Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
BSV Brochterbeck landet „Big Points“

Tecklenburger Land -

Es wird immer enger im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A. Sogar die Reserve der DJK Arminia Ibbenbüren, die nach den Niederlagen zuletzt abgeschlagen auf dem letzten Platz stand, hat nach dem 3:0 am Sonntag in Hopsten wieder alle Chancen auf den Klassenerhalt. einen ganz wichtigen Dreier (4:2 gegen SC Halen) feierte auch der BSV Brochterbeck, der damit auf Platz zwölf klettert.

Sonntag, 24.04.2016, 20:04 Uhr

Vollversammlung im Ladberger Strafraum, aber VfL-Keeper Matthias Schulze-Eckel fängt diesen Ball sicher.
Vollversammlung im Ladberger Strafraum, aber VfL-Keeper Matthias Schulze-Eckel fängt diesen Ball sicher. Foto: Uwe Wolter

Dagegen bezogen Westfalia Westerkappeln (2:4 bei SW Esch) und VfL Ladbergen (0:6 gegen den designierten Meister Ibbenbürener SV) empfindliche Niederlagen. Die beiden nehmen die Plätze 14 und 15 ein.

Schwarz-Weiß Esch -

Westerkappeln 5:2 (2:0)

Chancenlos war die Westfalia in Esch, zu keinem Zeitpunkt gelang es der Kröner-Elf, an die erfolgreichen Auftritte zuletzt anzuknüpfen. „Ich frage mich, wie Westerkappeln die Punkte geholt hat, das war heute gar nichts“, sah SWE-Co-Trainer Paul-Simon Eckeler kaum Gegenwehr. In allen Belangen waren die Gastgeber ihrem Kontrahenten weit überlegen, „wirklich ein sehr müden Auftritt der Westfalia“, so Eckeler.

Tore: 1:0 Brink (27.), 2:0 Rode (44.), 3:0 Meyer (56.), 3:1 Kroog (78.), 4:1 Brink (81.), 5:1 Cmok (85.), 5:2 Winkler (90.).

SW Esch brachte mit Daniel Ungruhe (links) Westfalia Westerkappeln und Sven Rieger mit 5:2 zu Fall

SW Esch brachte mit Daniel Ungruhe (links) Westfalia Westerkappeln und Sven Rieger mit 5:2 zu Fall Foto: Carolin Mönninghoff

VfL Ladbergen -

Ibbenbürener SV 0:6 (0:4)

Der Spitzenreiter erwischte einen Blitzstart, Gerrit Oberhaus traf zur frühen Gästeführung (3.). In der Folge leisteten sich die Ibbenbürener einige Unkonzentriertheiten, ehe Felix Kuhlenbeck und Sascha Pakularz mit einem Doppelschlag zwischen der 31. und 33. Minute alles klar machten. „Da war das Ding durch“, erlebte ISV-Trainer Florian Lürwer fortan einen entspannten Nachmittag. Am Ende siegte der Gast verdient mit 6:0, zeigte sich „endlich einmal konsequent bei der Chancenverwertung“, so Lürwer. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und haben am Ende gegen eine Über-Mannschaft der A-Liga verloren“, meinte Ladbergens Trainer Peter Melchers. „Es ist alles gut. Die Spiele gegen Saerbeck, die ISV und nächste Woche bei Arminia , das wären Sonderpunkte gewesen. Die Punkte gegen den Abstieg müssen wir danach holen.“ Endgültig Meister werden kann die ISV am Donnerstag, sollte Saerbeck sein Nachholspiel in Tecklenburg nicht gewinnen. „Da werden wir einen schönen Mannschaftsausflug machen“, verzichtet Lürwer auf das Donnerstagstraining.

Tore: 0:1 G. Oberhaus (5.), 0:2 Kuhlenbeck (31.), 0:3 Pakularz (33.), 0:4 Kuhlenbeck (43.), 0:5 Hagemann (61.), 0:6 Kuhlenbeck (64.).

BSV Brochterbeck -

SC Halen 4:2 (0:0)

Aufsteiger BSV Brochterbeck hat einen Big-Point im Abstiegskampf gelandet. Die Ahmann-Elf ließ sich dabei von einem zwischenzeitlichen Doppelschlag der Gäste nicht aus der Ruhe bringen. „Ich bin stolz und zufrieden, ein vollauf verdienter Erfolg meiner Mannschaft“, war Trainer Hubertus Ahmann glücklich. In den ersten 45 Minuten tasteten sich beide Mannschaften erst einmal ab, ohne ins letzte Risiko zu gehen. Die einzige klare Gelegenheit hatte Brochterbecks Henrik Manecke, der jedoch scheiterte.

