K+K-Cup: Westfalentag
Auch der zweite Platz macht Münsters Springreiter glücklich

Münster -

Beim Wettstreit um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft hat die Equipe des Kreisreiterverbands Münster den Sieg knapp verpasst. Ein Fehler am letzten Hindernis kostete das Team ein mögliches Stechen. Neuer Titelträger ist der Kreisreiterverband Borken.

Mittwoch, 08.01.2020, 20:36 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 21:14 Uhr
Ingrid Klimke und Weisse Düne erreichten mit Münsters Springreiter-Equipe beim Westfalentag das Finale, in dem nur Borken besser als der Gastgeber war.
Ingrid Klimke und Weisse Düne erreichten mit Münsters Springreiter-Equipe beim Westfalentag das Finale, in dem nur Borken besser als der Gastgeber war. Foto: Jürgen Peperhowe

Neun Hindernisse, darunter eine dreifache Kombination, hatte Ingrid Klimke mit Weisse Düne fehlerfrei überwunden und war damit auf dem besten Wege, die Equipe des Reiterverbands Münster im Finale der Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften ins Stechen zu bringen. Doch ein Abwurf am zehnten und letzten Sprung bedeutete das Aus, die Hoffnung auf den ersten Titel für das Quartett des Gastgebers seit 2013 war dahin. So jubelte der Kreisreiterverband Borken, der mit einer porentief reinen Weste gewann. „Aber wir sind zufrieden mit Platz zwei, auch wenn es am Ende etwas unglücklich war“, sagte Eva Deimel, die Münsters Mannschaftsführerin und Eröffnungsreiterin in Person war.

Recht hatte sie. Schon in der Qualifikation wandelte Münster in der guten Konkurrenz auf einem schmalen Grat. Nach der Nullrunde von Deimel (RV St. Hubertus Wolbeck) mit Milky Way leistete sich Ann-Kathrin Brune (RV Albachten) mit Camilla 13 Strafpunkte – und lieferte damit das Streichergebnis. Philipp Hartmann (RFV Handorf-Sudmühle) mit Capri und Klimke mit ihrem Vielseitigkeitspferd Weisse Düne mussten jeweils eine Null liefern, um Münster ins Finale der besten fünf zu hieven. „Und Philipp und Ingrid haben die Nerven behalten“, lobte Deimel.

Großes Lob 

Als zweitbeste Equipe zog Münster in die entscheidende Phase ein, in der sich die Geschehnisse aus der Qualifikation wiederholten. Erneut legte Deimel makellos vor, ehe eine nun deutlich verbesserte Brune mit fünf Strafpunkten ihre Teamkollegen unter Druck setzte. „Aber ihre zweite Runde stimmte Ann-Kathrin versöhnlich“, sagte Deimel, die nach Hartmanns zweiter Nullrunde bis zum letzten Klimke-Sprung hoffte. „Das war dann leider etwas Pech.“

Das hatte die Mannschaft aus Borken nicht, wie Gerd Könemann als Teamchef zugab. „Das Glück war diesmal auf unserer Seite. Aber wir waren auch mal wieder dran, waren in den vergangenen Jahren so oft im Finale. Ein großes Lob an meine Reiter, sie haben souveräne Runden gezeigt“, sagte Könemann, der einst lange als Springpferdeausbilder bei der Station Holkenbrink gearbeitet hat. Schon in der Qualifikation hatten Yann Chartier mit Amelia, Hermann Ostendarp mit Castodello und Reto Weishaupt drei Nullrunden in den Parcours gezaubert, so dass Stefan Engbers nicht mehr gefordert war. Und da sich dies im Finale wiederholte, stand der Sieg fest.

Ohne den Gastgeber ging dagegen am ersten Tag des K+K-Cups das Finale im Viereck über die Bühne. Münsters Dressur-Auswahl, die den kurzfristigen Ausfall von Nico Kapche (RV Nienberge-Schonebeck) zu verkraften hatte, hatte als Zwölfte die Entscheidung klar verpasst. Maike Mende (RV St. Hubertus Wolbeck) kam mit Rothschild auf 66,83 Prozent (Rang 16), Lisa Maria Koch (RV Nienberge-Schonebeck) mit Ready to dance erhielt 63,137 Prozent (Rang 34) – zu wenig, um den vierten Platz aus dem Vorjahr zu wiederholen.

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