Reiten: K+K-Cup
Siege auf geliehenem Pferd – Philipp Schulze Topphoff doppelt erfolgreich

Münster -

Nur weil seine Schwester Marie unter der Woche noch krank war und daher beim K+K-Cup nicht das geplante Pensum reiten kann, kam Philipp Schulze Topphoff in den Genuss, Carlotta zu präsentieren. Und das tat er erfolgreich, zweimal gewann das Duo auf der Youngster-Tour.

Freitag, 11.01.2019, 18:14 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 19:21 Uhr
Nicht nur mit Clemens de la Lande war Philipp Schulze Topphoff schnell unterwegs. Auch mit Carlotta war er erfolgreich.
Nicht nur mit Clemens de la Lande war Philipp Schulze Topphoff schnell unterwegs. Auch mit Carlotta war er erfolgreich. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Donnerstagabend erhielt er das Goldene Reitabzeichen, am Freitag erweiterte er ab morgens fleißig seine Schleifchen-Sammlung. Für Philipp Schulze Topphoff läuft es beim K+K-Cup , auf der Youngster-Tour räumte der 20-Jährige vom RV Roxel mächtig ab. Zwei Siege und einen zweiten Platz gab es für den Springreiter bei den siebenjährigen Pferde. „Eine gute Quote“, wie Philipp Schulze Topphoff mit dem für ihn typischen verschmitzten Grinsen fand.

Der dritte Turniertag begann für ihn mit einem doppelten Erfolg. Mit Carlotta knackte er in der ersten Qualifikation spät die Vorgabe, die er sich früh mit Clemens de la Lande selbst gesetzt hatte. Dabei war es ein geliehener Sieg, schließlich reitet die Stute ansonsten seine Schwester Marie. „Ob das geschickt von ihr war, sie mir zu geben, weiß ich nicht“, flachste Philipp Schulze Topphoff, der auch in der zweiten Qualifikation mit Carlotta der Konkurrenz das Nachsehen gab. Satte 1,78 Sekunden lag er vor dem zweitplatzierten Tobias Schwarz (RFSV Kenzingen) und Levinja. Da konnte der Havixbecker, der am vergangenen Sonntag mit der deutschen Equipe bei der U-21-EM Silber gewann, verkraften, dass er mit Clemens de la Lande einen Abwurf hatte und letztlich 14. wurde. „Er hat äußerst viel Vermögen und für seine Größe viel Blut“, lobte Philipp Schulze Topphoff den Wallach, mit dem er in Vreden bereits in einer schweren Prüfung Dritter geworden war.

Marcus Ehning, der Topverdiener unter den Springreitern

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  • Marcus Ehning ist am 19. April 1974 in Südlohn geboren. Heute lebt der erfolgreiche Springreiter mit seiner Frau Nadia und den drei Kindern Yula Ekaterina, Davy Andreas und Nael Fyor in Borken.

    Foto: A2824 Franz-Peter Tschauner
  • Seit dem er sieben Jahre alt ist, sitzt Ehning im Sattel. Gemeinsam mit seiner älteren Schwester Kerstin bekam er Unterricht beim Borkener Reitverein. Narmit ist der Name seines ersten Ponys, auf dem er und seine vier Geschwister reiten gelernt haben.

    Foto: Boris Roessler
  • Mit der Stute Metaxa, die dem jugen Marcus besonders am Herzen lag, ritt er Springen der Klasse A bis M. Als sein Vater Richard das Pferd verkaufen wollte, stellte er jeden Abend eine Kerze auf und saß traurig davor. Schließlich machte sein Vater den Verkauf rückgängig.

    Foto: Jochen Lübke
  • Zu Ehnings ersten internationalen Erfolgen zählt unter anderem zweimaliges Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften 1990/91 auf Pony Starlight.

    Foto: Uwe Anspach
  • Weihnachten 1998 kam das Erfolgspferd For Pleasure (Foto) zu Marcus Ehning. Mit ihm gewann Ehning unter anderem mit der deutschen Mannschaft in Sydney olympisches Gold (2000) und bei der Weltmeisterschaft 2006 in Aachen die Bronzemedaille.

  • Auf der Erfolgsliste stehen aber auch viele Einzeltitel. Ehning wurde unter anderem 2002 Deutscher Meister, dreimal Sieger im Weltcupfinale (2003, 2006 und 2010) und 2010 Sieger der Global Champions. Zudem gewann er 2008 die Fair-Play-Trophäe der deutschen Sportjournalisten.

    Foto: Andreas Gebert
  • Als sein Lieblingsturnier bezeichnet Marcus Ehning den CHIO in Aachen. Das Foto zeigt ihn beim CHIO im vergangenen Jahr auf dem Pferd Pret A Tout, mit dem er unter anderem auch den Großen Preis in Madrid und Münster gewann.

    Foto: Uwe Anspach

Fest in Familienhand

Die Springen der achtjährigen Pferde waren fest in der Hand der Familie Haßmann. Felix gewann zunächst mit Cylana die erste und mit Black Panther die zweite Abteilung, in der zweiten Qualifikation war dann sein älterer Bruder Toni schneller. Der in Münster lebende 43-Jährige war mit Call me Diva nicht zu schlagen, Felix Haßmann folgte als Sieger der zweiten Abteilung mit Cylana. Das Finale am Samstag läuft also auf ein Duell Schulze Topphoff gegen Haßmann hinaus – die Konkurrenz aber wird sicher etwas dagegen haben.

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Begegnung in der Halle Münsterland: Toni Haßmann nahm sich viel Zeit für die Fragen der Klasse!-Reporterinnen. Zehn Mädchen von unterschiedlichen Schulen aus dem Münsterland sind beim K+K-Cup im Rahmen des Klasse!-Projekts der Westfälischen Nachrichten als Nachwuchs-Journalistinnen unterwegs. Foto: Doerthe Rayen

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