In Durchgang zwei griffen die Halener ein wenig früher an, den Hausherren boten sich Räume. Das 1:0 durch den A-Jugendlichen Pitt Hoge resultierte aus einer Ecke, die Hoge am kurzen Pfosten zum 1:0 einnickte (50.). Kurz darauf legte Henrik Manecke zum 2:0 nach, Wegbereiter war diesmal der Schütze des ersten Treffers, Pitt Hoge. Zu diesem Zeitpunkt hatte der BSV die Partie fest im Griff, Sebastian Fölling verpasste die Riesenchance zum 3:0. Wie aus heiterem Himmel verkürzten die Gäste aus Halen dann auf 1:2, Patrick Lahme war aus 16 Metern zur Stelle. Nun wankte der Aufsteiger, Stefan Bettien verwandelte nur 60 Sekunden nach dem Anschlusstreffer einen Foulelfmeter zum 2:2-Ausgleich. „Da war die Gefahr groß, dass es kippt“, musste Ahmann einige bange Momente überstehen. Die Gastgeber bewiesen allerdings eine „überragende Moral“ (Ahmann) und schlugen ihrerseits zurück. Der kurz zuvor eingewechselte Thomas Voß bediente Sebastian Fölling, der das umjubelte 3:2 markierte. Als Voß selber nur drei Minuten später das 4:2 nachlegte, kannte die Freude am Kleeberg keine Grenzen mehr. „Ein superwichtiges Ding“, war Hubertus Ahmann erleichtert.

Tore: 1:0 Hoge (50.), 2:0 Manecke (55.), 2:1 Lahme (73.), 2:2 Bettien (74., Foulelfmeter), 3:2 Fölling (81.), 4:2 Voß (84.).

TuS Tecklenburg -

SC Hörstel 3:5 (1:0)

Hörstels Trainer Bruno Kitroschat sah ein extrem intensives Spiel vor einer „giftigen Kulisse“ in Tecklenburg. In einer dramatischen Schlussphase drehten die Hörsteler eine verloren geglaubte Partie, angeführt von einem erneut überragenden Stefan Seiler . Drei Minuten vor dem Ende glich Seiler zum 3:3 aus, nur 60 Sekunden später traf Albert Gashi zum umjubelten 4:3. In der Nachspielzeit stellte Seiler dann mit seinem dritten Treffer den 5:3-Endstand her, kurz zuvor hatte Tecklenburgs Oral Dogru die Gelb-Rote Karte gesehen. „Ein hochverdienter Erfolg, Tecklenburg hat mit zunehmender Spieldauer immer tiefer gestanden“, fasste SCH-Trainer Kitroschat zusammen.

Tore: 1:0 Kitroschat (5.), 1:1 Spindler (48.), 2:1 Kitroschat (51.), 2:2 Seiler (52.), 3:2 Chaillan (66.), 3:3 Seiler (87.), 3:4 Albert Gashi (88.), 3:5 Seiler (90.+1).

W. Hopsten -

A. Ibbenbür. II 0:3 (0:2)

Nach der herben 1:5-Pleite im vereinsinternen Derby gegen die eigene erste Mannschaft waren die Chancen auf den Klassenerhalt für die Reserve der DJK Arminia Ibbenbüren auf ein Minimum gesunken, nun hat sich die Rohlmann-Elf eindrucksvoll zurückgemeldet. Im Abstiegs-Krimi beim direkten Rivalen Westfalia Hopsten nutzte die DJK-Reserve gestern Nachmittag ihre wohl letzte Chance und gewann deutlich mit 3:0 (2:0). In der Tabelle bleiben die Ibbenbürener zwar Schlusslicht, sind aber bis auf zwei Zähler an die Westfalia herangerückt. Dabei sah es zunächst alles andere als vielversprechend aus für die Gäste, die in der Anfangsphase überhaupt keine Einstellung zum Spiel fanden. Einzig und allein dem überragenden Keeper Daniel Brügge, der sich angeschlagen in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, hatten es die Arminen zu verdanken, nicht in Rückstand zu geraten. „Er hat richtig stark gehalten“, lobte DJK-Trainer Georg Rohlmann seine Nummer 1. Zwei Mal parierte er in Eins-gegen-eins-Duellen, dazu hielt er einen Foulelfmeter der Gastgeber. „Da hätten wir definitiv in Rückstand gehen müssen“, war Rohlmann ehrlich. Die mangelhafte Chancenauswertung der Westfalia rächte sich dann nach 33 Minuten, als Florian Schomaker das Schlusslicht wie aus heiterem Himmel in Führung brachte. Dass kurz darauf auch noch Benny Basler zum 2:0 nachlegte, bezeichnete Georg Rohlmann als „extrem glücklich“. Mit der Führung im Rücken steigerten sich die Gäste jedoch, während den Hausherren der Frust über die verpassten Möglichkeiten deutlich anzumerken war. „Noch vor der Pause hätten wir sogar nachlegen müssen“, sah der DJK-Trainer nun defensiv nachlässige Hopstener.

