Vorjahressiegerin fehlt – auch Tebbel nicht dabei
Wer tritt in Eckermanns Fußstapfen?

Münster -

Katrin Eckermann, das kann man mit Fug und Recht behaupten, war die Reiterin des K+K-Cups 2019. Ab dem Turniersamstag war die 29-Jährige nicht mehr zu stoppen: Sieg im Championat von Münster mit Caylea, dann sauber nachgelegt im Finale der Mittleren Tour mit Okarla, um dann wieder mit Caylea im Großen Preis richtig einen rauszuhauen.

Dienstag, 07.01.2020, 18:38 Uhr
Wer wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin? Katrin Eckermann, die im Vorj
Wer wird ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin? Katrin Eckermann, die im Vorj Foto: Jürgen Peperhowe

Eckermanns Festspiele waren perfekt in der Halle Münsterland, in der sie schon einmal Geschichte geschrieben hatte. Damals, im Januar 2014, hatte sie im Sattel von Firth of Lorne in der langen Geschichte des münsterischen Hallenturniers als erste Reiterin überhaupt den prestigeträchtigen Großen Preis gewonnen.

Ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsstory am Albersloher Weg wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Grund: „Katrin hat momentan einfach nicht die passenden Pferde für die große Tour. Caylea ist nach einer Verletzung noch nicht wieder fit und die jungen Pferde möchte Katrin in Ruhe aufbauen“, sagt Turnierchef Oliver Schulze Brüning, der die Absage „nachvollziehbar, aber sehr schade“ findet. „Schließlich hat sie im vergangenen Jahr fast alles gewonnen und hat in Münster immer Spaß.“

Eckermanns Verzicht ist ebenso verständlich wie der von Maurice Tebbel , der 2018 mit Don Diarado im Großen Preis triumphiert hatte. Doch aktuell ist sein Top-Hengst das einzige Spitzenpferd im Tebbel-Stall, Chacco’s Son pausiert nach einer Verletzung noch immer. Klar, dass er nicht jedes Wochenende mit Don Diarado starten kann und sich daher diesmal für das Weltcup-Turnier in Leipzig (16. bis 19. Januar) statt für den K+K-Cup entschied. „Das ist zu verstehen. Da muss Maurice Prioritäten setzen“, meint Schulze Brüning, der zudem die Absagen von Patrick Stühlmeyer und Toni Haßmann akzeptieren musste.

Umso mehr freut es ihn, dass Charlotte Bettendorf erstmals am Albersloher Weg ihre Visitenkarte abgibt. Die Luxemburgerin debütiert zwar unter dem Hallendach, ist aber dennoch in Münster kein unbeschriebenes Blatt. Im August düpierte die 31 Jahre alte Bettendorf beim Turnier der Sieger vor dem Schloss die Mitstreiter und gewann den Großen Preis vor der Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli und Weltmeisterin Simone Blum. Beim Festhallen-Turnier in Frankfurt Ende des Jahres ließ sie zuletzt bei einem Weltranglisten-Springen aufhorchen, in dem sie mit Bellefleur – ihre elfjährige Stute wird sie auch beim K+K-Cup präsentieren – ganz vorne landete.

Verstärkung und zugleich Konkurrenz bekommt sie aus der Familie. Ihr Bruder Victor (29) steigt in Münster ebenfalls in den Sattel. „Wir stacheln uns gegenseitig gerne an, wer denn schneller ist“, hatte der 29-jährige Victor Bettendorf bei einem Turnier im Sommer in der Heimat einmal mit einem Augenzwinkern gesagt. Und wer weiß, vielleicht so sehr, dass ein Bettendorf die Nachfolge von Katrin Eckermann antritt – drei Möglichkeiten sind ja gegeben.

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