Reiten: K+K-Cup
Zwei Jobs, eine Passion: Sabrina Geßmann ist auf dem Weg nach oben

Münster -

Sie bedient das typische Klischee, das man einem Mädchen nachsagt, das auf einem Reiterhof groß wird. „Es stimmt wirklich. Ich konnte noch nicht laufen, da habe ich schon auf dem Pferd gesessen.“ Für Sabrina Geßmann war ganz früh klar, was sie später einmal machen wird. „Auf jeden Fall etwas mit Pferden.“ Und so ist die junge Blonde konsequent ihren Weg gegangen. Bis heute.

Dienstag, 08.01.2019, 12:41 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 13:20 Uhr
Ein erfolgreiches Duo im Parcours: Mit Cuatano gewann Sabrina Geßmann die Stationen des Derby-Dressage-Cups in Bettenrode und Oldenburg. Die Nienbergerin ist auch beim K+K-Cup dabei.
Ein erfolgreiches Duo im Parcours: Mit Cuatano gewann Sabrina Geßmann die Stationen des Derby-Dressage-Cups in Bettenrode und Oldenburg. Die Nienbergerin ist auch beim K+K-Cup dabei. Foto: Thomas Hartwig

Nach dem Abitur 2013 am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium begann sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin auf der Anlage von Wolfgang Engbers in Nordhorn. Als sie diese erfolgreich abgeschlossen hatte, fühlte sie sich noch viel zu jung, um sich selbstständig zu machen. Also hörte sie sich mal um, wo eine Halbtagsstelle für eine talentierte Dressurreiterin frei war.

Der Zufall wollte es, dass Helen Langehanenberg das mitbekam und sich beide auf eine Zusammenarbeit einigten. Am 1. Juli 2015 ging es los und entpuppte sich direkt als Glücksgriff. Für beide Seiten. Die junge Sabrina war überglücklich, bei einer solch renommierten Dressurreiterin trainieren und arbeiten zu dürfen. Und die Chefin registrierte zufrieden, dass sie eine fähige und fleißige Berufsreiterin eingestellt hatte. Beide ergänzen sich perfekt. Sicherlich noch lange.

Jedes Turnier ein Fortschritt

Den zweiten Teil des Tages arbeitet Sabrina Geßmann auf dem elterlichen Hof. Hier stehen, wie auch bei Helen, acht Pferde, die bewegt werden wollen. Die junge Dame weiß schon, dass damit auch eine Menge Verantwortung verbunden ist. Spaß bei der Arbeit, dazu Erfolg im Sport, es läuft bei Sabrina Geßmann.

Inzwischen hat die 25-Jährige ihre zehn S-Dressuren gewonnen und trägt das Goldene Reiterabzeichen am Revers. Sie ist bei den Großen angekommen, versucht sich zu etablieren. „Es ist nicht die Frage, ob du das schaffst. Es ist nur eine Frage der Zeit“, hatte ihr Helen Langehanenberg Mut gemacht. Geßmann sagt über sich selbst: „Krass, dass du das geschafft hast. Und cool, mich mit den Assen zu messen.“ Natürlich wird sie nicht von jetzt auf gleich die Dressurszene umkrempeln, das ist ihr klar. Aber jedes Turnier bringt sie weiter. Denn sie muss zuerst die Richter überzeugen. „Das bleibt eine Herausforderung.“ Wohl noch länger.

Erfolgreich beim Wanderstandarten-Wettbewerb

Ein sportliches Highlight war ihr Start bei der WM der jungen Dressurpferde in Ermelo (Niederlande). Aber auch die Siege im Derby-Dressage-Cup in Oldenburg und Bettenrode, der Erfolg bei der Einlaufprüfung des Piaff-Förderpreises in Ising und die Teilnahme beim Balve-Optimum sind in bester Erinnerung. Beim K+K-Cup in Münster soll der nächste Schritt in die richtige Richtung gemacht werden.

Es stimmt wirklich. Ich konnte noch nicht laufen, da habe ich schon auf dem Pferd gesessen.

Sabrina Geßmann

Die Bauernolympiade darf sie nicht mehr mitreiten, weil sie inzwischen zu gut ist. Aber sie schaut natürlich zu, wenn am Donnerstagabend die Kür um die Wanderstandarte der Stadt Münster ansteht. In den vergangenen zwei Jahren war sie als Mannschaftsführerin für den RFV Nienberge-Schonebeck im Sattel und führte ihr Team jeweils auf den zweiten Platz. Schade, sie hätte gern gewonnen. Schließlich geht es um den Karl-Gessmann-Gedächtnispreis. „Und das ist mein Uropa.“

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