Das änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht mehr. „Da haben wir Hopsten gut von unserem Tor weggehalten“, war Rohlmann nun zufrieden. Henrik Sandherm erhöhte nach 54 Minuten auf 3:0, die Vorentscheidung. Die Moral der Westfalia war längst gebrochen, die Arminen erspielten sich weitere Hochkaräter. Steffen Fabian traf nur den Pfosten, Daniel Mieseler die Latte, zwei Mal Benny Basler sowie Henrik Sandherm scheiterten ebenfalls. „Wir freuen uns, wir sind weiter mit dabei, wir müssen jetzt nachlegen“, so Rohlmann.

Tore: 0:1 Schomaker (33.), 0:2 Basler (37.), 0:3 Sandherm (54.).

SC Dörenthe -

Ch. Laggenbeck 2:1 (1:0)

Der SC Dörenthe hat seinen Negativlauf beendet, beim SV Cheruskia Laggenbeck hingegen hält der Abwärtstrend weiterhin an. Am Sonntagnachmittag bezwang die Scholz-Elf den Tabellennachbarn vor heimischem Publikum mit 2:1, agierte dabei 50 Minuten langt in Überzahl.

In der 40. Minute war Laggenbecks Fabian Harte im Strafraum zu Fall gekommen, beschwerte sich daraufhin beim Unparteiischen, der glatt Rot zückte. Es war bis dato die beste Gelegenheit der Gäste, die nur schwer ins Spiel fanden. Bereits nach 60 Sekunden nutzte Dörenthes Kenan Zeqiri eine Unachtsamkeit in der SVC-Defensive zum 1:0, die Laggenbecker waren überhaupt nicht wach. „Jetzt reißt euch mal zuammen!“, wurde Cheruskia-Trainer Heiko Becker bereits nach fünf Minuten an der Seitenlinie laut. Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich der Gast, ohne jedoch vorne gefährlich zu werden. Auf der Gegenseite vergab Stefan Sackarndt kurz vor dem Seitenwechsel frei stehend die Chance zum 2:0.

Direkt nach Wiederanpfiff hätten die Hausherren erneut nachlegen müssen, Jarmo Knüppe gelang das Kunststück, das Leder aus fünf Metern statt ins leere Tor an den Innenpfosten zu schieben. Kurz darauf vergaben erneut Knüppe sowie Kenan Zeqiri weitere Hochkaräter. „In dieser Phase müssen wir drei Treffer erzielen“, haderte DSC-Coach Ralf Scholz. Das Auslassen der Möglichkeiten rächte sich nach 54 Minuten. Adrian Goza traf nach einer schönen Kombination nur die Latte, den darauffolgenden Eckball stocherte Sebastian Ebeler zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Die Freude der Cherusker währte ganze 60 Sekunden, da brachte Steffen Klaas Dörenthe wieder in Front. Fortan riskierten die Laggenbecker immer mehr, wollten mit aller Macht den erneuten Ausgleich. Ralf Scholz sah alleine „sieben bis acht riesen Konterchancen“ seiner Elf, die zum Teil kläglich vergeben wurden. So hatten die Gastgeber Glück, dass Laggenbeck zwei Mal nur den Querbalken traf. „Das Spiel hätte gut und gerne 7:3 für uns ausgehen können“, resümierte Scholz.

Tore: 1:0 Zeqiri (1.), Ebeler (54.), 2:1 S. Klaas (55.)

Rote Karte: Fabian Harte (Laggenbeck, 40.) wegen einer Unsportlichkeit.

Arminia Ibbenbüren -

Falke Saerbeck 5:0 (2:0)

In Durchgang eins hatten beide Mannschaften ihre starken Phasen und eine Vielzahl bester Möglichkeiten. „Erst hätten wir 4:0 führen müssen, dann Saerbeck 3:1“, beschrieb DJK-Trainer Sebastian Ullrich die ersten 45 Minuten. Nach der Pause spielte dann nur noch Arminia, der alles überragende Domenik Breuer sorgte mit einem lupenreinen Hattrick für den 5:0-Endstand. „Absolut verdient“, freute sich Ullrich über einen starken Auftritt seiner Elf.

Tore: 1:0 Breuer (10.), 2:0 Maxi Walkenhorst (45.), 3:0, 4:0, 5:0 Breuer (51., 67., 90.+3).

SV Halverde -

E. Mettingen 0:2 (0:0)

Der SV Halverde und Auftritte daheim passen aktuell nicht zusammen. Vor der Partie hatte sich der HSV-Mannschaftsverantwortliche Franz-Josef Garmann mal wieder ein „schönes Spiel“ für die Zuschauer gewünscht, daraus wurde aber nichts. Andre Wierlemann und Florian Lagemann sorgten für einen 2:0-Erfolg der Mettinger Eintracht, die in der Tabelle nun drei Zähler Vorsprung auf Halverde besitzt.

Tore: 0:1 Wierlemann (51.), 0:2 Lagemann (85.).

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