Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
Packendes Derby in Dörenthe

Tecklenburger LAnd -

Das im Fußball nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt bekam am Sonntagnachmittag in der Kreisliga A der TuS Tecklenburg zu spüren. Gegen Westfalia Hopsten war die Bienemann-Elf klar feldüberlegen, erspielte sich eine Reihe dickster Möglichkeiten und verlor am Ende doch mit 0:3.

Sonntag, 30.10.2016, 20:10 Uhr

Matchwinner Stefan Beneking (links) feierte nach langer Verletzungspause mit drei Toren beim 4:2-Sieg des VfL Ladbergen gegen den SV Büren ein erfolgreiches Comeback.
Matchwinner Stefan Beneking (links) feierte nach langer Verletzungspause mit drei Toren beim 4:2-Sieg des VfL Ladbergen gegen den SV Büren ein erfolgreiches Comeback. Foto: Jörg Wahlbrink

„So ist Fußball “, schmunzelte Westfalia-Trainer Christoph Meyer nach dem Ende der Negativserie. Der VfL Ladbergen gewann gegen Aufsteiger SV Büren mit 4:2. Der BSV Brochterbeck verlor dagegen das Nachbarschaftsderby in Dörenthe mit 2:3. Eine bittere 0:2-Heimpleite kassierte Lottes U23 gegen den SC Hörstel.

SC Dörenthe –

BSV Brochterbeck 3:2

Es war ein Derby voller Emotionen und Leidenschaft, dass am Ende einen glücklichen Sieger hatte. Die gut 300 Besucher sahen nach Ansicht von DSC-Trainer Ralf Scholz ein „super interessantes“ Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe, in denen die Gastgeber höchst schmeichelhaft alle drei Punkte mitnahmen. „Nach dem 2:2 waren wir tot, ein absolut glücklicher Sieg für Dörenthe“, war Scholz ehrlich. Schon in den ersten 45 Minuten (1:1) hielten die Brochterbecker die Partie offen, beide Mannschaften schenkten sich nichts, auch wenn die Partie sicherlich nichts für „Fußballästheten“ war, beschrieb Ralf Scholz das Derby. Die Gäste steckten allerdings nie auf und zeigte eine beeindruckende Moral. Der bärenstarke Henrik Manecke verkürte nach „gefühlt 22 Sekunden“ (Scholz) auf 1:2, in Minute 66 glich er gar zum 2:2 aus. In dieser Phase waren die Brochterbecker die klar bessere Elf und hätten in Führung gehen müssen. Die größte Gelegenheit vergab erneut Manecke, nachdem er von der Mittellinie aus gleich sechs Dörenther vernascht hatte, scheiterte er frei vor Brügge. Die Wende war nah, doch der Tabellenzweite schlug noch einmal zurück. In der 75. Minute fasste sich Florian Rahe ein Herz und hämmerte das Leder in die Maschen. Am Ende blieb es beim knappen 3:2-Erfolg des DSC.

Tore: 1:0 Sackarndt (24.), 2:0 Knüppe (41.), 2:1, 2:2 Manecke (46., 66.), 3:2 Rahe (75.).

TuS Tecklenburg

Westfalia Hopsten 0:3

„Wir haben gekämpft wie die Löwen und uns dieses glückliche Ding verdient“, strahlte Christoph Meyer nach dem Schlusspfiff über beide Ohren. Während sich die Gastgeber im Auslassen bester Gelegeheiten gegenseitig überboten, markierte die Westfalia ihre Treffer stets „zum richtigen Zeitpunkt“ (Meyer). Es sei „schon lustig“ gewesen fand Meyer, wie die Gastgeber mit ihren Chancen umgingen. Den Gästen war es egal, sie nahmen das Geschenk danken an und siegten nach einer „kämpferisch ganz starken Leistung“ (Meyer).

Tore: 0:1 Siegbert (25.), 0:2 Pruß (74.), 0:3 Strotmann (85.).

Cheruskia Laggenbeck –

Eintr. Mettingen 1:1

Wie schon vor Wochenfrist beim 1:3 in Brochterbeck verpasste es Laggenbeck in Durchgang Eins die zahlreichen Chancen in Tore umzumünzen. Während Mettingens Trainer Marcus Mahnken „mehr als enttäuscht“ vom Auftritt seiner Elf war, verpasste es die Cheruskia nach dem Führungstreffer durch Alex Korsitzky (3.) frühzeitig den Sack zuzumachen. „Sie hätten zwei Tore mehr erzielen müssen“, war Mahnken ehrlich. Nach dem Seitenwechsel zeigte Mettingen dann jedoch sein anderes Gesicht, „mit Kampf und Leidenschaft haben wir uns den Ausgleich verdient“, war Mahnken nun zufrieden. Nach dem 1:1 durch Kevin Burbrink (54.) sah er einen „offenen Schlagabtausch“ mit einige guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Am Ende blieb es beim 1:1-Unentschieden, „unterm Strich gerecht“ (Mahnken).

Tore: 1:0 Korsitzky (3.), 1:1 Burbrink (54.).

