelt
Wenn sich die Eichenprozessionsspinner in Nachbars Garten angesiedelt haben, muss das hingenommen werden – der Nachbar ist schließlich nicht Schuld daran, dass die Tiere seinen Baum befallen.
Nachrichten-Ticker