Reiten: K+K-Cup
Das Vertrauen zahlt sich aus – Greta Reinacher gewinnt erneut mit Claudius

Münster -

Erst ein Sieg in Gahlen, dann ein Sieg in Münster beim K+K-Cup. Für Greta Reinacher hätte das Jahr 2019 schlechter beginnen können. In der Einlaufprüfung der Mittleren Tour war die 28-Jährige mit Claudius nicht zu schlagen – dabei gilt: Vertrauen zahlt sich aus.

Freitag, 11.01.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 17:32 Uhr
Greta Reinacher, hier mit einem hölzernen Verwandten ihres Erfolgspferdes Claudius, gewann am Freitag die Einlaufprüfung der Mittleren Tour.
Greta Reinacher, hier mit einem hölzernen Verwandten ihres Erfolgspferdes Claudius, gewann am Freitag die Einlaufprüfung der Mittleren Tour. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Jahr ist noch keine zwei Wochen alt, da hat Greta Reinacher schon zwei Siege für sich verbucht. Wie in der Vorwoche in Gahlen siegte sie auch beim K+K-Cup in Münster in einem Zwei-Sterne-Springen und gewann damit die Einlaufprüfung der Mittleren Tour.

Beide Male war Claudius ihr Partner, mit dem Reinacher im Parcours der Halle Münsterland eine nahezu perfekte Runde erwischte. In 61,31 Sekunden bewältigte sie die gestellten Aufgaben fehlerfrei und distanzierte damit Dennis Heyer (RV Oldenburger Münsterland) mit Strombuli um über eine Sekunde. „Claudius ist ein Pferd, das nach dem Sprung direkt weiterzischt. Wir sind fix durchgekommen und sind in Gang geblieben“, lobte die Springreiter des RV Osterwick ihren neunjährigen Wallach, der aus der Zucht ihres Vaters Klaus stammt. Er war es auch, der in der nicht ganz unkomplizierten Jugend von Claudius an die Qualität des Pferdes geglaubt hat. „Eigentlich ist Claudius ein ganz lieber Charakter. Aber in der Ausbildung war es nicht ganz einfach mit ihm, er war etwas hektisch und schnell abgelenkt“, erklärte Greta Reinacher. „Aber Papa hat gesagt, dass wir ihm Zeit geben sollen.“ Gesagt, getan. Das Vertrauen zahlt sich aus, mittlerweile ist Claudius im großen Sport angekommen.

Dies ist auch Greta Reinacher längst, obwohl die 28-Jährige nicht als Profi im Springreit-Zirkus unterwegs ist. Von montags bis mittwochs arbeitet die gelernte Damen-Maßschneiderin bei Siggi Spiegelburg im münsterischen Hafen. Den Spagat zwischen Job und Reiterei schafft sie auch dank der Pferdesport-Familie, die sie im Rücken hat und die sie nach Kräften unterstützt. „Ich profitiere davon, dass Papa ein Profi ist und ein unglaubliches Händchen hat“, sagte Greta Reinacher.

Diesen Vorteil genießt sie und weiß ihn, erfolgsbringend einzusetzen. Das hat Greta Reinacher nicht erst 2019 mit Claudius gezeigt.

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