VfL Ladbergen –

SV Büren 4:2

Stefan Beneking avancierte zum Matchwinner in Reihen der Ladberger. Der Angreifer markierte gleich drei Treffer beim 4:2-Erfolg des VfL, durch den die Melcher-Elf endgültig im Mittelfeld der Tabelle angekommen ist. Knackpunkt für die Gäste war die Phase nach dem 1:1, als Kai Hartmann mit einem verschossenen Strafstoß die erneute Führung verpasste.

Tore: 0:1 Hartmann (16., Foulelfmeter), 1:1 Beneking (22.), 2:1 Richter (37., Foulelfmeter), 3:1, 4:1 Beneking (63., 83.), 4:2 Czickowski (84.).

SC Halen –

Schwarz-Weiß Esch 1:1

Die Gäste aus Püsselbüren verpassten die Möglichkeit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf zu landen. SWE-Co-Trainer Paul-Simon Eckeler sah ein wirklich gutes Spiel seiner Elf, dem allerdings die letzte Konsequenz fehlte. Nachdem Tobias Brinkhues die Schwarz-Weißen direkt nach Wiederanpfiff in Führung gebracht hatte leistete sich Esch einen „dummen Ballverlust“ (Eckeler), der prompt zum Ausgleich durch Nils Böcker genutzt wurde. In der Folge hatten die Püsselbürener deutlich mehr vom Spiel, wirklich zwingend waren die Aktionen aber zu selten. „Wir haben zwei Punkte liegengelassen, das ist ärgerlich“, resümierte Eckeler.

Tore: 0:1 Brinkhues (48.), 1:1 Böcker (54.).

SF Lotte II –

SC Hörstel 0:2

Sebastian Bruns aus dem Trainerduo des SCH war nach Spielende hochzufrieden mit seiner Elf, gleichzeitig aber geschockt vom Geschehen in Lotte. „Das Verhalten der Lotteraner war einfach nur oberpeinlich. Beschimpfungen der untersten Schublade, so etwas habe ich in meiner Laufbahn noch nie erlebt.“ Zwei Akteure der Hausherren mussten „völlig zurecht“ (Bruns) vorzeitig das Feld verlassen, der nach Ansicht des Hörsteler Trainers „wirklich sehr souveräne“ Unparteiische hätte sogar noch „zwei, drei weitere Spieler runterschmeißen können“, war Bruns fassungslos. Die Gäste behielten in der hitzigen Atmosphäre jedoch kühlen Kopf und hatten die Partie über weite Teile fest im Griff. „Wir waren sehr griffig in den Zweikämpfen und haben die Vorgaben konsequent umgesetzt“, lobte Bruns. Schon in Durchgang Eins hätten Arben Gashi sowie Jan Rosetti treffen können, scheiterten allerdings am starken SF-Schlussmann. Nach dem Seitenwechsel machte es Arben Gashi dann besser, als er einen tollen Sololauf zum 1:0 vollendete (55.). Als die Gastgeber nach zwei Platzverweisen in der 75. ud 85. Minute in doppelter Unterzahl agieren mussten, ergaben sich für den Gast einige hochkarätige Möglichkeiten. Arben Gashi verschoss gar einen Foulelfmeter, ehe sein Bruder Albert das erlösende 2:0 erzielte.

Tore: 0:1 Arben Gashi (55.), 0:2 Albert Gashi (90.+3).

SV Uffeln –

Arminia Ibbenbüren 0:6

29 Minuten lang hielt das Abwehrbollwerk des SV Uffeln, danach war die Janning-Elf dem Spitzenreiter hoffnungslos unterlegen. „Das konnte man sich richtig gut ansehen, die Jungs haben es echt verstanden“, war auch DJK-Trainer Vladan Dindic voll des Lobes. Dabei verteidigten die Hausherren in der Anfangsphase gar nicht schlecht, machten den Gästen das Leben durchaus schwer. Nach 28 Minuten hatte Uffeln sogar den Torschrei auf den Lippen, als Tizian Hohnhorst mit einem Freistoß fast von der Mittellinie nur die Latte traf. Im direkten Gegenzug gingen die Arminen dann aber in Front, Henrik Sandherm staubte zum 1:0 ab. Fortan entwickelte sich ein dermaßen einseitiges Duell, wie es in der Kreisliga A selten zu sehen ist. Die Hausherren beschränkten sich nur noch darauf das Leder hinten rauszuschlagen, der Tabellenführer hatte immer den Ball.

Tore: 0:1 Sandherm (29.), 0:2 Schmidt (37.), 0:3, 0:4, 0:5 Breuer (40., 62., 65.), 0:6 Mahmutovic (88.).

Falke Saerbeck –

SV Halverde 2:1

Beim Spitzenteam in Saerbeck schnupperten die Mannen von Trainer Frank Karlisch bis in die Nachspielzeit an einem Punktgewinn.

Tore: 1:0 Stallfort (23.), 1:1 Schneider (48.), 2:1 Winkeljann (90.+2).

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